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Gemeinsam mit Unternehmen 17 EU-Länder wollen Kräfte in Chipbranche bündeln

Laut Bundeswirtschaftsministerium braucht die EU mehr eigene Fähigkeiten bei Mikroprozessoren und Halbleitertechnologien. Denn jedes Smartphone und Tablet sei auf Chips angewiesen. Quelle: dpa

Gemeinsam mit Unternehmensprojekten wollen 17 EU-Länder den Rückstand in der Chipbranche zu Asien und den USA verringern. Zu den Unterzeichnern gehören neben Deutschland auch Frankreich, Spanien und die Niederlande.

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17 EU-Länder haben sich zusammengeschlossen, um den Rückstand in der Chipbranche zu Asien und den USA mit gemeinsamen Unternehmensprojekten zu verringern. Zu den Unterzeichnern der Initiative im Bereich Mikroprozessoren und Halbleitertechnologien gehören nach EU-Angaben unter anderem Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande. In den Ländern können nun gemeinsame Industrie-Allianzen gebildet werden. Für diese würden dann weniger scharfe Vorgaben zu Staatshilfen greifen, weil sie von strategischer Bedeutung für Europa sind.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte am Montag, allein für Deutschland sei von einem Förderbedarf von mehreren Milliarden Euro in den nächsten Jahren auszugehen. Das könne eine „beträchtliche Zahl“ an Jobs schaffen. Details dazu nannte er nicht.


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Der europäische Anteil am weltweiten Halbleitermarkt beläuft sich auf rund zehn Prozent - entsprechend hoch ist die Abhängigkeit von Anbietern aus Asien und den USA. Im Bereich Batteriezellen, die für die E-Mobilität und die Energiewende eine wichtige Rolle spielen, fördert Europa bereits mit gemeinsamen Projekten und vergleichsweise hohen staatlichen Subventionen den Aufbau von eigenen Produktionskapazitäten. Auch hier soll die Abhängigkeit von Asien reduziert werden.

Zu den Unterzeichnern der Halbleiter-Initiative gehören noch Belgien, Kroatien, Estland, Finnland, Griechenland, Malta, Portugal, Slowenien, die Slowakei, Rumänien, Zypern und Österreich. Die restlichen zehn EU-Staaten haben in den nächsten Wochen noch die Möglichkeit, sich der Initiative anzuschließen.

Laut Bundeswirtschaftsministerium braucht die EU mehr eigene Fähigkeiten bei Mikroprozessoren und Halbleitertechnologien. Denn jedes Smartphone und Tablet sei auf Chips angewiesen. Im Bereich Mikroelektronik gab es im Jahr 2018 bereits ein europäisches Förderprojekt, an dem insgesamt 27 Unternehmen beteiligt sind, aus Deutschland unter anderem Bosch mit Fertigungen in Dresden.

Mehr zum Thema: Der erste eigene Computer-Chip von Apple begeistert die globale Tech-Community. Dahinter aber steckt eine Innovation zweier deutscher Unternehmen.

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