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Check your App TÜV Rheinland testet Apps auf Sicherheit

Wer auf seinem Smartphone Apps nutzt, läuft Gefahr, dass Daten ausgelesen und weitergegeben werden. 40 Prozent der Apps klauen Daten. Verbraucher können jetzt beim TÜV Rheinland überprüfen, ob ihre dazu gehören.

Die unsichersten Android-Apps im Überblick
Die "sehr kritischen" Apps - Kontaktdaten, Kalendereinträge, E-Mail, Browserdaten oder Konten werden gelesen und unter Umständen übermittelt, ohne dass die App vorher um Erlaubnis fragt.WhatsAppAls besonders kritisch wurde in der Studie "WhatsApp" eingestuft. Der Messenger, der seit Monaten immer wieder in der Kritik steht, weist erhebliche Mängel auf: Die App verschafft sich die Berechtigung, Kontodaten zu verändern - damit ist das Lesen und Löschen von Passwörtern möglich. Außerdem ist es möglich, die Synchronisierungs- und Systemeinstellungen anzupassen. Die App zeigt den exakten Standort des Handys (und damit auch in den meisten Fällen den des Users) und den Netzwerkstatus an. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
FacebookEbenfalls als besonders kritisch für Sicherheitsrichtlinien in Unternehmen wurde die Facebook-App eingestuft. Audio-, Bilder- und Videoaufnahmen sowie Kontaktdaten können verändert und gelesen werden. Dateientransfer über Facebook via Internet ist ein Kinderspiel. Auch hier ist es möglich den Telefonstatus und den Netzwerkstatus zu erkennen. Der Standort des Smartphones wird je nach Situation genau und ungefähr ermittelt. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
SkypeDie App des Chat- und Telefon-Programms "Skype" verlangt bei der Installation insgesamt 28 Berechtigungen. Unter diesen sind einige, die für ein Unternehmen besonders kritisch sein können. So bekommt die Berechtigung, Kontaktdaten auf dem Smartphone zu verändern und zu lesen. Auch die Synchronisierungseinstellungen (wie Einschalten von Bluetooth) lassen sich verändern und der Netzwerkstatus wird angezeigt. Darüber hinaus verbraucht diese App sehr viel Netzwerkspeicher und Akkuressourcen. Die App wird bezüglich Firmendaten laut Studie als besonders kritisch eingestuft. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
NavigonEbenfalls "sehr kritisch" für Unternehmen wird die App "Navigon" eingestuft. Diese App verschafft sich die Berechtigung, Audios und Videos aufnehmen, Systemeinstellungen und den WLAN-Status zu ändern. Auch alle Anwendungen, die aktuell auf dem Telefon laufen, können abgerufen und sogar beendet werden. Ohne Begründung für die Hauptfunktionalität können Kontaktdaten und vertrauliche Systemprotokolle gelesen und unter Umständen ins Internet übertragen werden. Zudem ist es möglich, Broadcast zu senden, was zu einem immensen Speicherverbrauch führt. Beim Broadcasting werden Datenpakete von einem Punkt aus an alle Teilnehmer eines Netzes übertragen und aufrecht zu erhalten. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
ViberViber verschafft sich auch Zugriff auf etliche Funktionen des Smartphones. So lassen sich unter anderem Audios, Bilder und Video aufnehmen, Kontaktdaten schreiben und lesen und in das Internet übertragen, vertrauliche Protokolle lesen und Konten identifizieren. Es können alle Telefonnummern aus dem Adressbuch angerufen werden. Damit gilt die App für freie Internet-Telefonie als hervorragendes Tool ist aber für den Schutz von Firmendaten "sehr kritisch". Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
ÖffiAuch die App des öffentlichen Nahverkehrs "Öffi" wird als besonders kritisch eingeordnet. Die App kann Kalendereinträge auf dem Smartphone und Kontaktdaten lesen und diese unter Umständen ins Internet übermitteln. Diese Aktionen sind für Funktionalitäten der App nicht nötig. Außerdem wird der genaue Standort des Handys einsehbar. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
SPB-TVDie TV-App SPB-TV gilt ebenfalls als besonders unsicher. Die App verschafft sich uneingeschränkten Zugang zum Internet mit dem Smartphone und kann sowohl den Telefon- als auch den Netzwerkstatus einsehen. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online

Datenklau ist bei Apps nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Das haben Experten von TÜV Rheinland bei der Prüfung von 500 Apps festgestellt: Rund 40 Prozent aller Apps lesen Daten von Smartphones und Tablets aus, ohne dass es für die Funktion erforderlich wäre, der Nutzer hiervon weiß oder seine Einwilligung bewusst gegeben hat.

Das steht im Kleingedruckten der beliebtesten Apps

Zum Schutz davor hat der TÜV jetzt eine kostenlose Datenbank eingerichtet, auf der sichere Programme angegeben werden. „Check Your App“ ist seit Mittwoch unter www.checkyourapp.de freigeschaltet. „Ein Blick genügt, um sich darüber zu informieren, welche Apps erfolgreich geprüft und mit Nutzerdaten vertrauensvoll umgehen“, sagt der Projektleiter, Dieter Schober.

Diese Daten können die populärsten Android-Apps auslesen

Vor eineinhalb Jahren hat er mit der Arbeit an dem Testverfahren begonnen. „Ich habe mich geärgert, dass Apps Dinge tun, die sie nicht tun sollten.“ Er geht davon aus, dass rund 30 Prozent aller Anwendungen den unbemerkten Datenklau als Geschäftsmodell nutzen.

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Insbesondere kostenlose Apps seien davon betroffen. Standortdaten, Passwörter, Telefonlisten oder das Surf-Verhalten, Fotos und Textnachrichten des App-Nutzers landen so auf Servern im Ausland und können dazu genutzt werden, spezielle Datenprofile über eine Person zu erstellen.

Getestet werden Apps die unter den Plattformen iOS (Apple), Android (Google) und Windows Phone (Microsoft) laufen. Anwendungen, die das Prüfverfahren erfolgreich durchlaufen, landen dann in der Datenbank des TÜV.

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