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DSL- und Kabelanschlüsse Breitband: Konkurrenz sitzt der Telekom im Nacken

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Ausführliche Testergebnisse

Ein Frau geht in Köln an einer Filiale des Kabelnetzbetreibers Unitymedia vorbei. Quelle: dpa

1.       Telekom

Die durchschnittliche Rufaufbauzeit der VoIP-Verbindungen liegt mit 2,15 Sekunden unter der des ISDN-Netzes, das die Statistiker zu Vergleichszwecken herangezogen haben (2,77 Sekunden). Mit durchschnittlich 4,11 Sekunden sinkt der Wert aber deutlich, wenn die Verbindung in ein Konkurrenz-Netz gehen soll.  In diesen Fällen steigt auch die Zahl der unerwünschten Gesprächsabbrüche leicht. Erstmals wurde auch die Übertragung der DTMF-Tonsignale getestet, wobei die Telekom sehr gut abschnitt. Ähnlich gut sahen die Daten im Bereich Datenraten, Ping-Zeiten und Geschwindigkeit der Rückmeldungen auf Internetaufrufe aus. Lediglich wenn FTP-Uploads parallel zu http-Downloads getätigt werden, wird die Verbindung langsamer. Der Datendurchsatz sinkt dann in fast allen Fällen auf unter 75 Prozent der Leistung.

2.       Unitymedia

Im Juli 2012 hat Unitymedia den Kabelnetzbetreiber Kabel BW gekauft. Angebote und Marketing sind bereits weitestgehend angeglichen. Während des Testzeitraums war die Fusion jedoch noch in vollem Gang, weshalb die Angebote getrennt bewertet wurden. Unitymedia bietet Telefon- und Internetzugänge über das Kabelnetz in Nordrhein-Westfalen und Hessen an. Sehr gute Werte werden bei den Next-Generation-Network-Anschlüssen erreicht. Diese kombinieren schnellen Datenverkehr mir IP-Telefonie (zum Beispiel Voice over IP). Auch bei den http-Downloads schneidet Unitymedia sehr gut ab. Wird zu viel gesurft und gleichzeitig telefoniert, bricht jedoch auch hier die Geschwindigkeit spürbar ein. Dennoch liegen die Sprachverständlichkeit und die Signallaufzeiten auf einem hohen Niveau.

Überwiegend zuverlässig lieferten die getesteten Anschlüsse im Testzeitraum Daten-Downloads, wobei parallele Uploads die Download-Geschwindigkeit beeinträchtigten. Bei Uploads gab es kaum Ausfälle. Auch die Reaktionszeiten auf DNS-Abfragen und Seitenabfragen im Netz waren vorbildlich. Leichte Schwierigkeiten gab es bei DTMF-Übertragungen. Wer zum Beispiel einen Anrufbeantworter oder Voicemail-Systeme mit diesen Tonsignalen über einen Anschluss von Unitymedia bedient, sollte auf große Datendownloads verzichten.

3.       Vodafone

Deutlich stabiler als im Vorjahr lief das Netz des Unternehmens Vodafone. Insgesamt konnte das DSL-Netz der Düsseldorfer überzeugen. In den Voice-Tests lieferte Vodafone mit einer durchschnittlichen Rufaufbauzeit von 2,87 Sekunden respektable Leistungen. Auch die Sprachlaufzeiten und die Anzahl unerwünschter Gesprächsabbrüche waren mehr als akzeptabel. Ebenso gut schnitten die DTMF-Signalübertragungen ab.

Auch in Sachen Datenverkehr sind die Kunden bei Vodafone gut bedient. Hohe Datenraten und geringere Fehlerraten führen zu guten Ergebnissen. Lediglich die durchschnittliche Ping-Zeit könnte mit 22 Millisekunden besser sein. Bei der Telekom liegt sie bei 7,5 Millisekunden. Wer zu viel parallel Daten ins Netz oder herunterlädt, wird auch bei Vodafone mit einer Verlangsamung leben müssen.

Auffällig: In den Abendstunden steigen die Antwortzeiten für die Webzugriffe signifikant. Das spricht dafür, dass zu viele Personen gleichzeitig surfen und so das Netz an seine Lastgrenzen bringen.

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