WiWo App Jetzt gratis testen!
Anzeigen

Datenschutz Hacker greifen Apple und weitere US-Konzerne an

Facebook und Apple sowie Dutzende anderer Internet-Firmen sollen Ziel einer kriminellen Hacker-Gang aus Osteuropa geworden sein. Auch wenn der Angriff für Nutzer und Unternehmen scheinbar glimpflich ausging: Die Attacke zeigt, wie groß die Gefahren im Netz sind.

Das Bild eines traurigen Macintosh-Logos im Empfangsbereich des New Yorker Apple Stores aus dem Jahr 2011 spricht Bände. Das Unternehmen wurde Opfer eines Hacker-Angriffs. Quelle: REUTERS

US-Unternehmen sind einer massiven Welle von Hacker-Angriffen ausgesetzt. Die Attacken kommen aus allen Richtungen: Mutmaßliche Kriminelle aus Osteuropa drangen auf Computer bei Facebook und Apple sowie Dutzender anderer Firmen vor, unbekannte Witzbolde kaperten die Twitter-Profile von Burger King und Jeep. Ein Schaden für Nutzer ist bisher nicht bekanntgeworden. Die Attacken fielen mit US-Vorwürfen gegen mutmaßliche Hacker aus China zusammen, die jedoch diesmal nicht beteiligt gewesen sein sollen.
Apple räumte am Dienstagabend ein, dass „eine geringe Anzahl“ von Computern von Mitarbeitern von Schadsoftware befallen gewesen sei. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass irgendwelche Daten das Unternehmen verlassen hätten. Auch Facebook hat nach bisherigen Angaben keine Anzeichen dafür, dass Nutzerdaten in Mitleidenschaft gezogen worden seien. Bei Twitter wurden vor einigen Wochen möglicherweise bis zu 250.000 verschlüsselte Nutzer-Passwörter gestohlen, allerdings war nicht eindeutig klar, ob die selben Angreifer dahintersteckten.

Trends im Datenschutz

Ermittler vermuteten die Urheber der Attacken in Osteuropa und hätten in zumindest einem Fall die Spur in die Ukraine zurückverfolgt, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Mindestens 40 Unternehmen seien betroffen. Ziel sei es wohl gewesen, Informationen wie Firmengeheimnisse zu sammeln, die später weiterverkauft werden können. Zudem kann man Wissen über Mitarbeiter für personalisierte Angriffe zum Beispiel per E-Mail einsetzen, und dadurch ins Firmen-Netzwerk gelangen.

Wie Unternehmen ihre IT-Systeme schützen können
Das Nationale Cyber-Abwehrzentrum im Gebäude des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik Quelle: REUTERS
Eine Viren-Warnung auf einem Computer-Bildschirm Quelle: dpa
Ein Mann ist via WLAN mit seinem Laptop im Internet Quelle: dpa
Kabel an einem Server Quelle: dpa
Ein E-Mail-Postfach Quelle: AP
Eine Frau vor einem Computer Quelle: REUTERS
Eine Hand hält einen USB-Stick Quelle: dpa

Die Attacke am Wasserloch
Für die Attacken wurde laut US-Medienberichten eine infizierte Website für Entwickler mobiler Programme benutzt. Demnach soll es eine Seite mit Namen „iphonedevsdk“ gewesen sein, Experten warnten davor, sie auch jetzt noch anzusteuern, weil sie weiterhin gefährlich sein könnte. Manche Sicherheitsexperten bezeichnen die Taktik als „Attacke am Wasserloch“ - weil die Opfer freiwillig aus verschiedenen Richtungen zu den Angreifern kommen.

Als Einfallstor diente eine zuvor nicht bekannte Schwachstelle in der Java-Software. Java ist weit verbreitet im Internet, gilt aber schon seit einiger Zeit als Sicherheitsrisiko. Apple stopfte die neue Sicherheitslücke mit einem Software-Update.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%