WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Google Die Pläne des Suchmaschinengiganten für 2015

Seite 2/2

Brillo kontra Apple HomeKit

Pichais drittes großes Thema wird das Internet der Dinge sein, im speziellen die Hausautomatisierung. Erwartet wird eine neue Plattform namens Brillo, die das Steuern von Lichtschaltern, Türöffnern, Rauchmeldern, Heizungsreglern, Wasserversorgung oder Überwachungskameras via Android Smartphones und Uhren erleichtern soll. Sie tritt gegen Apples HomeKit an.

Bei den SmartWatches wird Google trotz seines wesentlich früheren Starts derzeit von der Apple Watch überrollt. Das Marktforschungsunternehmen IHS rechnet damit, dass Apple wegen seiner treuen Anhänger in diesem Jahr aus dem Stand einen Marktanteil von 56 Prozent erreicht.

Kampf ums Smart Home

Doch Google kann es sich nicht leisten aufzustecken, vor allem aufgrund der persönlichen Daten, die das neue elektronische Modeaccessoire liefert. Ein Schwachpunkt von Apples Watch ist, dass dessen Batterie nur Strom für maximal 18 Stunden liefert. Hier will Google mit wesentlich längerer Laufzeit und der Möglichkeit des drahtlosen Aufladens kontern.

Der Verkauf von Googles Datenbrille Google Glass, die auf der Entwicklerkonferenz 2012 erstmals präsentiert wurde, ist zwar gestoppt. Doch Google hat das Projekt nicht aufgegeben.

Der ehemalige Apple Manager Tony Fadell, der seit der Übernahme seines Start ups Nest für Google arbeitet, soll die geschmähte Brille - Spottname Glasshole - wieder salonfähig machen. Potential sieht Google laut einem hochrangigen Manager besonders beim Einsatz in der Industrie, etwa für Installateure, die sich beim Nutzen von erweiterter Realität keine Sorgen über ihr Aussehen oder mögliches Eindringen in die Privatsphäre anderer machen müssen.

Googles Kerngeschäftsfelder

Antwort auf Oculus und HoloLens

Den frei gewordenen Platz als visionäres Produkt für Konsumenten könnte Googles Interpretation des Erlebens von virtueller Realität einnehmen, besonders seit Facebook seine Neuerwerbung Oculus als Zukunftsvision präsentiert und Microsoft mit seiner HoloLens zu punkten versucht.

Im Oktober steckte Google mit namhaften Silicon Valley Investoren rund eine halbe Milliarde Dollar in das Start up Magic Leap, das virtuelle Realität vors Auge projiziert. Zwar ist Google nur einer der Investoren des Unternehmens aus Florida. Doch die Entwicklerkonferenz wäre ein gutes Podium für Magic-Leap-Chef Rony Abovitz, um sein Produkt zu demonstrieren und wie Googles lokale Dienste dabei eingebunden werden.

Digitale Welt



Apple-Chef Tim Cook, der anderthalb Wochen später seine Anhänger beglückt, kann dank des späteren Termins besser auf Googles Offensive reagieren. In allen Wachstumsmärkten offeriert Apple ein Konkurrenzprodukt. Mit der Ausnahme der Cloud - aber das könnte sich ändern, seit Apple massiv seine Rechenzentren ausbaut.

Klar ist, dass Cook - wie er es derzeit bei jeder sich bietenden Gelegenheit tut - Apple Pay auf seiner Entwicklerkonferenz als die innovativste Zahlungslösung feiern wird und eventuell den Europastart des Zahlungsdienstes ankündigen wird. Als sicher gilt, dass Apple einen neuen Musikservice ankündigt, der vor allem als Konter für Spotify gedacht ist.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%