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Internet-Sicherheit Google und Klicksafe stellen Internet-Leitfaden für Jugendliche vor

Jugendliche nutzen das Internet heute selbstverständlich. Doch dabei stoßen sie auch auf viele Fragen. Ein neuer Leitfaden will die Diskussion über das richtige Verhalten im Netz anregen. Unterstützt wird er vom Internetunternehmen Google.

Die beliebtesten iPhone-Apps der Welt
USADie Amerikaner fliegen auf einen kleinen gefiederten Detektiv namens Perry.  Das Disney-Spiel „ Where’s My Perry“ (Foto, deutscher Name: „ Wo ist mein Perry?“) ist derzeit die beliebteste Bezahl-App für das iPhone in den USA. „Wo ist mein Perry“ ist ähnlich wie die Disney-App „Wo ist mein Wasser“ ein unterhaltsames Rätsel-Spiel, das auf den Gesetzes in der Physik beruht. Als Hauptfigur steht diesmal nicht wie bei „Wo ist mein Wasser“ ein Krokodil im Mittelpunkt, sondern ein Schnabeltier mit Schlapphut. Das Spiel kostet in Deutschland 79 Cent. Unter den Gratis-Apps liegt bei den Amerikanern Googles neue iPhone-Version des Browsers Chrome auf dem ersten Platz. Der Google-Browser bietet unter anderem eine Synchronisation mit Chrome-Installationen auf Mac, PC, Android und iPad an. Voraussetzung ist, dass sich der Nutzer per Google-Account bei Chrome einloggt. In Kanada sind die beiden Top-platzierten Apps identisch. Quelle: PR
UKIm Vereinigten Königreich ist der WhatsApp Messenger (Foto) auf Platz eins der Bezahl-Apps. Der Messenger-Service erlaubt den kostenlosen Austausch von Kurznachrichten via Internet. Voraussetzung ist lediglich, dass auf beiden Geräten WhatsApp installiert ist. Die Anwendung ist für alle relevanten Smartphone-Plattformen verfügbar und vor allem bei SMS-verrückten Jugendlichen beliebt. In Deutschland kostet die App 79 Cent, die Nachrichten sind kostenlos. Unter den kostenlosen Apps ist auch in Großbritannien Googles Browser Chrome derzeit auf Platz eins der Download-Statistik. In Russland, Indien, Türkei, Schweden, Finnland, Israel und Irland sind ebenfalls WhatsApp Messenger und Chrome auf den ersten Plätzen in Apples App Store. Quelle: PR
FrankreichWie die Briten stehen auch die Franzosen auf den WhatsApp Messanger – Platz eins unter den kostenpflichtigen Apps. Bei den Gratis-Apps ist der der runtastic Höhenmesser Pro (Foto) auf Platz eins, der der derzeit als Aktion – auch in Deutschland – gratis downloadbar ist. Die App richtet sich an Bergsteiger und zeigt neben Kompass, Wetter und Koordinaten auch die Höhe an. Die App ist werbefinanziert. In Deutschland, Belgien, der Schweiz, Italien, Spanien, Österreich und Tschechien ist die Reihenfolge ebenso wie in Frankreich. Quelle: PR
PolenIn Polen ist Googles Chrome unter den Gratis-Apps nur auf Platz zwei. Auf Platz eins ist die etwas blutrünstige Spiele-App Clear Vision, die derzeit – auch in Deutschland – gratis zum Download angeboten wird. In der nicht jugendfreien App geht es darum, mittels Sniper-Waffe Menschen abzuschießen. Unter den verkauften Apps ist „ Wo ist mein Perry?“ auf Platz eins der Download-Charts in Polen. Quelle: PR
DänemarkAuf Platz eins der verkauften Programme findet sich bei denen Dänen die App MeinKalender (Foto). Die Kalender-Anwendung synchronisiert mit Facebook, sodass beispielsweise Geburtstagserinnerungen aus dem sozialen Netzwerk auch auf dem iPhone landen. In Deutschland kostet die App 79 Cent. Auch bei den Gratis-Apps gehen die Dänen eigene Wege: Auf Platz eins befindet sich die App TV 2 Tour 2012, eine Fernseh-Programm-App für einen dänischen Sender. Quelle: PR
NiederlandeDie Niederländer stehen auf Musik: Platz eins der Downloads-Charts im niederländischen Apple Store ist die App Song Pop Free (Foto) – ein Musikerkennungsspiel. Vorgegebenen Song-Schnippsel müssen möglichst schnell erkannt werden. Das Spiel lässt sich auch gegen andere Musik-Freaks via Internet spielen. Unter den Paid-Apps ist auch bei den Niederländern der What’sApp Messenger auf Platz eins. Quelle: PR
AustralienWie in vielen anderen Ländern ist in Australien die What’sApp Messenger die beliebteste Bezahl-Apps – bei den Gratis-Apps sind die Australier aber Ausreißer. Dort ist die Blödel-App Talking Ted (Foto) auf Platz eins. Die von NBC Universal angebotene App zum gleichnamigen Film, lässt einen Stoff-Teddy allerlei Dinge auf Kommando sagen, ihn rauchen oder rülpsen. Mit der kostenlosen AppRanking WorldWide können Sie auch selbst nachsehen, welche Apps in anderen Ländern derzeit besonders beliebt sind. Quelle: PR

