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Bluetooth-Tracker auf der IFA Tamagotchis für Vergessliche

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Notfalls hilft die Community bei der Suche

Eine Funktion, die Tile- und Pixel-Tracker eint, ist die Vernetzung der jeweiligen Nutzer-Apps. Zwar kann jeder Anwender ausschließlich seine eigenen Module anpeilen oder aufpiepsen lassen. Doch im Hintergrund lauschen die Apps immer auch nach Trackern anderer Nutzer in der Umgebung. Die tauchen zwar nicht in der Trackerübersicht des Einzelnutzers auf, werden aber anonymisiert mit ihrer Position an die Datenbank der Hersteller übermittelt.

Die nützliche Folge: Wird das Funksignal des Bluetooth-Moduls an einem Gegenstand, den ein Kunde vermisst, von der App eines anderen Nutzers des gleichen Tracker-Herstellers empfangen, bekommt der Suchende eine Nachricht mit dem Fundort seines Besitzes angezeigt.  Herstellerübergreifend aber funktioniert das leider nicht.

Wo sich welcher Nutzer befindet, bleibt dabei verborgen, mit dem "Netzwerk"-Effekt ihrer Produkte aber werben beide Hersteller: Während des IFA-Tests der Technik meldeten aber beide Apps bei gelegentlichen Checks, dass sich jeweils einige Hundert Nutzer des einen oder anderen Tracker-Dienstes im Raadius einiger Hundert Meter aufhielten.

Was die Deutschen beim Thema Smart Home interessiert

Fast wie die Jagd nach Pokémon

Die Point-Funkmodule von Pixie Technology müssen zwar noch ohne Crowd-Suche auskommen, dafür bieten sie einen anderen Vorteil. Sie lassen sich nämlich mithilfe einer Video-Suchfunktion lokalisieren, die an die Jagd nach Pokémon erinnert. Die App nutzt Augmented Reality, die sogenannte erweiterte Realität. Dabei zeigt das Telefondisplay das Kamerabild der Umgebung an und blendet eine Art Fadenkreuz an der Stelle ein, aus der das Handy das Funksignal empfängt. Das funktioniert sogar durch eine Wand hindurch von einem Zimmer zum anderen - allerdings vorerst nur mit Apple-Handys. Eine Version für Android-Telefone sei aber geplant, hieß es bei der Pixie-Präsentation auf der IFA.

Mindestens ein Jahr lang sollen die Batterien in den Trackern durchhalten, danach melden die Apps den drohenden Batterietod. Und der Nutzer muss das Funkmodul -­ jedenfalls in den meisten Fällen - ersetzen. Die Pixie-Module seien zu 99 Prozent recyclingfähig, versichert der Hersteller. Tile bietet seinen Kunden zumindest ein Nachkaufprogramm an, mit dem sie die nächste Generation von Trackern mit Rabatt erhalten.

Einzig Besitzer von Pixel-Modulen können die Batterie austauschen, TrackR bietet sogar kostenfreien Ersatz der Energiespeicher an - berechnet Kunden im US-Ausland aber knapp zwei Dollar Versandgebühr.

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