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Cloud Computing Canon baut zentrales Fotoarchiv im Internet auf

Exklusiv

Um im wachsenden Geschäft mit dem Cloud Computing mitzumischen, baut der japanische Kamerariese Canon einen riesigen Fotospeicher im Internet auf.

Welche Wolke ist die richtige für mich?
DropboxDer US-Anbieter Dropbox ist bekannt für seine besonders elegante Cloud-Lösung: Unter Windows, Mac OS X (Bild) oder Linux wird nach der Installation der Software einfach ein Internet-Ordner im Dateisystem eingebunden, in dem jede Art von Datei ganz normal gespeichert werden kann. Die Online-Festplatte wird so auf die einfachste mögliche Art realisiert. Der Zugriff von mobilen Systemen wie iPhone, Blackberry oder Android funktioniert per App. Ebenfalls möglich ist der Zugriff via Webinterface, falls die Software an einem Rechner nicht installiert ist. Dateien lassen sich nicht nur mit anderen Nutzern des Dienstes teilen, sondern auch per Link, falls dies ausgewählt wird. 2 Gigabyte gibt es bei Dropbox gratis. Der Speicher wird zusätzlich mit jedem geworbenen Nutzer um 250 Megabyte größer – bis zu einer Höchstgrenze von bis zu 8 Gigabyte. Ansonsten kostet ein zusätzliches Gigabyte 19 Dollar pro Monat (etwa  16 Eurocent). Bei einem Jahres-Abo gibt es 50 Gigabyte für 100 Dollar im Jahr (etwa 80 Euro). Beim Up- und Download der Dateien gibt es keine Beschränkung. Bei der Nutzung eines US-Anbieters wie Dropbox muss der Nutzer beachten, dass das Unternehmen US-amerikanischem Recht unterliegt. Damit ist es  beispielsweise verpflichtet, mit US-Behörden im Rahmen des Patriot Act zusammenzuarbeiten. Die Daten werden verschlüsselt gespeichert – ein Test des Fraunhofer-Instituts für sichere Informationstechnologie bemängelte jedoch, dass die Daten nicht direkt beim Kunden verschlüsselt werden, sondern erst auf dem Online-Speicher. Dem Anbieter muss damit entweder vertraut werden – oder der Anwender verschlüsselt die Cloud-Daten selbst mit einem Programm wie TrueCrypt. Quelle: Screenshot
Strato Cloud Computing Quelle: Screenshot
Telekom-Cloud Quelle: dpa
Computer Bild Quelle: Screenshot
Livedrive Quelle: Screenshot
Skydrive Quelle: Screenshot
Google Drive Quelle: Screenshot

Unter dem Codenamen Project 1709 testet der Konzern den Online-Dienst bereits in der Praxis. Darin sollen Fotoamateure und Profis künftig ihre Digitalfotos zusammenführen, verwalten und sichern. In dem zentralen Fotoarchiv werden Nutzer nicht nur mit Canon-Kameras geknipste Bilder speichern können, sondern auch solche vom Smartphone, von Fotoapparaten anderer Hersteller und aus ihren Bildarchiven etwa bei Facebook.

Vernetzte Fotografie
Samsung Galaxy Camera Quelle: Presse
Polaroid SC1630 Quelle: Presse
Sony NEX-5R Quelle: Presse
Panasonic Lumix SZ5 Quelle: Presse
Nikon Coolpix S8000C Quelle: Presse
Fujifilm Finepix XP170 Quelle: Presse

Von Anfang 2013 an will Canon den Dienst dann regulär vermarkten. Treiber der Neuentwicklung ist Rokus van Iperen. Der 59-Jährige ist seit April Canon-Europa-Chef, der erste Europäer auf dem Posten. Er soll die Internationalisierung auf Managementebene sowie bei der Produktentwicklung vorantreiben.

Beim Fotoarchiv ist das schon geschehen. Die Plattform wurde nicht in Japan entwickelt, sondern im britischen Canon-Forschungszentrum, und sie startet zuerst in Europa. Kommt der Dienst bei den Kunden an, soll er weltweit angeboten werden.

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