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Cebit Welcome Night Industrie 4.0 – und Gesellschaft 5.0

Kanzlerin Angela Merkel und der japanische Ministerpräsident Shinzō Abe unterstreichen bei der Eröffnung der Cebit die Partnerschaft von Deutschland und Japan – und wollen die Digitalisierung gemeinsam vorantreiben.

Zu der fünftägigen CeBIT Messe in Hannover, mit mehr als 3.000 Ausstellern aus 70 Ländern werden rund 200.000 Besucher erwartet. Quelle: dpa

Zum zweiten Mal nach der Premiere im Vorjahr fand die Eröffnung der Cebit auf dem Messegelände statt. Im Gegensatz zu 2016, als der Veranstalter Deutsche Messe AG die Veranstaltung wegen Landtagswahlen auf das Ende des ersten Messetages verlegen musste, war die diesjährige Cebit-Feier wieder eine echte Eröffnungsveranstaltung am Sonntagabend.

Unter anderem deshalb kam Bundeskanzlerin Angela Merkel dieses Mal auch wieder. im Vorjahr hatte sie sich noch von Vizekanzler Sigmar Gabriel vertreten lassen. Vor den mehr als 2000 geladenen Gästen in der Halle 9 der Messe ließ Merkel aber – als gute Gastgeberin – dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzō Abe als Repräsentanten des diesjährigen Cebit-Partnerlandes Japan den Vortritt.

Abe war es auch, der nach einer an eine Mischung aus Kraftwerk und Kubrik erinnernden Digital-Performance japanischer Künstler die Botschaft des Abends unter die Zuhörer brachte: „Wir stehen am Anfang des fünften Zeitalters der Menschheitsgeschichte. Nach Industrie 4.0 kommt Society 5.0 - in dem sich alles untereinander vernetzt“, so Abe in seiner Keynote – und forderte Merkel gleichsam Deutschland und Japan auf: „Lassen Sie uns das gemeinsam tun!“.

Fakten zu Drohnen

Schließlich seien die Voraussetzungen beider Länder vergleichbar – und beide verfolgten ähnliche Strategien: „Deutschland und Japan sind beide trotz begrenzter Ressourcen und Fläche in den vergangenen Jahrzehnten durch Innovation gewachsen“, sagte Abe. Dabei seien die Antriebsmotoren jeweils nicht immer nur die Großkonzerne gewesen: „In Deutschland wie Japan sind es die kleinen Unternehmen, die viele Innovationen vorantreiben. Das treiben wir durch Austausch und Partnerschaften weiter voran." Eine Vorlage, welche die Bundeskanzlerin in ihrer auf Abe folgenden Rede dankbar aufnahm. „Wir können von Japan vor allem lernen, neuen Technologien offener gegenüber zu stehen“, sagte Merkel, „Etwa bei Robotern in der Altenpflege, das sehen die Japaner sehr positiv.“

Beispiele, wie dieses, beweisen in den Augen der deutschen Regierungschefin vor allem eins: Politik und Gesellschaft dürften auch die von der digitalen Transformation verunsicherte Menschen nicht vergessen. "Millionen von Menschen wissen zum Teil noch nicht genau, was sie erwartet", so Merkel. Diese müssten in das neue Zeitalter der Digitalisierung mitgenommen werden, und zwar von Politik und Wirtschaft gemeinsam. Zudem müsse Deutschland sein Bildungssystem anpassen und in Richtung lebenslanges Lernen verändern.

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