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Europa Apple darf Mac Pro nicht mehr ausliefern

Grund für die Sperre ist eine Sicherheitsnorm der IEC (International Electrotechnical Commission), die am 1. März in Kraft tritt und mit der diese Apple-Rechner nicht kompatibel sind. Ein Schlappe für das Unternehmen.

Mac Book Pro Quelle: Apple

Diese Regelung verlangt, so "Chip Online", besondere Schutzmechanismen, wie etwa Lüftungsgitter und Stromversorgung, um Stromschläge oder andere Verletzungen der Anwender zu vermeiden. Die großen Lüfter im Mac Pro sind von außen durch ein recht grobmaschiges Gitter geschützt, schreibt das IT-Portal "Golem". Von der Innenseite sind sie aber nicht abgedeckt. In seiner jetzigen Version enthält der Mac Pro diese Sicherheitsmechanismen nicht. Deshalb wird der Rechner aus den Regalen genommen.

Rückschläge für Apple

Laut einem Brief an die Vertriebspartner, aus dem das Magazin "Macworld" zitiert, können die Wiederverkäufer bestehendes Inventar noch verkaufen. Bestellungen werden noch bis zum 18. Februar angenommen, danach wird nur noch verkauft, was bereits bei den Händlern vorrätig ist.

Doch nicht nur Deutschland ist von diesem Verkaufsstopp betroffen: Es betrifft alle EU-Staaten wie auch die Beitrittskandidaten und die Staaten der Europäische Freihandelsassoziation, Liechtenstein, Island, Norwegen und die Schweiz. Außerhalb der EU kann das Produkt weiter vertrieben werden. Wann eine neue Version des Rechners auf den Markt kommt, die auch europäischen Standards wieder entspricht, ist bisher nicht absehbar. Zumindest hat sich Apple dazu noch nicht geäußert. Erfahrungsgemäß müsste ein Update aber noch im Laufe des Jahres 2013 kommen.

Die zehn Erfolgsgeheimnisse des IT-Konzerns
Wie macht Apple das nur? Aktuell ist Apple das wertvollste Unternehmen der Welt. Der Börsenwert liegt bei mehr als 580 Milliarden Dollar. Und Apple  hat Barreserven in Höhe von  216 Milliarden  Dollar. Zehn Gründe warum das Unternehmen so viel besser ist als jeder Konkurrent. Quelle: REUTERS
1. Der NetzwerkeffektDie IT-Welt funktioniert nach anderen Regeln als der Rest der Wirtschaft. Eine besondere Rolle spielt der sogenannte Netzwerkeffekt. Beispiel Microsoft: In der Ära des PCs hatte der Konzern ein Quasi-Monopol im Bereich der Desktop-Betriebssysteme und der Office-Software. Der Grund: Sobald MS-DOS und später Windows gegenüber damals konkurrierenden Systemen wie CP/M nur einen hauchdünnen Vorsprung hatte, entwickelten Softwareentwickler vornehmlich für das Microsoft-System, um möglichst viele potenzielle Kunden zu erreichen. Andererseits wurde die Microsoft-Plattform mit der verfügbaren Software auch für die Kunden immer attraktiver. Die große Verbreitung von Office in der PC-Ära machte auch diese Software zum Quasi-Standard: Wer die Dokumente von Freunden, Kollegen und Geschäftspartnern lesen und bearbeiten wollte, musste zur Microsoft-Software greifen. Quelle: dpa
1. Der NetzwerkeffektIm mobilen Markt hat Apple die Nase vorn. Zwar werden in absoluten Zahlen im Smartphone-Markt mehr Geräte mit Android-System verkauft – doch Android-Nutzer zeigen im Schnitt deutlich weniger Bereitschaft, Geld für Apps auszugeben. Quelle: AP
2. Zulieferer in vielen LändernApples Zulieferer beschäftigen mehr als 1,6 Millionen Menschen in 20 Ländern. Apple steht wegen der Arbeitsbedingungen seiner Zulieferer in der Kritik. Das taiwanesische Unternehmen Foxconn, das vornehmlich in China produzieren lässt, wurde zum Symbol für Ausbeutung und schlechte Arbeitsbedingungen. Jetzt ist es Apple durch Kontrollen bei Zulieferern gelungen, Verstöße gegen Arbeitszeit-Beschränkungen zu reduzieren. Die Obergrenze von 60 Arbeitsstunden pro Woche sei im vergangenen Jahr zu 97 Prozent eingehalten worden, erklärte der Konzern in seinem jährlichen Bericht zur Lage bei den Zulieferern. Ein Jahr zuvor wurde noch ein Wert von 92 Prozent angegeben. Die durchschnittliche Arbeitszeit für fest angestellte Mitarbeiter bei Zulieferern lag jetzt bei 55 Stunden pro Woche. Quelle: dpa
3. MargeDie Marge pro verkauftem Gerät ist traditionell besonders hoch bei Softwareherstellern: Nachdem ein Software-Produkt entwickelt ist, sind die Kosten pro verkauftem Medium sehr gering, der Verkaufspreis hoch. Apple verkauft zwar auch Software, verdient sein Geld aber hauptsächlich mit dem Verkauf von Hardware. Der Konzern erreicht allerdings auch bei der Hardware Margen, von denen die Konkurrenz nur träumen kann. Offizielle Zahlen gibt es nicht, doch Analysten schätzen die Marge pro verkauftem Gerät zwischen 30 und 40 Prozent. Besonders groß ist die Marge beim iPhone – und davon hat Apple wiederum besonders viele Geräte verkauft: im Jahr 2015 mehr als 231 Millionen Stück. Quelle: REUTERS
4. Konzentration auf das WesentlicheAuch bei den Produktkategorien herrscht Übersichtlichkeit. Das aktuelle iPhone SE gibt es jeweils mit unterschiedlicher Speicherausstattung – auf verwirrende Produktbezeichnungen mit langen Zahlenreihen und verschiedenen Ausstattungen verzichtet der Konzern komplett. Mit der Konzentration auf das Wesentliche hat Apple auch beim Produktdesign Trends gesetzt: Überflüssiges wird weggelassen. Das macht die Produkte elegant und benutzerfreundlich. Damit liegt Apple ganz auf der Linie des heimlichen Vorbilds, dem deutschen Braun-Designer Dieter Rams. Quelle: dpa
Apple-Museum Quelle: dpa

Verlässliche Zahlen, was der Auslieferungsstopp konkret für Apple bedeutet, gibt es nicht: Die Auswirkungen werden aber nicht unerheblich sein. An der Börse ist die Aktie des amerikanischen Konzerns derzeit rund 337 Euro wert. Das ist genauso viel wie die fünf wertvollsten deutschen Unternehmen im Dax zusammen: Bayer, Siemens, BASF, SAP und Volkswagen, wie der Markencheck, der am Montag in der ARD ausgestrahlt wurde, anschaulich machte.

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Im letzten Quartal 2012 setzte Apple insgesamt 54,5 Milliarden Dollar um, ein Zuwachs von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Profit betrug 13,1 Milliarden Dollar, auf dem gleichen Niveau wie im Vergleichsquartal. Die Zahlen zeigen deutlich: Apple hat trotz Rekordumsatz an Profitabilität verloren. Ein Grund dafür ist, dass das Unternehmen fast seine gesamte Produktlinie überholt hat, was mit entsprechenden Mehrausgaben verbunden war.

Umso ärgerlicher, dass eines der Produkte ab März in Europa keinen Absatz mehr machen wird.

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