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Datensicherheit Lautlose Attacken aus dem Netz

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Angst vor Cyber-Attacken

Cloud Computingb kann die Gefahren erhöhen. Quelle: Daniel Stolle für WirtschaftsWoche

Vor der Einführung des elektronischen Briefs rief die Deutsche Post sogar zu einem internationalen Hackerwettbewerb auf und lockte mit Prämien von bis zu 5000 Euro pro entdeckter Schwachstelle.

Dass sich Unternehmen immer häufiger bewusst solchen Testattacken aussetzen, hat einen guten Grund: Ihre Angst vor Cyber-Attacken wächst – zu Recht. Ohne ausgefeilte Informationstechnologie ist heute kaum ein Unternehmen mehr arbeitsfähig.

Das macht effizienter – längst können sie ihren Zahlungsverkehr genauso elektronisch abwickeln wie ihre Kundendaten analysieren. Oder über soziale Netzwerke wie Facebook oder YouTube Kontakt zu Fans und Kunden pflegen.

Und müssen dafür, dank der Cloud-Technologie, nicht mal riesige eigene Rechnerkapazitäten vorhalten, sondern können diese an externe Dienstleister auslagern.

Das ist bequem und spart Geld. Macht aber, wie der mehrtägige Ausfall des E-Mail-Systems beim Blackberry-Anbieter RIM deutlich machte, der Millionen Kunden weltweit ins Daten-Nirwana schickte, auch anfälliger für peinliche Pannen. Oder böswillige Attacken, die die Existenz eines Unternehmens bedrohen können.

Nachfrage nach Versicherungsschutz steigt

Nach Angaben der Europäischen Polizeibehörde wird in Deutschland jeder Computer alle zwei Sekunden über das Internet angegriffen. Für Unternehmen alles andere als eine abstrakte Zahl: Laut des Bundeskriminalamts hat sich die Zahl der Wirtschaftsdelikte im Internet im vergangenen Jahr auf 31 000 Fälle fast verdreifacht.

Welche Unternehmen Opfer von Hackern wurden
Zwei Jungs spielen mit Adidas-Fußbällen. Quelle: dpa/dpaweb
Händler an der Nasdaq. Quelle: REUTERS
Eine Rakete im Werk von Mitsubishi Heavy Industries Quelle: AP
Sony-Computer in einem Geschäft in Peking. Quelle: REUTERS
Eva Padberg präsentiert ein Spiel von Nintendo. Quelle: obs
Eine rote Ampel neben einem Schild der Citigroup. Quelle: REUTERS
Ein Laptop mit einem Oberstaufen-Aufkleber und eine Google Schürze Quelle: dapd

46 Prozent aller kleinen und mittleren Unternehmen sind laut dem Softwarehersteller Panda Security im vergangenen Jahr von schädigenden Programmen befallen worden. Laut einer Allensbach-Umfrage haben zwei Drittel der deutschen Unternehmen bereits Firmengeheimnisse durch Cyberspionage verloren. 15 Prozent der Unternehmen sind sogar häufiger betroffen.

Kein Wunder, dass die Nachfrage nach Versicherungsschutz gegen Datenschäden steigt und in den USA schon zu den am stärksten wachsenden Segmenten dieser Branche zählt. Dutzende Anbieter haben dort mittlerweile Policen im Programm, die Unternehmen gegen Virusschäden schützen.

Nicht nur, wenn ein Unternehmen selbst Opfer eines Virusangriffs wird. Sondern auch, wenn dadurch die Abläufe anderer Unternehmen behindert werden, bis hin zur Betriebsunterbrechung. Selbst ein potenzieller Reputationsverlust infolge eines Hackerangriffs lässt sich so abdecken.

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