Commotion Wireless Eine App gegen Zensur

Eine US-Initiative bastelt an einer App, die Menschen in Ländern mit Zensur helfen soll, die Netzschranken zu umgehen. Die US-Regierung fördert das Projekt.

Zensur im Netz
Muy interesante Quelle: Screenshot
Emma mit nackten Brüsten Quelle: Screenshot
Prüde Fotoregeln Quelle: Screenshot
Anstößiger StinkefingerDer Stinkefinger von Stefan Effenberg ist mittlerweile legendär, doch wenn ein Nutzer ein Bild von sich mit einem ausgestreckten Mittelfinger bei Google + hochlädt, protestiert die US-Suchmaschine. MG Siegler ist das so passiert. Sein Profilbild wurde von Google gelöschte, allerdings ohne eine Begründuhg. Darauf hin hat der Blogger das Foto erneut hochgeladen, auf seiner eigenen Webseite berichtet der Amerikaner von der Reaktion des US-Konzerns. In einer E-Mail habe ein Google-Mitarbeiter erklärt, dass es sich dabei um einen Inhalt mit "anstößigem Inhalt" handele. Nun ziert das Profil von MG Siegler das selbe Foto, das er jedoch mit einem Google+-Logo so verändert hat, dass der Mittelfinger nur noch zur Hälfte sichtbar ist. Quelle: Screenshot
Papiertüte über dem Kopf Quelle: Screenshot
Süßigkeiten statt Drogen Quelle: Screenshot
Me so holy Quelle: Screenshot

Freies Internet für alle - das ist keine Forderung der Piratenpartei, sondern der US-Initiative Commotion Wireless (drahtloser Aufruhr). Sie arbeitet an einer speziellen App für Dissidenten, mit der Zensurschranken im Internet umgangen werden sollen. Die App soll es sowohl für Smartphones als auch für Tablet-Computer geben und Menschen in autoritären Staaten die Möglichkeit geben, ihre Meinung im Netz frei zu äußern. Projektchef Sascha Meinrath von der US-Denkfabrik "New America Foundation" sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, er gehe davon aus, dass die Software schon Anfang kommenden Jahres fertig sein.

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Screenshot der Flipboard-App Quelle: Screenshot
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Die Applikation ist eine hervorragende Unterstützung für Musiker, die live auftreten. Akkordblätter werden mühelos verwaltet, Musikstücke eingespielt und per Bluetooth an die Bandmitglieder verschickt. Momentan gibt es diese App als gratis Download, wie lange ist allerdings ungewiss.
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Ziel der Initiative sei es, ein sichere Plattform zu schaffen, auf die Menschen zugreifen können, selbst wenn die jeweilige Regierung Teile des Internets zensiert. Bisher testet Radio Free Asia (RFA) die App. Der Sender sitzt zwar in den Staaten, strahlt sein Programm aber auch nach China aus. Senderchefin Libby Liu sagte, dass es dank Alternativnetzwerken wie Commotion möglich sei, an Quellen heranzukommen und diese auch zu schützen.

US-Regierung fördert Projekt

In Arbeit
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Die US-Regierung hat ähnliche Projekte in den vergangenen Jahren bereits mit rund 60 Millionen Euro mitfinanziert und will noch weitere 25 Millionen in Initiativen für mehr Meinungsfreiheit im Internet investieren. Auch Commotion Wireless soll von diesen Förderungen profitieren. Wie ein Sprecher des US-Außenministeriums sagte, setze man seit des Arabischen Frühlings auf solche Technologien, die die Abschaltung des Internets umgehen. Die Us-Regierung wolle allerdings keinen Einfluss darauf nehmen, wie und wo die App eingesetzt wird.

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