WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Illegales Online-TV Piratensender im Internet

Seite 2/2

Zum Themendienst-Bericht Quelle: dpa-tmn

Dabei ist Branchenkennern längst klar: Dienste wie Hulu sind nur der Anfang einer Revolution. Denn die Überlegungen gehen längst weiter: Experten denken bereits darüber nach, nur noch zwei bis drei Staffeln von Serien kostenlos im Fernsehen und im Internet zu zeigen. Schließlich sinken die Werbeeinnahmen sowieso, je länger eine Serie läuft, weil die Zuschauerzahl sinkt.

Weitere Staffeln könnten die Studios auf Plattformen wie Hulu kostenpflichtig anbieten. Produktion und Schauspieler würden dann quasi von den Fans der Serie bezahlt, die verhindern wollen, dass sie abgesetzt wird.

Um die Auswüchse raubkopierter TV-Serien schon heute zu begrenzen, arbeiten Studios und Fernsehsender mit den bekannteren Streamingportalen wie  YouTube und Veoh zusammen. Soweit technisch möglich, werden auf diesen Plattformen illegal veröffentlichte Episoden automatisch blockiert, entfernt oder durch einen Trailer der entsprechenden Serie ersetzt.

Schwierigkeiten haben die Urheberrechtswächter dagegen bei den Streamingseiten, die ausschließlich dem Zweck dienen, unlizenzierte Inhalte zu verbreiten, gibt Christian Sommer, der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), zu.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Debakel wie bei der Musikindustrie

    Trotzdem können und wollen die GVU und ihre Mitglieder nicht alle Internet-Nutzer beobachten, um zu sehen, wer sich illegal Serien im Netz anschaut. „ Wir konzentrieren uns seit jeher auf diejenigen, die die illegalen Inhalte ins Netz stellen, die illegale Verbreitung steuern und ermöglichen“, sagt Sommer.

    Inzwischen hat die Technik einem neuen Publikum den Weg zu raubkopierten Serien geebnet. So nutzen nicht mehr nur computeraffine Teenager die Dienste: Vor allem bei Frauen sind sie beliebt.

    Deshalb gilt: Welche legale Lösung sich letztlich auch durchsetzen wird, einen Weg zurück gibt es für Sender und Studios nicht mehr. Stellen sie sich nicht schnellstens auf ihre Nutzer ein, könnten sie ein ähnliches Debakel erleben wie die Musikindustrie. Der bescheren Raubkopierer bereits seit Jahren Milliardenschäden.

    Inhalt
    Artikel auf einer Seite lesen
    Zur Startseite
    © Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%