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Drohnen aus Deutschland Googles fliegende Augen?

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Die Drohne md4-200 der Firma Microdones

Ab sofort sollen Drohnen auch die Lufthoheit bei der Waldbrandbekämpfung übernehmen. Vor wenigen Wochen stellten Unternehmen wie Drohnenhersteller Airrobot und Löschtechnikspezialist Airmatic zusammen mit einigen Forschungseinrichtungen einen martialischen High-Tech-Verband vor: ein Kettenlöschpanzer, ein Unimog, ein Luftschiff sowie zwei Drohnen.

Bricht ein Feuer aus, ortet die mit einem Rauchsensor ausgestattete Drohne die Lage des Brandgebiets. Die Daten schickt der Flugroboter an das Einsatzleitsystem im Unimog.

Immobilienfirma nutzt Drohnen

Die Rettungstechnik erobern die Drohnen gerade erst – für Marketingzwecke werden sie schon länger eingesetzt: Zu den Pionieren zählt die Iserlohner Immobilienfirma Immoconcepts. Der Makler nutzt fliegende Roboter, um seine Häuser spektakulär zu präsentieren: Seit zwei Jahren verblüfft Immoconcepts seine Kunden mit Videoaufnahmen aus der Luft.

Nicht selten passiert es, dass die Hauseigentümer beim Fotoshooting aus dem Himmel ihren Spieltrieb entdecken: Sie setzen die Videobrille auf, die die Bilder der hochfliegenden Kamera empfängt, und bekommen das Gefühl – ihr Anwesen aus der Vogelperspektive betrachtend –, selbst zu fliegen. „Konventionelle Fotos sind platt von vorn geschossen und zeigen nicht Umgebung, Nachbargrundstücke, den Wald in der Nähe des Gebäudes“, sagt Geschäftsführer Torsten Schmitz.

Die Begeisterung für die neue Technik können allerdings nicht alle teilen. Vor allem Nachbarn, die nicht wollen, dass jemand von oben ihren Hintergarten abfilmt: „Einige wollten die Polizei informieren“, erzählt ein Mitarbeiter des drohnenaffinen Immobilienmaklers. „Sie ließen sich dann aber von der friedlichen Flugmission überzeugen.“

Von einer zivilen Drohnenabwehr ist bislang zwar noch nichts bekannt. Doch klar ist dennoch: So leicht wie im Fall Immoconcepts wird der Widerstand gegen die fliegenden Roboter künftig nicht mehr zu brechen sein.

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