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Gamescom Die Spielebranche macht mobil

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Zynga kämpft an mehreren Fronten

Nichts neues bei Zynga - Nach Dauerbrennern wie

Zynga hat es nicht geschafft, wirklich neue Spielehits zu produzieren. Mit „FarmVille“, „CityVille“ und Poker spielen drei der Dauerbrenner weiterhin 60 Prozent der Einnahmen ein. Daher wollte sich das Unternehmen mit teuren Zukäufen helfen. 180 Millionen Dollar hatte Zynga im Frühjahr für OMGPOP ausgegeben, dass mit “Draw Something” den Überraschungshit des Jahres hingelegt hatte. Zudem wollte sich Zynga mit dem iPhone-Spiel im boomenden Smartphone-Segment stärken. Doch das Malspiel war nur ein kurzer Hype:  Die Nutzerzahl brach seit dem Deal im Frühjahr von mehr als 14 auf 3,5 Millionen ein.

Verdacht auf Insiderhandel bei Zynga

Als Konsequenz musste der Chef des Tagesgeschäfts, John Schappert, gehen - dabei war er erst im Vorjahr mit einem 40-Millionen-Dollar-Gehalt vom Spieleriesen Electronic Arts (EA)abgeworben worden. Und zu allem Überfluss bekommt das Unternehmen auch juristischen Ärger: EA klagt gegen Zyngas Spiel „The Ville“, dies sei eine Kopie der populären „Sims“. Zudem haben Anleger eine Klage wegen des Verdachts auf Insider-Handel eingereicht, da Zynga-Gründer Mark Pincus Aktien im Wert von mehr als 500 Millionen Dollar verkauft hatten, bevor sie im Juni die Erwartungen drastisch senkten.

Schapperts Nachfolger wollen die Entwicklung von Handyspielen forcieren, denn dieses Segment wächst derzeit am schnellsten. In Deutschland wurden im ersten Halbjahr zehn Millionen Spiele für Smartphones verkauft - ein Anstieg von 60 Prozent. Auf der Spielemesse Gamescom bekommen die Mobile Games erstmals einen eigenen Ausstellungsbereich.

Alles auf das Smartphone

Die Verknüpfung mit dem Smartphone steht auch bei den Entwicklern von Facebook-Spielen ganz oben auf der Agenda. Wooga aus Berlin stellt bereits die Hälfte seiner über 200 Mitarbeiter auf die Arbeit an Smartphone- und Tabletfunktionen ab. Die Entwicklung von Spielen für den Facebook-Konkurrenten Google+ wurden dagegen wieder eingestellt.

Die erfolgreichsten Apps
Moorhuhn-Deluxe Quelle: Screenshot
Wo ist mein Wasser? Quelle: Screenshot
Flight Control Quelle: Screenshot
Pflanzen gegen Zombies Quelle: Screenshot
Angry Birds Rio
AppBox Pro Quelle: Screenshot
Angry Birds Seasons Quelle: Screenshot

Der britische Entwickler King.com, der innerhalb eines Jahres zu einem der drei erfolgreichsten Spieleentwickler bei Facebook aufgestiegen ist, hat es bei seinem Spiel „Bubble Witch Saga“ erstmals möglich gemacht, dass die Nutzer das identische Spiel am Computer auf dem iPhone oder dem iPad spielen und jederzeit auf einem anderen Gerät fortsetzen können.

Wie erfolgreich die Smartphone-Spiele inzwischen sind zeigt aber vor allem Rovio. Die Finnen haben es mit ihren „Angry Birds“ in verschiedenen Versionen gleich mehrfach in die Liste der erfolgreichsten Apps aller Zeiten geschafft.

Digitale Welt



Danach brachten sie das Spiel mit den Vögeln, die gegen Schweine kämpfen im Frühjahr auch auf Facebook, wo es bald die Marke von 20 Millionen Spielern knackte. Als letztes folgt nun der Sprung von Smartphones auf Konsolen. Die „Angry Birds Trilogy“ soll im Herbst für Xbox 360, Playstation 3 und Nintendo 3DS erscheinen.

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