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"Tagtäglicher Nutzen"

Travelocity argumentiert, es biete Kunden das umfassendere Sparkonzept. "Wir wollen Reisenden tagtäglichen Nutzen bieten, durch Leistungen, bei denen diese Seiten nicht mithalten können", sagte Joel Frey, Sprecher des im texanischen Southlake beheimateten Unternehmens.

Der Online-Reiseanbieter Orbitz sieht Groupon und andere Schnäppchenseiten weniger als Gegner denn als potenzielle Partner. "Sie sind in unseren Augen eher Kanäle für das Onlinemarketing", sagte Brian Hoyt, Sprecher des in Chicago ansässigen Unternehmens. Rabattkupons seien für Orbitz dabei nichts Neues – es nutze das Instrument für seine Kunden schon in wesentlichem Umfang.

Bloomingdale’s gegen Wal-Mart?

BloomSpot, ein Vertreter des Luxussegments, hat vor allem Edelrestaurants, Wellnesstempel und Wochenendreisen im Angebot, bei Preisen von durchschnittlich 70 bis 80 Dollar. Vorstandschef Jasper Malcolmson verweist darauf, dass sein Unternehmen den Umsatz in jüngster Zeit alle paar Monate vervielfacht hat. Im Februar bot BloomSpot ein Hochzeits-Flitterwochen-Paket für 6000 Dollar an, unter anderem mit Organisator, Kuchen und Weinempfang.

Internetseiten wie Gilt City oder Ideeli wiederum organisieren für ihre Mitglieder "flash sales", in denen die Kunden für eine begrenzte Zeit exklusiv und mit hohem Rabatt bestimmte Artikel einer Edelmarke erwerben können. Bei Ideeli sind vier Millionen Frauen registriert, denen ein mittleres Haushaltseinkommen von 103.000 Dollar zur Verfügung steht. "Wir haben Artikel für tausende Dollar verkauft", sagte Paul Hurley, Gründer und Vorstandschef des New Yorker Unternehmens. Auch bei Gilt sieht man der neuen Konkurrenz gelassen entgegen: "Wir sind motiviert, immer wieder Neues zu versuchen und uns zu verbessern, damit wir weiter wachsen", schreibt Nate Richardson, der Präsident des ebenfalls in New York ansässigen Startups in einer Email.

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    LivingSocial will zu Groupon aufschließen

    Doch die Kuponwebseiten schielen inzwischen sogar schon auf das Geschäft von Internethändlern wie Amazon. Gutschein-Käufer geben 20 bis 50 Dollar pro Angebot aus, belegen Zahlen der Marktforscher von Forrester Research – viel weniger als die Kunden normaler Onlinegeschäfte, deren Rechnung im Durchschnitt bei hundert Dollar liegt. LivingSocial arbeitet bereits direkt mit Amazon zusammen, um mehr Käufer zu erreichen und zu Groupon aufzuschließen. Im Dezember erhielt das junge Unternehmen 175 Millionen Dollar einer neuen Finanzierungsrunde von 183 Millionen Dollar von dem Onlineriese aus Seattle, und im Januar bot LivingSocial einen vergünstigten Amazon-Geschenkgutschein an.

    Groupon und LivingSocial könnten letztlich von Autos bis Versicherungen alles anbieten, sagt Forrester-Analystin Sucharita Mulpuru. "An einem Fünf-Dollar-Kupon für Eis von Ben&Jerry’s lässt sich nur begrenzt verdienen", erklärte sie. "Mein Mann sagt immer: ‚Ich wünschte, sie würden einen BMW-Groupon anbieten.’"

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