Ausländische Geheimdienste Immer mehr Cyberattacken gegen die Bundesregierung

Die Bundesregierung muss immer öfter Cyberattacken ausländischer Geheimdienste abwehren. Pro Tag gibt es bis zu 3000 Angriffe - viele davon sind allerdings harmlos.

Welche Unternehmen Opfer von Hackern wurden
Zwei Jungs spielen mit Adidas-Fußbällen. Quelle: dpa/dpaweb
Händler an der Nasdaq. Quelle: REUTERS
Eine Rakete im Werk von Mitsubishi Heavy Industries Quelle: AP
Sony-Computer in einem Geschäft in Peking. Quelle: REUTERS
Eva Padberg präsentiert ein Spiel von Nintendo. Quelle: obs
Eine rote Ampel neben einem Schild der Citigroup. Quelle: REUTERS
Ein Laptop mit einem Oberstaufen-Aufkleber und eine Google Schürze Quelle: dapd

"Wir stellen fest, dass es häufiger Angriffe gibt von Nachrichtendiensten gegen die IT-Infrastruktur der Bundesregierung und gegen deutsche Unternehmen", sagte der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, am Dienstag bei einer Veranstaltung in Berlin. Von den geschätzten 3000 Angriffen von Hackern oder Kriminellen pro Tag auf das Netz des Bundes sei zwar der überwiegende Teil harmlos. Problematisch seien jedoch etwa fünf Angriffe pro Tag von Geheimdiensten etwa aus China oder Russland. Diese seien so ausgeklügelt, "da kann uns auch was durch die Lappen gehen", sagte Maaßen.
Schon der Verfassungsschutz zusammen mit dem Bundesinstitut für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hätten Schwierigkeiten, diese Attacken aufzuklären. Firmen hätten diese Probleme daher erst recht. Maßgeschneiderte Angriffe auf die Bundesregierung kämen vor allem zu internationalen Tagungen, wie etwa G20-Treffen vor. Regierungsmitglieder mit wichtiger Berater -Funktion erhielten dann beispielsweise infizierte E-Mails mit PDF-Anhang, die scheinbar von einem Berater einer anderen Nation stammten.

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Maaßen betonte, Berlin sei Hauptstadt der politischen Spionage in Europa. Das Ziel seien unter anderem die Außen-, Verteidigungs-, Rüstungs- und Wirtschaftspolitik. Die meisten großen Unternehmen in Deutschland seien in puncto Sicherheit gut gerüstet, sagte der Verfassungsschutz-Präsident.

"Kleine und mittelständische Unternehmen sind für uns eher Sorgenkinder." Diese hätten häufig Probleme, ihre schutzbedürftigen "Kronjuwelen" zu identifizieren. Oft seien aber auch schon "Kleinigkeiten" wie Telefonverzeichnisse, Kontakte oder Reisen für Cyber-Spione von Interesse.

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