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Gerüchte um Windows 8.2 Microsoft stellt Neuerungen in Frage

Gerüchten zufolge könnte das Unternehmen mit dem nächsten Betriebssystem wieder stärker auf Desktop-Optionen gehen. Was an den Überlegungen dran ist.

Gerüchten zufolge könnte Microsoft bei seinem nächsten Update für sein Betriebssystem Windows 8 noch weiter zurückgehen und der Desktop wieder verstärkt auf die Steuerung per Maus und Tastatur angepasst werden. Quelle: AP

Wer auch immer bis zum Sommer 2014 nach dem noch amtierenden Chef Steve Ballmer das Ruder bei Microsoft übernimmt, wird einige schwerwiegende Entscheidungen treffen müssen. Eine davon wird die Frage nach der Ausrichtung des Betriebssystems Windows sein. Folgt das Unternehmen seinem gewohnten Turnus, wird das neue System spätestens im Jahr 2015 ein Update oder gar einen Nachfolger bekommen. Von dem Erfolg hängt eine Menge ab.

Immerhin ist es das Betriebssystem Windows, das Microsoft reich und berühmt gemacht. Die einfache Nutzeroberfläche vereinfachte das Arbeiten am Computer und ermöglichte so dessen Siegeszug. Seit dem jedoch immer mehr Menschen Smartphones und Tablets nutzen und der PC-Markt langsam aber sicher einbricht, schwinden auch die Erlöse bei Microsoft.

So sieht Windows 8.1 aus
Tempo, bitte! Microsoft werde seine Produkte künftig schneller überarbeiten, kündigte Firmenchef Steve Ballmer an. Windows 8.1 ist dafür ein gutes Beispiel: Vorgänger Windows 8 ist noch nicht einmal seit einem Jahr am Markt, da redet das Unternehmen schon über den Nachfolger. Quelle: AP
Der Startbildschirm von Windows 8.1 ähnelt dem Vorgänger, allerdings können Nutzer künftig die Kacheln mehr an ihre eigenen Bedürfnisse anpassen – vier Größen sind erlaubt. Für viele dürfte jedoch etwas anderes wichtiger sein... Quelle: Microsoft
Wer mit der Kacheloberfläche nicht klar kommt, kann künftig gleich im Desktop-Modus starten. Und der enthält auch wieder einen Startknopf (unten links) – der führt zum neuen Startmenü, das Microsoft mit Windows 8 eingeführt hat. Quelle: Microsoft
Der Sperrbildschirm lässt sich jetzt individueller gestalten – so können Nutzer im Hintergrund eine Diaschau mit ihren Bildern laufen lassen, auch animierte Hintergründe sind möglich. Quelle: Microsoft
Kalender, E-Mail und Foto nebeneinander: In Windows 8.1 lässt sich der Bildschirm in mehrere Abschnitte teilen (bisher waren nur zwei möglich). Wie sinnvoll das ist, hängt allerdings von der Bildschirmauflösung ab. Erleichtert wird der Umgang mit mehreren Monitoren, Anwendungen sollen ohne großen Aufwand hin- und hergeschoben werden können. Quelle: Microsoft
Den Online-Speicher Skydrive integriert Microsoft noch enger ins Betriebssystem. Er soll es beispielsweise erleichtern, Dateien zwischen verschiedenen Geräten abzugleichen. Quelle: Microsoft
Eine für alles: Die Suche in Windows 8.1 durchforstet nicht nur den eigenen Rechner, sondern auch das Internet. Quelle: AP

Die erste Antwort auf das Problem – das System Windows 8 – wurde von den Kunden gnadenlos abgeschmettert. Die App-Nutzung über die Kacheln sei zu unpraktisch und ungewohnt. Der Startbutton fehlte den meisten. Mit Windows 8.1. ruderte Microsoft zurück und führte den Startbutton wieder ein.

Gerüchten zufolge könnte das nächste Update noch weiter zurückgehen. Die ZDnet-Bloggerin Mery Jo Foley will aus Unternehmenskreisen erfahren haben, dass das Unternehmen künftig verschiedene Windows-Varianten auf den Markt bringen will. Eine Version soll die WinRT-Apps in den Vordergrund stellen und vor allem auf ARM- und Intelprozessoren laufen. Das Modell wäre weiterhin sowohl für stationäre als auch für mobile Endgeräte einsetzbar, womit Windows RT und Windows Phone zusammenwachsen würden.

Wie Windows wurde, was es ist

Eine weitere Variante soll sich hingegen voll auf den wichtigen PC-Markt von Microsoft konzentrieren. Dabei soll der Desktop wieder verstärkt auf die Steuerung per Maus und Tastatur angepasst werden. Also weg vom Touch, zurück zum Klick.

Für beide Varianten sollen regelmäßig automatische Updates im Windows-Store zur Verfügung stehen.

Kommt es wie vermutet, kehrt Microsoft also zu seinem Kerngeschäft zurück, um so die konservativen Nutzer zufrieden zu stellen. Gleichzeitig wird versucht das mobile Segment stärker auszubauen. Die Variante zeigt, in welchem Dilemma das Unternehmen steckt. Gefangen in den Strukturen eines Megakonzerns hat der Konzern den Smartphone-Boom verschlafen und völlig unterschätzt, welche Bedeutung die mobilen Betriebssysteme wie Apples iOS oder Googles Android eines Tages bekommen würden.

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