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Gerüchte über Zulieferungen Apple will Zusammenarbeit mit Samsung beenden

Apple ist seit Jahren von Samsung abhängig. Die Asiaten lieferten wichtige Bauteile für die iPhones und iPads. Nun haben sich Tim Cook und sein Team von dieser Kooperation gelöst – eine schwierige Entscheidung.

Das sind die Apple-Zwillinge
Samsung Galaxy IIDer Smartphone-Verkaufsschlager aus dem Hause Samsung ist millionenfach verkauft worden und der stärkste Konkurrent von Apples iPhone. Das Handy ging mit einem größeren Display, aber ebenfalls mit den für Apple typischen abgerundeten Ecken auf den Markt. Quelle: dpa
Samsung ChromeboxAls das Ende der großen Computertower eingeläutet wurde, kamen immer mehr kleine Boxen auf den Markt, in denen ein kompletter Rechner komprimiert enthalten war. Die abgerundeten Ecken der Samsungs Chromebox erinnern stark an ein ähnliches Produkt aus dem Hause Apple. Quelle: Presse
Mac MiniApples Mac Mini wurde 2005 on Steve Jobs vorgestellt und ähnelt dem Samsung-Produkt extrem. Quelle: AP
iPhone 4Die Ähnlichkeit zu Apples iPhone 4, das vorher auf dem Markt war, ist sehr auffällig. Quelle: REUTERS
Samsung Galaxy Ace PlusAuch das Galaxy Ace Plus erinnert stark an die Produkte aus dem Hause Apple. Sogar der Klingelknopf auf dem Display ähnelt das Smartphone aus Amerika. Entsprechend gehört dieses Telefon auch zu den Exemplaren, bei denen das Gericht im Pantentstreit zwischen Apple und Samsung eine Verletzung sah. Quelle: Presse
iPhone G3Bei der zweiten iPhone-Generation wurde das Aussehen des Gerätes verändert. Die Ecken sind stärker abgerundet, wie eben auch bei der Samsung -Konkurrenz. Die Aluminium-Rückseite wurde durch eine schwarze Abdeckung ersetzt und das Gerät insgesamt dünner. Quelle: AP
Samsung ChromebookDas edle Design des Samsung Chromebooks mit runden Ecken und dem zentralen Trackpad wirkt wie eine Apple-Kopie. Quelle: Presse

Wer an die schwierige Beziehung von Samsung und Apple denkt, hat vor allem über zwei Jahre andauernde Patentstreits vor Augen. Kabbeleien über abgerundete Ecken und Handhabungen, die die Südkoreaner von den Amerikanern geklaut haben sollen - und andersherum. Doch in einem Punkt war Apple lange von Samsung abhängig. Die Asiaten lieferten wichtige Bauteile für die iPhones und die iPads. Nun haben sich Tim Cook und sein Team von dieser Abhängigkeit gelöst.

Bekannt geworden ist die Trennung von Samsung durch einen Bericht des Wallstreet Journals. Das Magazin meldete, dass Apple das taiwanesische Unternehmen „Semiconductor Manufacturing Co.“ (TSMC) im Juni damit beauftragt haben soll, ab 2014 Prozessor-Chips für das iPhone und iPad zuzuliefern. Laut einem TSMC-Insider soll Apple schon länger an einer Zusammenarbeit interessiert gewesen sein. Doch hätten die Produkte nicht den Ansprüchen der Amerikaner genügt. Zu langsam seien die Chips gewesen. Inzwischen scheinen die Pannen behoben zu sein.

Rückschläge für Apple

Für den Rest des Jahres bleibt Samsung also der größte Apple-Zulieferer für Prozessoren und Memory-Chips. Als die Kooperation mit der wachsenden Nachfrage nach Apple iPods Mitte der 2000er Jahre begann, waren die beiden Unternehmen noch ideale Partner. Die Asiaten lieferten den ersten Flash-Memory-Chip für den iPod-Shuffle. Und auch der Hauptprozessor des ersten iPhone wurde 2007 von Samsung geliefert.

Doch seitdem Samsung den weltweiten Smartphone-Markt mit seinen Galaxy-Modellen angegriffen hat, ist Schluss mit der alten Harmonie. Verbitterte Patentstreitigkeiten um Aussehen und Handhabung dominieren seit über zwei Jahren die Presse. Erst kürzlich konnte Samsung einen Erfolg verbuchen. Mehrere ältere Modelle von iPhone und iPad könnten nach einem Etappensieg der Südkoreaner vom US-Markt verbannt werden. Die US-Handelskommission ITC sieht ein Mobilfunk-Patent der Südkoreaner durch fünf Apple-Produkte verletzt und verbot deshalb ihre Einfuhr ins Land. Die Geräte werden in China hergestellt.

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