Was für ein Web wollen Jugendliche? Über diese Frage sollen sie diskutieren, und zwar mit Hilfe eines buntes Heftes im DIN-A4-Format. Der Leitfaden dreht sich um Datenschutz, Gesetze und Kreativität im Netz. In Übungen sollen Jugendliche überlegen, welche Fotos sie hochladen dürfen, Allgemeine Geschäftsbedingungen entziffern und über den Schutz ihrer Informationen im Netz diskutieren. Das Heft wurde von Bildungsministerien aus Europa und der EU-Initiative Klicksafe entwickelt und am Montagabend in den Räumen des Internetkonzerns Google in Berlin vorgestellt.

Dort zeigt sich, wie unterschiedlich Erwachsene und Jugendliche mit dem Internet umgehen. Die Erwachsenen auf dem Podium sind begeistert. Mit dem Heft könnten Eltern oder Lehrer mit Jugendlichen diskutieren, im Schulunterricht oder beim Abendbrot. Sie loben, dass die Broschüre gemeinsam mit Jugendlichen entwickelt wurde. „Ich glaube, das muss ein richtiges Unterrichtsmaterial sein“, sagt die Bundestagsabgeordnete Christina Schwarzer (CDU), die im Digital-Ausschuss sitzt.

Die Jugendlichen dämpfen später den Enthusiasmus. Mit Erwachsenen reden sie eigentlich nicht über das Internet, sagen sie. „Wir wissen viel mehr als die ältere Generation“, sagt Alexandra. Jugendliche bewegen sich oft selbstverständlich durchs Netz, viele sind gar nicht mehr „offline“, zeigte jüngst eine Studie. Die 18-jährige Frederieke mag die Vernetzung mit anderen über Blogs oder Mailinglisten. Ihre Eltern seien dagegen sehr vorsichtig gewesen, sagt sie. Dabei ist der Schutz ihrer persönlichen Daten den Jugendlichen durchaus wichtig. Ihre Adresse, ihr Geburtsdatum oder ihren Standort wollen sie nicht veröffentlichen. Der „Verbreitungswahn“, jedes Foto sofort hochzuladen, gefalle ihm nicht, sagt der 15 Jahre alte David.

In der Schule werde das Thema kaum besprochen. „Übers Internet habe ich noch nie eine Schulung bekommen“, sagt Alexandra (16). „Ich lasse mir lieber was von Freunden erklären als von Lehrern.“ Ein schwerer Start also für einen Leitfaden, der nach Vorstellung seiner Macher von Lehrern und in Jugendclubs eingesetzt werden soll. Joachim Kind von Klicksafe meint dennoch, dass die Diskussion über das richtige Verhalten im Internet wichtig ist. „Bei Jugendlichen werden Informationen im Netz sehr stark für bare Münze genommen“, sagt er. Das Heft rege zum Hinterfragen an, ein Abschnitt heißt „Information ist nicht Wissen“.

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Dass Google ein Heft unterstützt, in dem sich ein ganzes Kapitel der Privatsphäre widmet, ist für ihn kein Widerspruch. Die Inhalte seien unabhängig von Google und dem zweiten Sponsor, Unitymedia Kabel BW, entstanden. Die Idee für das Heft geht auf ein Projekt von 30 europäischen Bildungsministerien zurück. Es wurde bereits in neun Sprachen übersetzt.

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