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Auslandskosten Roaming-Gebühren in der EU fallen weiter

Wer im Ausland telefoniert, zahlt ab Samstag weniger. Im nächsten Jahr werden dann Zusatzgebühren für Handytarife in der EU ganz abgeschafft. Doch es gibt weiter einige Schlupflöcher.

Zehn Gründe, warum der Handy-Empfang rumzickt
Das falsche Handy „Neu“ heißt nicht immer auch „besser“! Im Falle von iPhone 5 und Galaxys S3 hat eine Studie der Universität Alborg beispielsweise festgestellt, dass Antennenleistung der neuen Geräte gegenüber ihren Vorgängern nachgelassen hat. Quelle: REUTERS
Falsche Zeit, falscher Ort Mitunter liegt der Zähfluss gar nicht am Handy, sondern daran, dass man mitten in der Hauptverkehrszeit online ist … und sich die Übertragungskapazität einer Funkzelle mit zig anderen Menschen teilen muss. Wird’s leerer, wird’s auch schneller. Quelle: dpa
Gratis-Apps Kostenlose Spiele gibt’s nur scheinbar gratis, tatsächlich finanzieren sich viele über eingeblendete Werbung. Die Bilder, Banner oder Videos werden parallel zu anderen Daten empfangen und fressen nicht nur Bandbreite sondern auch Batteriepower. Quelle: dpa
Allzu mobil Wer mit Auto oder Zug unterwegs ist, hat oft schlechteren Empfang, weil das Metall des Wagens die Signale abschirmt. Und je schneller es voran geht, desto schwerer wird es für’s Handy, die Verbindung beim Funkzellen-Wechsel intakt und schnell zu halten. Quelle: dpa/dpaweb
Zu aktive Freunde Wer gut in sozialen Netzen verwurzelt ist, bekommt von seinen digitalen Freunden fortwährend Updates und Nachrichten, die alle (neben den normalen Online-Daten) übertragen werden müssen … und natürlich das Online-Tempo drücken. Quelle: REUTERS
Gleiche Telefone sind nicht gleich Hersteller beziehen die Bauteile Ihrer Handys von unterschiedlichen Quellen, und nicht alle sind – trotz identischen Aussehens – gleich gut bei Leistung oder Stromverbrauch. Allein vom Galaxy S3 gibt es mindestens zehn Varianten. Quelle: REUTERS
Zu viele Apps Haufenweise Apps auf dem Smartphone fressen nicht nur den Speicher auf, sondern können auch die Netzverbindung beeinträchtigen, weil ihr Betrieb im Telefon unerwünschte magnetische Störungen auslösen kann. Quelle: dpa

Die Roaming-Gebühren in der EU sinken vom Samstag (30. April) an ein weiteres Mal. Wer im Ausland mit seinem Handy telefoniert oder ins Internet geht, muss kaum mehr als in seinem Heimtarif zahlen.

Nach einer EU-Vorschrift dürfen Mobilfunk-Anbieter ihren Kunden bei Reisen innerhalb der Europäischen Union dann nur noch wenige Cent Aufschläge pro Anruf, SMS oder Download berechnen - zusätzlich zu den nationalen Tarifen. Dies ist der letzte Schritt, bevor die Auslandsgebühren von Sommer 2017 an komplett der Geschichte angehören sollen.

Telekommunikations-Anbieter dürfen vom Samstag an nur noch maximal 6 Cent pro Minute für Anrufe, 2 Cent pro SMS oder 6 Cent pro Megabyte bei Datentarifen im EU-Ausland verlangen (alle Preise inklusive Mehrwertsteuer). Nimmt man einen Anruf an, kostet das höchstens 1,2 Cent zusätzlich pro Minute. Maximal darf die Summe aus Inlandspreis und Aufschlägen nicht mehr betragen als die bisherigen Höchstpreise von 23 Cent pro Minute für abgehende Anrufe, 7 Cent pro SMS und 24 Cent je Megabyte Datenvolumen.

Wie Sie sich vor Handy-Kostenfallen im Ausland schützen (Stand April 207)

2007 machte die EU-Kommission erstmals einen Vorstoß, um die Kosten für Telefonate im Ausland zu drücken. Nach und nach sanken die Gebühren. Vom 15. Juni 2017 an sollen die Auslandsgebühren komplett wegfallen. Ganz in trockenen Tüchern ist die Regelung allerdings noch nicht: Die Mobilfunkbetreiber könnten bei der EU Verbraucherschützern zufolge noch Ausnahmeregeln heraushandeln, falls sie auf den Kosten sitzen bleiben sollten.

Auch die Vorstufe, die ab dem 30. April greift, birgt für Nutzer mit Flatrate-Tarifen versteckte Kosten. Nach Angaben des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland (ECC) hat der Gesetzgeber zu Roaminggebühren bei Flatrates keine speziellen Regelung getroffen. Es sei möglich, dass Anbieter im Ausland nur die Aufschläge allein berechnen - aber ohne Garantie. Im Kleingedruckten könnten die Mobilfunkbetreiber etwa eine Klausel einfügen, dass Flatrates nur in Deutschland gelten. Dann würde im Ausland auf Minutenbasis abgerechnet.

Andere Anbieter sind ihren Kunden bei Roaming-Gebühren bereits entgegengekommen: In einigen Flatratetarifen sind mittlerweile Auslandskontingente enthalten oder die gebuchten Tarife gelten auch im EU-Ausland. Manche Unternehmen werben auch mit Tarifen, die bereits jetzt auf Zusatzkosten im Ausland verzichten.

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