„EM 2016“ und „Pokémon Go“ Suchbegriffe des Jahres bei Google

Was hat die Google-Nutzer in Deutschland in diesem Jahr bewegt? Ein Blick auf die Suchbegriffe mit den größten Zuwächsen zeigt: Fußball liegt ganz vorne. Aber auch der Brexit und die US-Wahlen interessieren.

Zehn Tipps zum besseren Googeln
Die Verwendung von Anführungszeichen: Durch das Einklammern der Suchbegriffe mit Anführungszeichen sucht Google ausschließlich nach den Begriffen, exakt so wie sie in der Klammer stehen. Suchen Sie beispielsweise nach "Hans Sinn" werden Seiten, die sich auf den Ökonom Hans Werner Sinn beziehen, nicht berücksichtigt. Quelle: dapd
Begriffe ausschließen oder einfügen: Durch die Verwendung des Plus- oder Minuszeichens können Sie die Suchanfrage eingrenzen, indem Sie Google zum Einschließen oder Auslassen bestimmter Begriffe zwingen. Sie können auch mehrere Begriffe gleichzeitig bei der Suche ausgrenzen oder einfügen. Die Suche nach Berlin -Hotels zeigt beispielsweise ausschließlich Suchanfrage zur Hauptstadt, die sich nicht auf Hotels beziehen. Quelle: dpa
Die Verwendung von Sternchen: Wenn Sie nach einem bestimmten Zitat suchen, dieses jedoch nicht komplett kennen, können Sie die Sternchen ihrer Tastatur als Platzhalter für den nicht bekannten Teil des Textes verwenden. Angenommen Sie suchen nach dem Gedicht "Die Glocke" von Friedrich Schiller und kennen lediglich eine Zeile. Schreiben Sie: Fest gemauert in der Erden*, geben Sie Google zu erkennen, dass der Text hinter dem Sternchen weitergeht. Ein Sternchen vor dem Text steht dementsprechend für einen fehlenden Bereich vor dem Anfang der bekannten Passage. Quelle: REUTERS
Die Suche nach Dateiformaten: Suchen Sie bei Google nach Informationen in bestimmen Dateiformaten, schreiben Sie in das Suchfenster lediglich filetype: und das entsprechende Format und schon schlägt Ihnen die Suchmaschine lediglich Ergebnisse in dieser Form vor. Geben Sie beispielsweise: Daimler Jahresbericht filetype:pdf ein, erhalten sie den Jahresbericht des Automobilkonzerns im pdf-Format. Quelle: REUTERS
Den Browser aufräumen: Google verdient Geld, durch den Verkauf von Anzeigen, die auch im Suchfenster auftauchen. Damit ihre Suchanfrage aufgrund des Besuchs anderer Websites nicht verfälscht wird, sollten Sie ihren Browser aufräumen und die Cookies löschen. Diese kleinen Dienstprogramme merken sich, auf welchen Seiten Sie unterwegs waren und geben das an die Suchmaschine weiter. Die Suchmaschine ordnet dann Ergebnisse, die ihren Interessen entsprechen weiter nach oben. In den meisten Browsern löschen Sie ihre Cookies durch einen einfachen Klick in den Browsereinstellungen. Quelle: dpa
Die Suche nach Tabellen: Mittels Googles neuer Funktion Tables können Sie einfach nach Tabellen und Statistiken suchen. Wollen Sie beispielsweise den weltweiten Wirtschaftswachstum wissen, geben Sie bei Tables lediglich Worldwide Growth ein, und schon erhalten Sie zahlreiche Tabellen zum weltweiten Wachstum. Quelle: dpa
Die erweiterte Suche: Über Googles erweitere Suche können Sie ihre Anfrage nach zahlreichen Parametern definieren. So können Sie angeben, dass die Ergebnisse nur von bestimmten Seiten stammen dürfen, wo der Suchbegriff auf der Website erscheinen darf oder aus welchen Land die Ergebnisse kommen dürfen. Quelle: dapd

Das Schlagwort „EM 2016“ ist bei den Goolge-Nutzern in Deutschland der Suchbegriff des Jahres gewesen. Die Anfragen zu dem Fußball-Turnier in Frankreich legten in diesem Jahr am meisten zu, wie Google am Mittwoch mitteilte. Auf den Plätzen zwei bis fünf folgen die Begriffe „Pokémon Go“, „iPhone 7“, „Brexit“ und „Olympia“. „Die Suchbegriffe des Jahres geben uns eine einmalige Perspektive auf all die Momente, die im vergangenen Jahr die Menschen bewegt haben - in Deutschland und weltweit“, erklärte Google-Sprecher Ralf Bremer. Im globalen Ranking schaffte es das Smartphone-Spiel „Pokémon Go“ auf den Spitzenplatz vor dem in diesem Jahr erschienenen Apple-Smartphone iPhone 7 und dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump.

Konkrete Zahlen dazu, wie häufig die einzelnen Begriffe aufgerufen wurden oder - was bei dieser Auswertung besonders relevant ist - welchen Anstieg sie verzeichneten, veröffentlichte der US-Konzern nicht. Bei den politischen Begriffen ist „Brexit“ in Deutschland das Suchwort mit dem stärksten Zuwachs, gefolgt von „Donald Trump“, „US-Wahl“, „AfD“ und den Anschlagszielen Brüssel und Nizza.

In der Kategorie „Promis national“ steht Rennfahrer Nico Rosberg an der Spitze. Dahinter können Popsängerin Sarah Lombardi und Doku-Soap-Darstellerin Helena Fürst punkten. Bei den „Promis international“ können Donald Trump, seine Frau Melania Trump und Schauspieler Terence Hill den größten Zuwachs im Suchinteresse der Google-Nutzer in Deutschland verbuchen.

Da in diesem Jahr viele Stars gestorben sind, hat Google auch deren Namen separat ausgewertet: Am höchsten ist der Zuwachs demnach bei dem im Oktober verstorbenen Doku-Soap-Darsteller und Tierheilpraktiker Tamme Hanken, gefolgt von den Sängern David Bowie, Roger Cicero und Prince sowie Schauspieler Bud Spencer - wie gesagt, es geht nicht um die absoluten Zahlen sondern um den Anstieg der Aufrufe. „In Deutschland waren die Suchanfragen wie das Jahr - geprägt von großer Politik, großem Sport und großer Anteilnahme und Abschieden von Persönlichkeiten vor allem aus dem Bereich Musik“, sagte Bremer.

Dass der Tod der Pop-Ikone Prince die Google-Nutzer in Deutschland interessiert, zeigt auch die Auswertung der Fragen, die diese im Suchfeld eintippen. Unter den „Warum“-Fragen hat „Warum ist Prince gestorben?“ den größten Anstieg. Bei den „Was“- Fragen ist es die Formulierung: „Was hat Böhmermann gegen Erdogan gesagt?“, bei den „Wie-Fragen“ punktet „Wie funktioniert Pokémon Go?“ Suchbegriff des Jahres 2015 in Deutschland war „Sonnenfinsternis“ gefolgt von „Pegida“ und „Flugzeugabsturz“.

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