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Interview mit Kim Dotcom "Hollywood fördert Piraterie"

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„Das Geschäftsmodell ist sehr lukrativ“

Die besten Video-On-Demand-Plattformen
iTunesAnbieter: Apple Inhalte: Kinofilme, TV-Serien, Dokus Titel: 45.000 Filme, 90.000 TV-Episoden weltweit Technik: VoD & Kauf; Download & Stream auf PC/Mac und iOS-Geräte, TV über Apple TV Leihdauer: max. 30 Tage, ab Start 48 Stunden Preis/Film: 2,99-3,99 € , 3,99-4,99 € (HD) Info: Kauffilme lassen sich nicht auf DVD brennen Quelle: Screenshot
Google PlayAnbieter: Google Inhalte: Kinofilme Titel: einige Hundert Technik: VoD; Download & Stream  auf PC, Android App Leihdauer: max. 30 Tage, ab Start 48 Stunden Preis/Film: 2,99-3,99 €; 3,99-4,99 € (HD) Info: Noch geringes Angebot Quelle: Screenshot
YouTube MoviesAnbieter: Google Inhalte: Kinofilme, TV-Serien Titel: rund 30 Technik: VoD, Stram Leihdauer: unbegrenzt Preis/Film: frei Info: Winziges Angebot, Oldie Titel, werbefinanziert Quelle: Screenshot
LovefilmAnbieter: Amazon Inhalte: Kinofilme, TV-Serien Titel: rund 2500 Technik: VoD; Stream, iOS-App, PS3-App, Sony-Smart-TV-App Leihdauer: unbegrenzt Preis/Film: Flatrate 6,99 €/Monat Info: Besonderes Preismodell Quelle: Screenshot
MaxdomeAnbieter: ProSiebenSat1 Inhalte: Kinofilme, TV-Serien, Dokus, Konzerte Titel: rund 45.000 Technik: VoD & Kauf; Download & Stream auf PC/Mac, Smart-TV-Aps Leihdauer: max. 30 Tage, ab Start 48 Stunden Preis/Film: 1,99-3,99 €; 2,99-4,99 € (HD); Flatrate ab 9,99 €/Mo. Info: Verfügbar für fast alle Smart-TV; kein DVD-Brennen Quelle: Screenshot
MediaMarktAnbieter: Media Saturn Holding Inhalte: Kinofilme, Dokus, Konzerte Titel: rund 7000 Technik: VoD & Kauf; Stream, Smart-TV-App über Set-Top-Box Leihdauer: max. 30 Tage, ab Start 48 Stunden Preis/Film: 0,99-3,99 €; 1,49-4,99 € (HD) Info: Wiedergabe auf DivX-fähigen Geräten Quelle: Screenshot
Mediatheken ARD und ZDFAnbieter: ARD/ZDF Inhalte: TV-Sendungen, TV-Serien, Nachrichten Titel: k.A. Technik: VoD; Download & Stream auf PC, Smart-TV Leihdauer: unbegrenzt Preis/Film: frei Info: Eigenproduktionen Quelle: Screenshot

Bei all den Kontroversen um Cloud Storage – ist das überhaupt noch ein Geschäftsmodell mit Zukunft?
Mit Sicherheit. Ein lukratives Modell sogar. Weil immer mehr Menschen diese Flexibilität haben wollen und ihre Daten in einem Medium haben, das sie von überall auf der Welt abrufen können. Das wird auch noch viel besser werden mit der erhöhten Geschwindigkeit der Datenübermittlung. In fünf Jahren wird man eine Terabyte-Datei wahrscheinlich in Sekunden runterladen können. Damit wird Cloud Storage noch viel attraktiver. Im Moment wird Cloud Storage noch durch die Zugriffsgeschwindigkeit auf die Daten aufgehalten.

Welche Auswirkungen wird das auf die Geräte haben?
Ich denke, dass immer mehr Geräte wie Laptops komplett auf Festplatten verzichten werden. Dass man dann nur noch einen Arbeitsspeicher hat und einen Minimalspeicher, in dem das Betriebssystem geladen ist. Alles andere landet in der Cloud. In diesem Geschäftsbereich tätig zu sein, wird mit Sicherheit lukrativ sein.

Wie sehen Sie die Zukunft des Internets als Ganzes?
Wir sind ja eigentlich erst am Anfang. Doch wir haben schon unglaubliche Evolutionssprünge gemacht, wenn man bedenkt, wie das Internet vor zehn Jahren noch aussah. Das Internet hat eine Beschleunigung der Entwicklung neuer Technologie gebracht. Weil auf einmal das gesamte Know-how, alles an Wissen, für alle verfügbar ist. Wenn man als Forscher oder Entwickler an irgendwelche Barrieren stößt, geht man einfach mal ins Internet, und findet dort die Lösung. Das macht natürlich alles viel schneller. Das Teilen des Wissens ist die Macht des Internets. Und das kann man nicht mit Copyright-Ansprüchen von ein paar amerikanischen Milliardären in Gefahr bringen. Das wäre fatal. Für die menschliche Gesellschaft ist das Internet die beste Entwicklung.

Wo sehen Sie die Gefahren für diese Entwicklung?

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    Man muss aufpassen, dass das Internet nicht kolonialisiert wird von wenigen Unternehmen oder von Regierungen, die versuchen, es zu kontrollieren. Denn im Moment, in dem das geschieht, wird dieser freie Fluss von Daten eingeschränkt. Innovation wird eingeschränkt. Dagegen muss man vorgehen. Das größte Übel ist nicht die Piraterie sondern die Verlangsamung von Innovation und die Einschränkung von Internet-Freiheit. Ich glaube aber, die „unsichtbare Hand“ der Gesellschaft wird da gegensteuern. In einem Fall, wo Regeln gesetzt werden, die unnatürlich sind und keinen Sinn machen, sagt der Mensch, dass er da nicht mitmacht. Da kann der Staat so viele Gesetze erlassen wie er will. Wie gesagt: mit einer Hand kann man keinen Fluss stoppen.

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