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Innovationen Augmented Reality - Die Welt mit neuen Augen sehen

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Industrie: AR als virtuelle Checkliste

WmfFinal

WMF hingegen setzt auf ein neues Verkaufskonzept für Kaffeemaschinen. Weil sich die Kunden nur schwer vorstellen konnten, ob die Maschinen in die eigene Küche oder den Caféraum passen, entwickelten die AR-Spezialisten eine Applikation, mit der sich der Kunde die Kaffeemaschine direkt in die eigene Küche beamen kann. So lässt sich schon vor Kauf genau kontrollieren, ob das Objekt das richtige ist und in die Ecke neben der Mikrowelle passt.

Die oben genannten Beispiele sind eigentlich nur weiter gesponnene Konzepte der Linie, die uns das Abseits bei Fußball erklärt. Es wird Vorhandenes gezeigt und erweitert. Doch eigentlich bietet die Technik noch weiterführende Möglichkeiten. „Bei AR wird eben nicht nur etwas eingeblendet. Es geht um Interaktion“, sagt Dirk Schart. So dienen AR-Anwendungen zum Beispiel bereits als Checklisten. Man stelle sich zum Kontrollarbeiten an einem Atomkraftwerk oder einer Raffinerie vor. Hier gibt es tausende technische Schnittstellen, die regelmäßig überprüft werden müssen.

Hier gilt die gleiche Regel wie beim Handbuch für das Audi-Cockpit. Viel anschaulicher als in einer Liste könnten die "To-Dos" und Anleitungen virtuell dargestellt werden. Dafür müsste das Tablett nur auf einen Marker an der entsprechenden zu kontrollierenden Stelle gehalten werden und schon poppen die nötigen Informationen auf. Die Stellen, die schon kontrolliert sind, ließen sich dann einfach auf dem Tablett in der Applikation andersfarbig markieren. Sobald die Kontrolle durchgeführt ist, könnten wiederum entsprechende Notizen für die anderen Kollegen hinterlassen werden.

Besonders weit ist die Augmented Reality bisher im Bereich der unterhaltsamen Bildung – also der Museumspädagogik. Einfach das Smartphone auf einen Raum halten und die ausgestellten historischen Geschehnisse erwachen zum Leben.

Oder in Polen. Wer das Kunstmuseum Sukiennice in Krakau besucht, fühlt sich ein bisschen wie im Harry-Potter-Internat Hogwarts, wo die Figuren in den Gemälden in ständiger Bewegung sind. In Krakau werden die Geschichten von acht Gemälden von Schauspielern nachgespielt. Dafür müssen die Besucher nur die entsprechende App auf das Bild halten. Sensoren erkennen entsprechende Marker an der Wand und spielen daraufhin das Video vor dem Originalbild ab.

Und in Tokio werden die Besucher des Sunshine Aquariums bereits am Bahnhof von Pinguinen abgeholt. Eine entsprechende App zeigt die putzigen animierten Vögel an, wie sie über den vor einem liegenden Fußweg wackeln. Die Besucher müssen ihnen nur folgen. Dank GPS kennen sie den Weg.

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