Flacher, größer, schärfer Worauf Sie beim Fernseherkauf achten müssen

Bei der IFA werden auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Fernseher vorgestellt, deren Funktionen Rekorde brechen. Ein Wegweiser durch den TV-Dschungel.

Worauf Sie beim Fernseher-Kauf achten müssen Quelle: Getty Images

Frei nach dem Motto „Welches Schweinderl hätten sie denn gern?“ fällt die Wahl auf dem TV-Markt aktuell schwer. Egal ob Displaytechnik, Auflösung, Funktionsspektrum und 3D-Fähigkeiten: Manches brauchen Sie, auf manches können Sie getrost verzichten.

Aktuell dominieren Fernseher mit LED-Technologie den Markt. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung von LCD. Dort werden alle Bildpunkte in die drei Farben Rot, Grün und Blau aufgeteilt, die zusammengemischt die gewünschte Farbe ergeben. LED-Fernseher nutzen diese Technologie und ergänzen sie um eine Hintergrundbeleuchtung, die entweder im Rahmen des Geräts (Edge-LED) oder direkt hinter dem Display (Direct-/Full-LED) eingelassen ist. Letztere Technologie liefert eine bessere und gleichmäßigere Bildqualität, erhöht dafür aber die Bautiefe des Fernsehers.

Klassische LCD-Fernseher sind ebenfalls noch verfügbar, hier wird das Display mit Leuchtstoffröhren illuminiert. Auch hier ist die Tiefe des Geräts ein Nachteil.

Das sind die Neuheiten der IFA
Huawei Ascend Mate 7
Kobo Aura H2O Quelle: PR
Medion Life Fitnessband
Smartwatch 3 und Smartband Talk
Panasonic C700
Panasonic Technics R1
Sony Xperia E3Zusätzlich zu seinen Hochleistungshandys liefert Sony in Kürze das Xperia E3, ein LTE-fähiges Smartphone mit kleinem Funktionsumfang. Das Gerät mit 4,5-Zoll-Display wurde mit einem 1,2-Gigahertz-Prozessor, einem Gigabyte Arbeitsspeicher, Fünf-Megapixel-Kamera sowie gerade einmal zwei Gigabyte internem Speicher ergänzt. Dieser lässt sich bei Bedarf allerdings mit Hilfe von Speicherkarten erweitern. Zudem sind NFC, LTE, Bluetooth und Wlan mit an Bord. Ein deutlicher Pluspunkt des E3 ist der geringe Preis. Preis: 179 Euro Quelle: PR
Sony Xperia Z3 Quelle: PR
Galaxy Gear VR
Galaxy Note Edge Quelle: PR
Samsung Galaxy Note 4 Quelle: PR
Asus ZenWatch Quelle: PR
Asus EeeBook X205 Quelle: PR
Acer H6520BDBeam me up, Scotty: Der neue Full HD-Digitalprojektor H6520BD ist in der Lage, 3D-Filme wiederzugeben. Unterstützt werden dank HDMI 1.4a alle gängigen 3D-Blu-ray-Player. Ein optionaler Adapter macht es möglich, HD-Inhalte kabellos auf den Projektor zu übertragen. Ein weiterer Vorteil ist die kurze Startzeit des Geräts: Er ist 15 Sekunden nach Anschalten bereits betriebsbereit. 3500 ANSI Lumen erlauben die Benutzung bei Tageslicht. Preis: etwa 700 Euro Quelle: PR
Trekstor SurfTab Wintron 10.1Trekstor steigt in die Welt der Windows-Tablets ein: Das SurfTab Wintron 10.1 basiert im Gegensatz zu den anderen Tablets des Herstellers auf Windows 8.1 als Betriebssystem. Die technischen Werte liegen im Mittelmaß: Intel Atom Quad-Core-Prozessor mit bis zu 1,8 Gigahertz Taktrate, Multitouch-Display sowie eine integrierte Intel HD-Grafik reichen für den Unterwegseinsatz aus. Preis: noch nicht bekannt Quelle: PR
Philips Hue TapPhilips macht mit dem Hue Tap die Lichtsteuerung drahtlos: Dieser Lichtschalter lässt sich überall in der Wohnung anbringen, mit vier Schaltern können verschiedene Beleuchtungsvariationen angesteuert werden. Der besondere Clou: Der Schalter benötigt weder Batterien noch Stromkabel, Energie wird mittels Druck auf den Schalter erzeugt. Der Hue Tap setzt Philips‘ Lampensystem Hue sowie das Steuerungselement Hue Bridge voraus. Preis: 60 Euro Quelle: PR
Harman Kardon Esquire MiniHarman Kardon stellt mit dem Esquire Mini eine kompakte Version seines Esquire-Lautsprechers vor. Das Gerät wiegt gerade einmal 250 Gramm und liefert trotz seiner geringen Größe eine Musikleistung von zwei mal vier Watt. Neben dem Aluminiumlook bietet Harman Kardon das Gerät auch in echtem Leder sowie in Keramikumhüllung an. Preis: 149 Euro Quelle: PR
LG Curved Ultra HD TV 105UC9LG legt die Latte bei extragroßen Fernsehern besonders hoch: Der LG Curved Ultra HD TV 105UC9 verfügt über eine Bildschirmdiagonale von 105 Zoll bei einer Auflösung von 5120x2160 Pixeln und ist damit sogar höher als aktuelle 4K-Fernseher (3840x2160 Pixel). Das Display ist gekrümmt, dies soll Spiegelungen vermindern und den Betrachtungswinkel verbessern. Der Nachteil: In den meisten Fällen wird man von der monströsen Auflösung nichts haben, da Filme und Fernsehprogramm maximal in 1080 Pixeln verfügbar sind. Zudem ist der Spaß nicht billig: 117.000 Dollar soll das Gerät kosten. Quelle: PR
Acer Liquid LeapAcer stellt auf der IFA sein erstes Wearable vor. Das Liquid Leap-Armband kombiniert Schritt- und Kalorienzähler mit der Option, über das Display eingehende Anrufe und SMS anzuzeigen. Das Armband unterstützt Android- und iOS-Geräte und ist in den Farben Pink, Grün, Orange, Schwarz und Weiß verfügbar. Preis: 99 Euro
Russell Hobbs Soup & BlendWem der Thermomix zu teuer ist, für den könnte der Soup&Blend von Russell Hobbs etwas sein. Das Gerät ist ein Standmixer mit Kochfunktion und lässt sich nicht nur als Suppenbereiter nutzen. Neben Kochen und Dünsten versteht sich das Gerät auch in der Zubereitung von Desserts, Smoothies sowie im manuellen Mixen. Preis: 119,99 Euro

