WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Benzinpreis Mit dem Handy auf Tankstellensuche

Viele Websites und Apps sollen Benzinpreise transparent machen. Nicht allen gelingt das gleich gut. Hier eine Übersicht für jene, die Umwege zur Tankstelle nicht scheuen.

Ein Auto wir betankt Quelle: dpa

In Österreich bietet das Wirtschaftsministerium eine landesweite Karte mit allen Tankstellen und mit den aktuellen Benzinpreisen an. Wer will, kann dort vergleichen, was der Sprit in seiner Umgebung oder in der nächsten Stadt kostet. Nach Eingabe einer Adresse oder einer Region erscheinen auf der Karte die zehn günstigsten Tankstellen.

Die österreichischen Betreiber sind per Gesetz verpflichtet, Preisänderungen in einer Datenbank einzutragen. Aus dieser bezieht die Karte ihre Informationen.

Hierzulande gibt es das auch, allerdings nicht als staatliches Projekt. Die private Seite Clever Tanken sammelt seit Jahren solche Daten. Sie bekommt sie von Tankstellenbetreibern und von Autofahrern. Finanziert wird das Ganze durch Werbung. Was sicher funktioniert, denn für den Benzinpreis interessieren sich angesichts seiner Höhe derzeit wohl alle Autofahrer.

Als App fürs Mobiltelefon gibt es die österreichische Datenbank nicht. Das deutsche Modell schon. Der Betreiber, eine Firma namens Info Road, bietet eine Clever-Tanken-App sowohl für Android als auch für Apples Betriebssystem an. Allerdings ist sie nicht kostenlos, bei beiden Systemen werden dafür 1,59 Euro verlangt.

Diese Autos verbrauchen unter vier Liter
Mit einem Verbrauch von 3,9 Litern auf 100 Kilometer kommt der Fiat 500 1.3 Multijet gerade so unter die 4-Liter-Marke. Das gilt auch für das Schwestermodell Panda mit dem selben 95 PS starken Dieselmotor. Der kleine Turiner im Retro-Design kostet mindestens 16.400 Euro. Der sparsamste Benziner im 500, der 0.9 Twinair-Zweizylinder (ab 14.400 Euro), kommt im Normverbrauch auf 4,0 Liter. Quelle: dapd
Im Panda kostet der 1.3 Multijet mindestens 13.790 Euro. In beiden Modellen ist der Motor mit einer Start-Stopp-Automatik kombiniert. Quelle: Reuters
Der Audi A1 1.6 TDI kommt auf einen Verbrauch von 3,8 Litern. Wie bei den beiden Fiat Modellen kommt auch bei dem kleinsten Audi mit 105-Diesel-PS ohne Hybrid-Unterstützung auf diesen Normverbrauch. Erhältlich ist der sparsame Dieselmotor im A1 (ab 18.200 Euro), der fünftürigen Variante A1 Sportback (ab 19.050 Euro) und dem (noch) aktuellen Audi A3 (ab 24.050 Euro). Der neue A3 startet im Sommer vorerst nur mit dem 150 PS starken 2.0 TDI. Quelle: obs
Anders sieht das beim Lexus CT 200h aus. Das "h" im Namen verrät es, der Kompaktwagen der Toyota-Tochter hat zwei Herzen, die gemeinsam auf eine Systemleistung von 136 PS kommen. Damit verbraucht der CT 200h im EU-Zyklus 3,8 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Für den Kompakt-Hybrid werden mindestens 29.200 Euro fällig. Quelle: Toyota
Der Lexus hat den kompletten Antriebsstrang aus dem Hybrid-Vorreiter Toyota Prius übernommen. Daher überrascht es an dieser Stelle nicht, dass der Prius auch auf 3,8 Liter kommt. Ohne den Premium-Anspruch von Lexus gibt es die Technik bei Toyota ein gutes Stück günstiger, der Basis-Prius kostet 25.750 Euro. Quelle: Toyota
Im VW Golf Bluemotion kommt der bereits im Audi A1 erwähnte 1.6 TDI mit 105 PS zum Einsatz. Für den Spar-Golf verlangt Volkswagen 22.150 Euro. Quelle: VW
Wer den Fahrspaß eines Mini genießen, aber gleichzeitig auch sparen will, der muss zum Mini One D oder zum Cooper D greifen. Beide kommen auf 3,8 Liter in der Norm. Der One D (90 PS) kostet in der Basisversion 18.450 Euro, den stärkeren Cooper D mit 112 PS gibt es ab 21.250 Euro. Quelle: BMW

Außerdem gibt es noch das Projekt Benzinpreis.de. Auch dort können von Autofahrern Preise gemeldet werden. Allerdings werden diese nicht auf einer Karte angezeigt und auch nicht für individuelle Tankstellen. Zu sehen ist auf der Website nur ein allgemeines Preisniveau und Preiskurven für Diesel und Benzin.

Dementsprechend verhilft die kostenlose App, die es nur in iTunes gibt, lediglich zu einer allgemeinen Empfehlung im Sinne von "heute besser nicht tanken". Immerhin lässt sich damit aber der Preis an der angesteuerten Tankstelle mit dem durchschnittlichen Marktpreis vergleichen.

Die Seite Tankcheck zeigt den konkreten Preis an Tankstellen in einer Stadt oder Region. Allerdings sind diese weder nach Preis noch nach Adresse geordnet, was das Suchen nach der billigsten unsinnig mühsam macht.

Die zugehörigen Apps für Android und Apple sind kostenlos, bei Tankcheck bezahlen die Tankstellen, um mit ihren Preisen aufgenommen zu werden. Was höchstwahrscheinlich die Auswahl stark einschränkt, da sicher nicht alle Tankstellenpächter 12 bis 35 Euro pro Jahr dafür ausgeben wollen. Auch wird nirgendwo erklärt, wie alt die Daten sind, die die Nutzer zu sehen bekommen. Angesichts der sich inzwischen mehrmals täglich ändernden Preise wäre das aber durchaus relevant.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Es gibt weitere solcher Angebote. Beispielsweise von What Gas, hier die Android-App, einem europäischen Angebot, das nicht nur Daten in Deutschland registriert, sondern auch in Irland, Portugal und anderen Ländern. Oder von Mehr-Tanken, ebenfalls für Android und für iTunes. Die App lebt vor allem davon, dass Nutzer Preise melden. In Großstädten, wo das eher Menschen mehr tun, bietet sie gute Daten, auf dem Land kann es jedoch schwierig werden.

Nur um zu zeigen, was möglich wäre: Die Apps der rein amerikanischen Preissuche von Gas Buddy gibt es auch fürs Windows Phone und für den Blackberry.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%