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Datenwolken iBeam.it soll Grenzen zwischen Plattformen niederreißen

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Beam me up!

Welche Wolke ist die richtige für mich?
DropboxDer US-Anbieter Dropbox ist bekannt für seine besonders elegante Cloud-Lösung: Unter Windows, Mac OS X (Bild) oder Linux wird nach der Installation der Software einfach ein Internet-Ordner im Dateisystem eingebunden, in dem jede Art von Datei ganz normal gespeichert werden kann. Die Online-Festplatte wird so auf die einfachste mögliche Art realisiert. Der Zugriff von mobilen Systemen wie iPhone, Blackberry oder Android funktioniert per App. Ebenfalls möglich ist der Zugriff via Webinterface, falls die Software an einem Rechner nicht installiert ist. Dateien lassen sich nicht nur mit anderen Nutzern des Dienstes teilen, sondern auch per Link, falls dies ausgewählt wird. 2 Gigabyte gibt es bei Dropbox gratis. Der Speicher wird zusätzlich mit jedem geworbenen Nutzer um 250 Megabyte größer – bis zu einer Höchstgrenze von bis zu 8 Gigabyte. Ansonsten kostet ein zusätzliches Gigabyte 19 Dollar pro Monat (etwa  16 Eurocent). Bei einem Jahres-Abo gibt es 50 Gigabyte für 100 Dollar im Jahr (etwa 80 Euro). Beim Up- und Download der Dateien gibt es keine Beschränkung. Bei der Nutzung eines US-Anbieters wie Dropbox muss der Nutzer beachten, dass das Unternehmen US-amerikanischem Recht unterliegt. Damit ist es  beispielsweise verpflichtet, mit US-Behörden im Rahmen des Patriot Act zusammenzuarbeiten. Die Daten werden verschlüsselt gespeichert – ein Test des Fraunhofer-Instituts für sichere Informationstechnologie bemängelte jedoch, dass die Daten nicht direkt beim Kunden verschlüsselt werden, sondern erst auf dem Online-Speicher. Dem Anbieter muss damit entweder vertraut werden – oder der Anwender verschlüsselt die Cloud-Daten selbst mit einem Programm wie TrueCrypt. Quelle: Screenshot
Strato Cloud Computing Quelle: Screenshot
Telekom-Cloud Quelle: dpa
Computer Bild Quelle: Screenshot
Livedrive Quelle: Screenshot
Skydrive Quelle: Screenshot
Google Drive Quelle: Screenshot

Wer auf die URL klickt, landet auf einer Landingpage mit dem Aufruf, dem jeweiligen Beam zu folgen. Dazu wählen User auf der folgenden Seite aus derzeit 14 unterschiedlichen Methoden, um die Inhalte des Beams zu beziehen, darunter Evernote, Box, per FTP, per E-Mail, per SkyDrive, Sugarsync oder Google Drive. Bevor sie den jeweiligen Bezugskanal durch einen Login beim entsprechenden Service autorisieren, müssen sie sich noch bei iBeam.it registrieren. Ist das erledigt, steht dem plattformübergreifenden Abruf der Dateien nichts mehr im Wege.

Der Grundgedanke von iBeam.it sagt mir sehr zu. Um beim Instagram-Beispiel von oben zu bleiben: Alle Instagram-Nutzer kennen einige Personen, die selbst nicht bei Instagram registriert sind, aber die Schnappschüsse gerne über einen anderen Kanal erhalten würden. Etwa Großeltern per E-Mail oder Kommilitonen per Dropbox. iBeam.it ermöglicht dies – sowohl für Instagram als auch für Inhalte bei Dropbox, Google Drive, Facebook und Flickr. Im persönlichen Mitgliederbereich können Nutzer ihre Beams verwalten und einsehen, wie viele Abonnenten diese jeweils besitzen.

Die wichtigsten IT-Trends

Woran es iBeam.it bisher mangelt, sind gute, verständliche Erklärungen zur Funktionsweise. Zwar gibt es eine FAQ, aber wer etwa die URL zu einem Beam von einem Freund erhält und daraufhin einen Dienst auswählt, zu dem er die Inhalte aus dem Beam geliefert bekommen möchte, der wird dann bei einigen Kanälen auf der nächsten Seite plötzlich zum Einloggen bei iBeam.it über Google, Facebook, Windows Live oder Dropbox aufgerufen – mit dem Hinweis, dass iBeam.it seine E-Mail-Adresse benötige. Doch soll iBeam.it tatsächlich auch für wenig geekige Nutzer attraktiv sein, dann müsste dies anders formuliert werden. Denn der Durchschnittsnutzer besitzt keine Kenntnis darüber, dass bei einer Authentifizierung über einen externen Anbieter die dort hinterlegte E-Mail-Adresse an iBeam.it übermittelt wird. Auch an einigen anderen Stellen wurde ich stutzig, weil mir die genaue Verfahrensweise nicht richtig klar war. Wenn es mir so geht, werden weniger technisch versierte User damit erst recht Probleme haben.

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