Eine weitere Option ist ein Fernseher mit Plasmatechnik. Bei diesen wird das Bild mit Hilfe von Gas erzeugt. Das Leuchtmittel im Gerät wird mit Plasmaentladungen zum Leuchten gebracht. Plasmafernseher bieten extrem gute Kontrastwerte.

Während LCD und LED einen geringen Stromverbrauch aufweisen, haben Plasmafernseher in Sachen Bildqualität derzeit die Nase vorn. Die Unterschiede werden aber mit jeder Generation geringer, viele LED-Fernseher können mittlerweile mit Plasmageräten mithalten. Um langfristig nicht nur Spaß am Gerät, sondern auch eine geringe Stromrechnung zu haben, sollten Dauernutzer deshalb auf LCD oder LED setzen.

Eine Frage der Größe

Bevor Sie sich ein Gerät kaufen, sollten Sie klären, für welchen Raum und für welchen Einsatz er taugen soll. Grundsätzlich sollten Sie sich für ein Gerät mit Full-HD-Auflösung, also mindestens 1920 mal 1080 Pixel, entscheiden. Welche Bildschirmdiagonale ist aber die richtige?

Auf der IFA werden Geräte mit bis zu 105 Zoll Bildschirmdiagonale, also rund 2,7 Metern, gezeigt. Für den normalen Haushalt darf es getrost etwas weniger sein. Die aktuell meistverkaufte Bildschirmdiagonale ist 46 Zoll. Sie eignet sich für einen Abstand zwischen zwei und drei Metern zwischen Couch und Gerät am besten. Wer ein größeres Wohnzimmer hat, kann auch einen größeren Fernseher wählen.

Ein Schlüsselwort der diesjährigen IFA wird Ultra High Definition, kurz UHD, sein. Dabei handelt es sich um die vierfache HD-Auflösung. Das mag beeindruckend klingen, sollte aber noch kein Kaufkriterium sein. Bisher sind diese Geräte noch deutlich zu teuer. Zudem ist frühestens in zwei Jahren mit flächendeckend verfügbaren Inhalten für diese Auflösung zu rechnen. Auch die Hersteller von Kameras springen erst langsam auf den UHD-Zug auf. Zudem gibt es aktuell nur wenige Geräte in einer Größe unter 55 Zoll Bildschirmdiagonale mit UHD-Auflösung.

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