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Facebook, Twitter und Co. Deutsche sind Social-Media-Muffel

Auf Selfies posten haben die Deutschen keine Lust. Nur jeder Zweite ist in einem sozialen Netzwerk unterwegs. Damit belegen die Deutschen zusammen mit den Pakistani den letzten Platz im internationalen Vergleich.

In diesen Bundesländern sind Facebook und Co. besonders beliebt
Hamburg Quelle: dpa
Schloss in Stuttgart Quelle: dpa
Mainz Quelle: dpa
Neues Rathaus in Hannover Quelle: dpa
Brandenburger Tor in Berlin Quelle: dpa
Saarschleife Quelle: dpa/dpaweb
München Quelle: dpa

Facebook? Twitter? Vielleicht sogar Snapchat oder Instagram? Nein, danke. Gleichwohl man den meisten Deutschen eine gesunde Internetaffinität bescheinigen kann, sind sie, was Soziale Medien angeht, Schlusslicht im internationalen Vergleich. Das amerikanische Pew Research Center hat 40 Länder verglichen und untersucht, wie hoch der Anteil jener ist, die einen Internetzugang oder ein Smartphone haben und einen Zugang zu einem Sozialen Netzwerk haben.

Die Deutschen haben dabei zusammen mit Pakistan den letzten Platz belegt. Gerade einmal 50 Prozent der Internet-User haben hierzulande einen Zugang zu Facebook, Twitter oder dergleichen. Die vorderen Plätze belegten Staaten wie Jordanien, Indonesien und die Philippinen. In Jordanien sind gut 90 Prozent der Internet-User in sozialen Medien unterwegs.

Auffallend ist, dass selbst Staaten wie Israel, Kanada, Großbritannien und USA gerade einmal Mittelplätze. So manch armer afrikanischer Staat hat hingegen eine Social-Media-Quote von gut 80 Prozent. Die Anzahl derer, die in diesen Ländern ein Smartphone oder einen Internetzugang haben ist immer noch sehr gering. Aber wer hier im Internet surfen kann, tut dieses auch in Sozialen Netzwerken.

Anteil der Internet-User, die Soziale Medien nutzen

Global betrachtet lässt sich festhalten, dass die Verbreitung von Internetzugängen eine Indikator dafür ist, wie weit das jeweilige Land entwickelt ist. Daher sieht es bei den Internetzugängen und den Smartphones für die Deutschen auch schon besser aus. Die vorderen Plätze teilen sich hier klassischer Weise die entwickelten Volkswirtschaften. So besitzen 60 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland ein Smartphone und insgesamt 85 Prozent haben einen Zugang zum Internet. Damit belegen die Deutschen den zehnten Platz bei der Smartphone-Quote und den achten, was Internetverbreitung angeht.

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Das ist schon ganz gut, aber was Internetverbreitung angeht immer noch hinter Ländern, wie Australien (93 Prozent), den USA (89 Prozent) oder Spanien (87 Prozent). In beiden Ranking hat hier Süd Korea am besten abgeschnitten. Es gibt in dem asiatischen Land quasi keinen Erwachsenen, der nicht ins Internet geht. 94 Prozent aller Südkoreaner haben einen Zugang und 88 Prozent benutzen ein Smartphone.

Dass die Deutschen trotz verhältnismäßig guter Internetanbindung vergleichsweise wenig im sozialen Netz unterwegs ist, liegt eher an der älteren Bevölkerung. Denn bei den 18- bis 34-Jährigen nutzen bis zu 81 Prozent die Möglichkeit sich im World Wide Web zu vernetzen. Das sind recht gute Werte. Bei den über 35-Jährigen fällt dieser Wert aber auf 39 Prozent. Nur bei den Älteren herrscht allgemeine Verweigerungshaltung: In keinem anderen Land lassen so viele ältere Internet-Nutzer die Finger von sozialen Netzwerken, wie in Deutschland.

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