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Groupon-Gründer Mason "Wenn Groupon verliert, dann aufgrund eigener Fehler"

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Im Internet-Geschäft herrscht die Tendenz vor, dass der Gewinner den gesamten Markt bekommt – im Gegensatz zu anderen Märkten. Es gibt nur eine Amazon, nur eine Google, nur ein Groupon.

Ich habe heute mit mehreren Leuten von Groupon-Kopien gesprochen, die zugaben, dass sie gegen uns verlieren, aber die sich dennoch gut fühlen, weil sie Geld verdienen. Es gibt also einen gesunden Wettbewerb im Markt…

Wirklich? In Deutschland haben Sie einen Marktanteil von 80 Prozent. Das ist ja ein Quasi-Monopol – und für einen Markt eigentlich nie gut.

Es gibt keinen Hinderungsgrund für Händler wie auch für Endkunden, zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Es gibt also viel weniger Abhängigkeiten wie etwa bei Händlern auf eBay. Wir müssen operativ funktionieren, sonst wandern die Mitglieder ab. Dafür gibt es doch viele Beispiele: Denken Sie an MySpace. Die haben sich irgendwann nicht mehr richtig um ihr Produkt gekümmert, was die Tür für einen besseren Konkurrenten öffnete, nämlich Facebook. Das könnte uns auch passieren.

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    Aber es gibt immer nur extrem große Wettbewerber, respektive Unternehmen, die in kurzer Zeit extrem groß wurden: Yahoo und Google, MySpace und Facebook…

    Sie können sich gar nicht vorstellen, wie seltsam das für ein gerade mal zwei Jahre altes Unternehmen wie das unsrige ist, über ein Monopol zu sprechen. Ja, wir sind sehr schnell gewachsen, weil wir in eine Umgebung kommen, die das ermöglicht. Und wir werden nicht die letzten sein, denen das gelingt. Glauben Sie mir, der Markt ist immer noch extrem wettbewerbsintensiv, dass ich mich vor allem darum sorge, ob Groupon wirklich mal zu einem der ganz Großen im Internet wird.

    Google will angeblich bald einen direkten Groupon-Angriff namens Google Offers starten. Welche Bedrohung wäre das für Sie?

    Wir sprechen nicht über einzelne Wettbewerber. Wir müssen uns auf unsere eigene Stärke konzentrieren. Wenn wir verlieren, dann aufgrund eigener Fehler, nicht wegen der Konkurrenz.

    War es also ein Fehler, das 6-Milliarden-Dollar-Kaufangebot von Google ausgeschlossen zu haben?

    Ich kann das Thema Google nicht kommentieren.

    Kürzlich haben Sie die größte Finanzierungsrunde überhaupt abgeschlossen. Was machen Sie mit der Kapitalspritze in Höhe von fast einer Milliarde Dollar?

    Ein Teil fließt in die internationale Expansion, ein anderer in die Technologie, und schließlich erhalten die Mitarbeiter, die Gründer inklusive mir selbst und Frühinvestoren etwas Cash ausbezahlt. Das soll sicherstellen, dass das gesamte Team sich auf die langfristigen Perspektiven des Unternehmens konzentriert.

    Und wann kommt der Börsengang?

    Er könnte mittelfristig kommen, aber das haben wir noch nicht entschieden.

    Weil keine Eile besteht?

    Nein, uns treibt da nichts.

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