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Gamescom Die Spielebranche macht mobil

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Die Branchenriesen schwächeln

Die erfolgreichsten Computerspiele
Computerspiel Crysis 2 Quelle: dpa
Screenshot Fußball Manager 12 Quelle: screenshot
Screenshot Die Sims 3 Quelle: screenshot
Screenshot Die Sims 3 - Einfach tierisch Quelle: screenshot
Screenshot Die Sims 3 – Traumsuite Accessoires Quelle: screenshot
Screenshot Anno 2070 Quelle: screenshot
Screenshot Battlefield 3 Limited Edition Quelle: screenshot

Und so werden wohl auch große technische Neuerungen auf der Messe ausbleiben. Sony dürfte die neue Generation seiner Konsole erst 2013 vorstellen, auch eine schlankere und billigere Version der Playstation 3 wird vermutlich erst nach der Messe präsentiert. In den Lagern stehen noch zu viele Geräte der jetzigen Version, heißt es in der Branche. Der Xbox-360-Hersteller Microsoft spart sich nach dem ersten Quartalsverlust der Firmengeschichte gleich den Stand in Köln - anzukündigen hat der Konzern derzeit ohnehin nichts. Nintendo wiederum hat mit der Wii U den anstehenden Nachfolger der Wii im Köcher, schwänzt aber ebenfalls die Messe.  

Millionenumsätze mit kostenlosen Spielen

Trotzdem vermeldet der Veranstalter mit 600 Ausstellern einen neuen Rekord, im Vorjahr waren 557 Firmen gekommen. Darin spiegelt sich die generelle Entwicklung der Branche: Die Branchenriesen schwächeln auch deshalb, weil ihnen zahlreiche kleine Wettbewerber das Leben schwer machen.

Mit kostenlosen Spielen und günstigen Handy-Games buhlen sie um die Aufmerksamkeit der Spieler. Nach einer Umfrage des Branchenverbands Bitkoms nutzen knapp zwei Drittel der Spieler kostenlose Angebote im Internet, fast die Hälfte (41 Prozent) spielt sogar ausschließlich Gratisgames. Mit Zusatzfunktionen und dem Verkauf von virtuellen Gegenständen verdienen Unternehmen wie Zynga, Wooga oder Bigpoint trotzdem Millionen. Im ersten Halbjahr wurden damit in Deutschland laut BIU 145 Millionen Euro umgesetzt, im Vorjahreszeitraum waren es noch 89 Millionen Euro.

Auch Amazon macht jetzt Facebook-Spiele

Allerdings sind auch die Facebook-Spiele längst kein Selbstläufer mehr. Als Amazon-Chef Jeff Bezos in der vergangenen Woche mit der Gründung eines eigenen Studios für Computerspiele überraschte, stellte das Unternehmen die wichtigste Frage in seiner Ankündigung gleich selbst: „Wieso macht Amazon social games? Gute Frage!“

Denn mit Zynga hat der Erfinder der social games, wie die kostenlosen Spiele im Fachjargon heißen, hat derzeit enorme Probleme. Im zweiten Quartal schrieb Zynga 23 Millionen Dollar Verlust, der Aktienkurs ist unter drei Dollar gefallen. Beim Börsendebüt im Dezember kosteten die Papiere zehn Dollar.

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