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ChipsSamsung investiert 230 Milliarden Dollar in südkoreanische Chipwerke

In den kommenden Jahren will der Elektronikkonzern fünf neue Chipfabriken in Südkorea bauen. Der Staat hatte im Januar den Steuerrabatt für Halbleiterhersteller verdoppelt. 15.03.2023 - 10:18 Uhr

Samsung gehört zu den weltgroßen Anbietern von Speicherchips.

Foto: AP

Samsung will in seiner südkoreanischen Heimat im Rahmen einer milliardenschweren staatlichen Initiative zur Stärkung der Chipbranche mehrere neue Fabriken bauen. Das Investitionsvolumen belaufe sich bis 2042 auf umgerechnet 230 Milliarden Dollar, teilte der Elektronikriese am Mittwoch mit. Das Vorhaben ist Teil eines Programms, mit dem die Regierung in Seoul private Investitionen im Volumen von fast 400 Milliarden Dollar aktivieren will.

Der wirtschaftliche Kampf, der vor kurzem mit Chips begonnen habe, habe sich ausgeweitet, sagte Staatspräsident Yoon Suk Yeol. „Länder gewähren umfangreiche Subventionen und steuerliche Unterstützung.“ Südkorea hatte im Januar den Steuerrabatt auf Investitionen in Halbleiter und andere als strategisch wichtig betrachtete Bereiche auf 15 Prozent nahezu verdoppelt.

Nun kündigte Südkorea für die kommenden Jahre zusätzlich knapp 18 Milliarden Dollar für Forschung und Entwicklung in Bereichen wie Künstlicher Intelligenz (KI) an. Weitere knapp 330 Milliarden Dollar sollen unter anderem zur Erschließung neuer Industrieparks fließen. Die Regierung will dadurch die im Land produzierte Halbleiter-Palette verbreitern. Samsung und Konkurrent SK Hynix gehören zu den weltgrößten Anbietern von Speicherchips.

Dem Industrieministerium zufolge wird Samsung in den kommenden Jahren fünf neue Chip-Fabriken bauen. Diese würden voraussichtlich 150 Zuliefer-Betriebe in den Großraum Seoul locken. So wollen Samsung Display sowie Samsung SDI und Samsung Electro-Mechanics in den kommenden zehn Jahren 46 Milliarden Dollar in neue Produktionsstätten stecken. Diese Summe kommt zu den Investitionen des Mutterkonzerns Samsung Electronics hinzu.

Derzeit liefern sich zahlreiche Staaten einen Subventionswettlauf rund um die Halbleiter-Branche. Um Lieferengpässe wie während der Coronavirus-Pandemie zu vermeiden und technologisch nicht ins Hintertreffen zu geraten, wollen sie Fabriken ins eigene Land locken. Computerchips werden derzeit meist in Asien gefertigt.

Die USA haben zu diesem Zweck im vergangenen Jahr den 53 Milliarden Dollar schweren „Chips and Science Act“ ins Leben gerufen. Die EU will ihren Marktanteil an der weltweiten Produktion mit dem „Chips Act“ bis 2030 verdoppeln. China will sogar 136 Milliarden Dollar in diesen Sektor pumpen.

rtr
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