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Die Woche im Netz

Auf einen Lacher mit dem Papst

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Lustig, lustig, tralalalala


Nun könnte man dies einfach so stehen lassen und sich daran erfreuen, dass es da draußen Menschen mit Sinn für Humor gibt, die bereit sind, diesen mit der Weltöffentlichkeit zu teilen. Oder man könnte einmal der Frage nachgehen, warum es eigentlich gerade die lustigen Texte, Snippets, Fotos oder Videos sind, die im Internet erfolgreich sind. Gerade was das Nachrichtengeschehen angeht, gibt es dabei zahlreiche Beispiele. Auch die populärsten Tweets mit dem Begriff "Pferdefleisch" stammten aus der Kategorie "Humor".


Weitere Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit liefern die Social-Media-Charts 10000flies.de. Eigentlich immer in einer der Tages-Top-Tens vertreten sind dort Texte der Satireseite "Der Postillon".

Wirft man einen Blick auf die Bestenliste des vergangenen Monats, liegen die Texte "Menschenfleisch auf Pferden entdeckt" und "Lego startet neue Serie gescheiterte deutsche Großprojekte" in der Top-Five.

Was ich Ihnen mit diesen Ausführungen eigentlich sagen will? Wenn Sie mal wieder darüber nachdenken, wie Sie es schaffen, dass sich die Öffentlichkeit für Ihre Produkte/Inhalte/Thesen interessiert, dann verzichten Sie darauf, einen externen Social-Media-Berater zu engagieren, der ihnen dazu eine mehrseitige Studie mit allerlei Buzzwords und komplizierten Charts erstellt.

Wie man es ganz gut macht, haben mittlerweile einige Beispiele gezeigt. Eines der prägnantesten war sicherlich das Posting einer Kundin auf der Facebook-Pinnwand der Deutschen Bahn, in dem sie ihre Beziehung zu dem Unternehmen mit einer Liebesziehung verglich und diese für beendet erklärte.

Die Bahn nahm es mit Humor und teilte unter dem Post ihr Bedauern mit. Und auch andere Unternehmen, die in dem Beitrag von "Franzi" angesprochen wurden, Opel und Renault, reagierten.

Zum Vergrößern bitte klicken. Quelle: Screenshot

Der Schlüssel zum Erfolg liegt auch nicht im Humor, sondern darin, dass sie es schaffen müssen, Emotionen zu erzeugen.

Trotzdem ist Vorsicht geboten! Denn es muss nicht immer so heiter laufen. Denn Emotionen können auch negativ sein und einen so genannten Shitstorm erzeugen, aus dem dann sehr schwer wieder herauszukommen ist. Wie das funktioniert, hat gerade der Onlinehändler Amazon hier in Deutschland erlebt und dass sich dieser nicht unbedingt positiv aufs Image auswirken würde, war jetzt auch nicht sonderlich überraschend.

Es ist also ein schmaler Grad, auf dem Sie wandeln müssen, wenn es um den Verkauf von Produkten, Inhalten oder Thesen geht. Wenn Sie das hier nur gelesen haben, weil Sie in all der ernsten Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Finanzen ein wenig Abwechslung gesucht haben, dann hier noch einmal eine subjektive Auswahl von Seiten und Kanälen, bei denen der Spaß zum Programm gehört.

SPAM - das Satireportal von Spiegel Online. Bei Twitter.

Der Postillon - feinste Satire seit 1845. Bei Twitter.
Extradrei - Humor beim NDR. Bei Twitter.
Heuteshow - Humor im ZDF. Bei Facebook.

Wir freuen uns über Ihre Vorschläge!

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