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Gamescom Computerspiele-Branche entdeckt die Einfachheit neu

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Kühe melken, Blumen pflücken Quelle: dpa

Um schneller voran zu kommen und den Spielspaß zu erhöhen, können die Spieler bestimmte Gegenstände für geringe Euro- oder gar Centbeträge kaufen. Das machen zwar im Schnitt weniger als zehn Prozent aller Nutzer, doch für die Hersteller lohnt sich das Geschäft trotzdem. 350 Millionen Dollar hat Zynga nach Schätzungen von Insidern im ersten Halbjahr eingenommen – deutlich mehr als im gesamten Vorjahr. 2011 soll dann bereits die Umsatzmilliarde erreicht werden.

Solche Zahlen haben zahlreiche Wettbewerber auf den Plan gerufen. Disney hat für bis zu 760 Millionen Dollar den Spieleentwickler Playdom übernommen, um eigene social games anzubieten. Der Spielegigant Electronic Arts (EA) hat 275 Millionen Dollar für das Unternehmen Playfish ausgegeben, der mit dem Fußballmanager Fifa Superstars die erste Facebook-Version eines EA-Klassikers entwickelt hat.

Zahlreiche Urgesteine der Spielebranche tummeln sich in dem neuen Segment. So ist Sid Meier, der mit seiner Civilization-Reihe zu einem der bekanntesten Spieleentwickler aller Zeiten wurde, gerade dabei den Strategespielklassiker für Facebook anzupassen. Im kommenden Jahr soll das Spiel erscheinen, doch schon jetzt verzeichnet Civilization-Network fast 100.000 Facebook-Fans.

Erfolgreichstes Unterhaltungsangebot der Zukunft

Für Mark Zuckerberg, den Chef und Gründer von Facebook, lohnt sich der Spieleboom: Dank zahlreicher Werbeschaltungen und einer Umsatzbeteiligung von 30 Prozent am Verkauf der virtuellen Güter sind die Spiele für das soziale Netzwerk derzeit die wichtigste Einnahmequelle.

Auch Google hat erkannt, dass die Spiele im Internet zu einem der erfolgreichsten Unterhaltungsangebote der Zukunft werden können. Im Kampf um die Vorherrschaft im Internet will der Suchmaschinengigant dem neuen Rivalen Facebook daher offensichtlich auch im Spielebereich Paroli bieten.

Noch in diesem Jahr könnte ein neues Angebot von Google Games starten, sagen Branchenkenner. Das Unternehmen hat derzeit Stellen für Spieleentwickler und einen Leiter Produktmanagement Spiele ausgeschrieben.

Zudem hat sich Google in diesem Monat gleich zwei Start-Ups einverleibt. Zwischen 55 und 75 Millionen Dollar zahlt das Unternehmen für Jambool, das ein Produkt Namens social gold anbietet, mit dem virtuelle Güter bezahlt werden können.

Geschätzte 182 Millionen Dollar bezahlt Google für die Entwicklungsfirma Slide. Das Start-Up musste zwar erst im März die Entwicklung zweier Onlinespiele stoppen, doch der Chef hat bereits bewiesen, dass er im Internet erfolgreich neue Geschäfte aufbauen kann: Max Levchin war einer der Gründer und lange Finanzchef des Online-Bezahldienstes Paypal.

Der vielleicht entscheidende Schritt für Google Games ist eine Kooperation mit Zynga. Nach einem Bericht des gut informierten Branchenblogs Techcrunch hat sich Google mit einer Summe von 100 bis 200 Millionen Dollar am Marktführer für Social Games beteiligt. Das Unternehmen wollte das zwar noch nicht offiziell bestätigen, doch gegenüber dem „Wall Street Journal" sagte Goggle-Chef Schmidt: „Sie können eine Partnerschaft mit Zynga erwarten."

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