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Firmencampus eines Smartphone-Giganten Das kleine Europa des Huawei-Chefs

Huawei-Gründer Ren Zhengfei ist ein Fan europäischer Architektur. Seinen Mitarbeitern hat er deshalb den außergewöhnlichsten Firmencampus Chinas spendiert. Auch eine Kopie des Heidelberger Schlosses darf nicht fehlen.

Den Firmensitz eines globalen Technologie-Konzerns stellt man sich ganz anders vor: Statt auf viel Glas und Beton zu setzen, geht der chinesische Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller Huawei einen ganz anderen Weg: Firmengründer Ren Zhengfei, nach eigenen Angaben ein großer Architektur-Fan, hat sich und seinen Mitarbeitern kurzerhand ein kleines Europa gezimmert. Das große Exklusiv-Interview mit Huawei-Chef Ren Zhengfei lesen Sie hier. Quelle: PR
Der neue Forschungs-Campus befindet sich rund 50 Kilometer entfernt vom Huawei-Hauptsitz in der südchinesischen Stadt Shenzhen. In nur vier Jahren wurde er errichtet. Quelle: PR
Autos gibt es auf dem über 300 Hektar großen Gelände nicht. Stattdessen dreht eine rote Schweizer-Bahn ihre Runden um den Campus. Mit ihr erreichen die Mitarbeiter zwölf Zonen, die allesamt europäischen Städten und Regionen nachempfunden sind. Quelle: Jörn Petring für WirtschaftsWoche
Dazu gehören Verona, Cesky Krumlov in Tschechien, das schweizerische Fribourg, Heidelberg, Burgund, Bologna, Windermere, Luxemburg, Brügge, Oxford, Granada und Paris. Quelle: PR
Für umgerechnet 1,3 Milliarden Euro hat Ren 108 Gebäude in europäischem Stil errichten lassen. Dabei handelt es sich in vielen Fällen um Kopien berühmter Vorbilder. Quelle: Jörn Petring für WirtschaftsWoche
Das eigentliche Heidelberger Schloss ist eine Ruine. Auf dem Campus von Huawei erstrahlt es in neuem Glanz. Die Gebäude ähneln allerdings nur von außen ihren europäischen Vorbildern. Im Inneren befinden sich Hightech-Labore und Büros. Quelle: Jörn Petring für WirtschaftsWoche
Beim Spaziergang über den Campus finden sich Besucher plötzlich in der Altstädten von Fribourg oder Heidelberg wieder. Oder sie können den Glockenturm in Brügge, Alhambra in Granada und die Cite Internationale Universitaire von Paris bestaunen.
Huawei hofft, den rund 17000 Mitarbeitern, die derzeit auf dem Campus arbeiten, ein besonders angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen. Auch ein großer Teich mit Enten, ein Fluss und riesige Parkanlagen dürfen da nicht fehlen. Quelle: Jörn Petring für WirtschaftsWoche
Wenn der auf den Namen „Ox Horn“ getaufte Campus seine volle Kapazität erreicht, sollen hier 25000 Menschen arbeiten. Derzeit beschäftig Huawei in Shenzhen mehr als 40000 Mitarbeiter. Weltweit waren es zuletzt 180000. Quelle: Jörn Petring für WirtschaftsWoche
Während es auf dem Forschungs-Campus harmonisch zugeht, steht Huawei international unter Druck. Die USA werfen dem chinesischen Unternehmen vor, über seine Telekom-Produkte spionieren oder Netzwerke sabotieren zu können. Beweise dafür fehlen jedoch. Quelle: Jörn Petring für WirtschaftsWoche
Im Kern geht es um den Aufbau der neuen 5G-Netzwerke für besonders schnelles mobiles Internet. Die USA fordern von ihren Alliierten, hierbei auf Huawei-Technik zu verzichten. Quelle: Jörn Petring für WirtschaftsWoche
Die EU und Deutschland haben sich dennoch grundsätzlich offen für den Einsatz chinesischer Technologie beim Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes gezeigt. Großen Schaden hat Huawei durch die internationale Debatte bislang nicht genommen. Quelle: Jörn Petring für WirtschaftsWoche
Im Gegenteil. Gewinn und Umsatz sind zuletzt kräftig gestiegen, was aber vor allem an starken Zuwächsen auf dem Heimatmarkt China liegt. Huawei-Chef Ren selbst sagt, dass er Politikern in den USA dankbar ist. Die Angriffe aus Washington haben den Bekanntheitsgrad der chinesischen Firma enorm gesteigert. Quelle: AP
Huawei verkaufte weltweit zuletzt sogar mehr Smartphones als Apple. Als nächstes wollen die Chinesen Samsung vom Spitzenplatz verdrängen. Sollte das nicht klappen, bleibt ja immer noch der neue Europa-Campus. Bislang müssen neugierige Besucher jedoch draußen bleiben. Nur Mitarbeiter und Huawei-Gäste werden auf das Gelände gelassen. Das große Exklusiv-Interview mit Huawei-Chef Ren Zhengfei lesen Sie hier. Quelle: REUTERS
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