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Cloud Was Sie über die Wolke wissen müssen

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Können US-Anbieter ihre Server einfach abschalten?

PC und Wolke auf der Waage Quelle: Illustration: Torsten Wolber

Die Hauptbedenken gegenüber amerikanischen Anbietern speisen sich aus den hiesigen Vorbehalten gegen den sogenannten Patriot Act, das Heimatschutzgesetz. Das besagt, dass US-Unternehmen den amerikanischen Behörden im Verdachtsfall Zugriff auf die Rechenzentren gewähren müssen. Der US-Geheimdienst könnte also die in der Cloud gespeicherten Dateien durchsuchen. Diese Pflicht zur Datenweitergabe gilt auch für Rechenzentren amerikanischer Betreiber außerhalb der USA.

Sind deutsche Cloud-Kunden also auf der sicheren Seite, wenn sie auf amerikanische Anbieter verzichten? Abgesehen von praktischen Erwägungen, dass dies für unzählige Nutzer den Ausstieg aus dem weitverbreiteten System von Apple mit Mac, iPhone und iCloud bedeuten würde: Jedes Unternehmen, das in irgendeiner Form eine Wirtschaftsbeziehung mit den USA unterhält, muss sich dem Patriot Act unterwerfen. Das bedeutet: Auch Unternehmen wie etwa die Deutsche Telekom, die jenseits des Atlantiks unter anderem die Mobilfunktochter T-Mobile USA ihr Eigen nennt, müssten den US-Behörden im Zweifelsfall Datenzugriff gewähren.

Wichtiger ist nach Meinung von Experten daher die Frage der wirtschaftlichen Stabilität eines Cloud-Anbieters. „Was passiert, wenn etwa das erste US-Unternehmen pleitegeht und die Daten dann verloren sind“, sagt Experton-Analyst Janata.

„Ein solcher Fall könnte den etablierten Unternehmen in die Hände spielen.“ Ähnlich argumentiert Wafa Moussavi-Amin vom Marktforschungsunternehmen IDC: „Wichtiges Auswahlkriterium für einen Cloud-Provider ist die finanzielle Stabilität, denn sie gewährleistet, dass das Unternehmen auch in zwei Jahren noch am Markt ist.“

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