Innovationsforum 2015 Was Industrie 4.0 für die Wirtschaft bedeutet

Beim Deutschen Innovationspreis diskutierten Unternehmenslenker über die nächste Stufe der digitalen Revolution: die totale Vernetzung – und welche spannenden Geschäftsmodelle sie ermöglicht.

Glänzende Gala, leuchtende Gesichter
Preisverleihung des Deutsche Innovationpreis 2015, Bayerischer Hof in München Quelle: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche
Preisverleihung des Deutsche Innovationpreis 2015: Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender des Optikkonzern Carl Zeiss Quelle: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche
Preisverleihung des Deutschen Innovationpreis 2015: Epoc des Unternehmens Emotiv Quelle: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche
Preisverleihung des Deutschen Innovationpreis 2015: Der intelligente Roboter Roboy Quelle: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche
Preisverleihung des Deutschen Innovationpreis 2015: Harald Habermann, Jay Pollard, Martin Vallo, Jürgen Ahlers, Gerd Manz Quelle: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche
Preisverleihung des Deutschen Innovationpreis 2015: Florian Swoboda, Sebastian Seifert Quelle: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche
Preisverleihung des Deutschen Innovationpreis 2015: Thomas Meindl, Boris Gehring, Christoph Aschauer Quelle: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Den Rasen mähen sie schon länger, die Wohnung saugen sie auch: Roboter sind im Haushalt angekommen und nehmen uns lästige Arbeiten ab. Nun steht die zweite Generation der Maschinenhelfer kurz vor der Marktreife. Etwa ein Roboterarm, der am Herd verschiedene Gerichte zubereitet, so gut wie ein Sternekoch. Oder rollende Helfer, die älteren, wenig beweglichen Menschen auf Zuruf ein Buch oder eine Decke bringen.
Schon bald werden die Blech-Bediensteten unsere Gesten verstehen und auf einen Wink reagieren. Und anhand unserer Gespräche erahnen, dass es Zeit wird, die Getränke zu servieren. „Wir erleben eine Revolution in der Robotik“, erklärte Dominik Bösl, Corporate Innovation Manager des Roboterhersteller Kuka, auf dem von der Unternehmensberatung Accenture organisierten Innovationsforum in München. Die Veranstaltung findet traditionell im Vorfeld der Verleihung des Deutschen Innovationspreises statt.

Hilfe, ein Roboter klaut meinen Job!

Bösl war einer der vielen Manager, Unternehmer und Gründer, die ihre Ideen und Erwartungen zur nächsten Stufe der digitalen Revolution vorstellten. Sie wird das traditionelle Geschäft der deutschen Industrie tiefgreifend verändern – und auch die Art, wie wir arbeiten. Diese technologische Disruption bietet aber gleichzeitig die Chance, Unternehmens- wie Privatkunden zahlreiche neue und attraktive Dienste anzubieten, so das Fazit der Experten.
Allein die Umsätze mit Robotern sollen sich bis 2030 auf 680 Milliarden Dollar gegenüber heute mehr als verdoppeln. „Es wird eine Generation R heranwachsen, für die intelligente, autonome Roboter zum Alltag gehören werden“, erwartet der Kuka-Manager. Damit das passiert, müssen die Maschinen mit Sensoren aufgerüstet werden, damit sie etwa erkennen, wenn ihnen ein Mensch gefährlich nahe kommt. Sie werden zudem ständig mit dem Internet verbunden sein, um in riesigen Rechenzentren per künstlicher Intelligenz die vielen anfallenden Daten auszuwerten. Diese totale Vernetzung smarter Maschinen firmiert unter dem Begriff Industrie 4.0 – und bestimmt gerade die Debatten um die Zukunft des Wirtschaftsstandorts.

Die Entwicklungsstufen Künstlicher Intelligenz

Auch viele andere Geräte und Maschinen werden die Ingenieure aufrüsten. Etwa Aufzüge, wie Andreas Schierenbeck berichtete. Er ist Vorstandsvorsitzender des größten deutschen Liftherstellers ThyssenKrupp Elevator. Schon heute stattet das Unternehmen Aufzüge so mit Sensoren aus, dass sie bis zu drei Monate bevor ein Defekt auftreten wird, automatisch einen Servicetechniker rufen. Das reduziert die Wartungsarbeiten und verhindert, dass jemand im Aufzug stecken bleibt.

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