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Internet Wie Webdienste legal Millionen Musiktitel anbieten

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Ungewohnt hohes Investment

Bei den Geldgebern sorgt das Konzept dennoch für lebhaftes Gerangel. Die Risikokapitalgeber DuMont Venture und Earlybird sowie die NRW Bank überhäuften Simfy erst vor wenigen Wochen mit einer für die deutsche Startup-Landschaft ungewohnt hohen Summe von sieben Millionen Euro. Jeder will irgendwie dabei sein. Denn langsam haben auch die Letzten begriffen, dass YouTube und der US-Internet-Serienkanal Hulu mit ähnlichen Streaming-Techniken bereits den Konsum und damit den Vertrieb von Bewegtbildern revolutioniert haben.

Nun, glauben Internet-Apologeten, sei die Musikbranche an der Reihe. Sie sind davon überzeugt, dass künftig immer weniger Menschen zu Hause CD-Regale füllen oder Plattensammlungen anlegen werden. Sie werden Musik stattdessen vermehrt auf Abruf nutzen, vollkommen virtuell. „On demand“ nennt die Branche dieses Prinzip.

Wünsch-Dir-Was-Webradio

Studien geben ihnen recht. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) prognostiziert, dass der Markt für Platten und CDs noch bis 2013 um fünf Prozent pro Jahr schrumpft. Im Digitalgeschäft rechnen die Marktforscher dagegen mit jährlich 17 Prozent Wachstum. Impulse kämen vom Verkauf digitaler Alben sowie innovativen On-Demand-Diensten. Vor allem Streaming-Angebote haben „großes Potenzial“, sagt Joe Hugger von Sony Music, zuständig unter anderem für neue Geschäftsfelder. „Wir erhoffen uns davon substanzielle Umsätze.“

Das Rennen darum geht nun in die entscheidende Runde. Einen deutschen Wettbewerber hat Simfy mit der etwas kleineren Plattform Steereo bereits. Auch das amerikanische Online-Netzwerk MySpace bietet seinen Mitgliedern ein Wünsch-dir-was-Web-Radio. Die einst illegale Tauschbörse Napster und der Handyriese Nokia wiederum hoffen, mit kostenpflichtigen Musik-Abos Kunden zu gewinnen.

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    Dabei wird es kaum bleiben. Schon seit Monaten rätseln Experten, wann Apple eine Streaming-Alternative herausbringt. Die größten Sorgen dürfte den deutschen Rivalen Simfy und Steereo jedoch Spotify machen.

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