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iPad-Offensive Apple will das Schulbuch neu erfinden

Am Donnerstag verkündet Apple wieder einmal etwas Neues. Vieles deutet darauf hin, dass der Konzern das iPad in großem Stil an Schulen verteilen will – mithilfe der Schulbuchverlage. Kinder wären die Marke so von klein auf gewöhnt.

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Screenshot der Apple-Einladung

Apple will offenbar in den Schulbuchmarkt einsteigen. Das jedenfalls legen die vielen Hinweise rund um eine Apple-Veranstaltung am kommenden Donnerstag nahe. Es wäre nicht weniger als der Versuch, sich neue Generationen von Apple-Kunden heranzuzüchten.

"Join us for an education announcement in the Big Apple", schreibt Apple in der Einladung an Journalisten, kommen Sie zu einer Ankündigung über Bildung in den Big Apple (New York City). Was genau am 19. Januar verkündet wird, sagt das Unternehmen vorher natürlich nicht. Aber Indizien, die auf einen Plan hindeuten, der etwas mit Schulbüchern zu tun hat, gibt es reichlich.

Den ersten Hinweis hat Steve Jobs noch selbst gegeben. In der Biografie von Walter Isaacson spricht der Apple-Mitbegründer davon, Schulbücher neu erfinden zu wollen. Bekannte Schulbuchautoren sollten unter Vertrag genommen werden, damit sie digitale Versionen ihrer Bücher für das iPad entwerfen.

Um den staatlichen Genehmigungsprozess für den Unterrichtsgebrauch zu umgehen, hatte Jobs vorgesehen, die Bücher kostenlos anzubieten. Erste Gespräche mit Schulbuchverlagen hatte er nach eigenen Angaben selbst geführt.

Chancenlose iPad-Verfolger
5. Platz: MotorolaObwohl das Xoom teils gute Kritiken bekam, landet Motorola mit rund 108.000 in den USA verkauften Tablets nur auf dem 5. Platz. Genauso viele Geräte verkaufte… Quelle: dapd
5. Platz: Acer...der Elektrohersteller Acer - trotz des technisch überzeugenden Iconia A500, das im Mai auf den Markt kam und eines der ersten Tablet mit Android 3.0 - Technik war. Quelle: PR Acer
4. Platz: AsusKnapp 120.000 Geräte konnte Asus in den ersten 9 Monaten 2011 verkaufen - und blieb hinter den intern gesetzten Zielen zurück. Quelle: dapd
Platz 3: SamsungDer Elektronikkonzern Samsung konnte trotz großer Anstrengungen nur etwa 192.000 Tablets verkaufen. Der noch andauernde Rechtsstreit mit Apple dürfte zwar zu diesen vergleichsweise niedrigen Verkaufszahlen beigetragen haben - Apple beschuldigte Samsung der Produktpiraterie bei der Entwicklung seiner Galaxy-Serie. Der Hersteller hätte für ihre Tablets und Smartphones das iPad sowie iPhone kopiert - Apple beantragte daraufhin ein Verkaufsverbot für die Geräte von Samsung. Doch die Zahlen zeigen auch, dass Samsung zumindest bislang keine ernste Gefahr für Apple darstellt. Quelle: Reuters
Platz 2: HPHP konnte sich in den ersten neun Monaten mit rund 204.000 Geräten den zweiten Platz auf dem Tablet-Markt sichern. Das ist insofern überraschend, als HP sein Touchpad nicht einmal 2 Monate nach Verkaufsstart schon wieder vom Markt genommen hat. Doch das hat den Verkauf noch einmal beflügelt: Das Touchpad wurde im Abverkauf für reduzierte 99 US-Dollar angeboten – und fand plötzlich reißenden Absatz. Quelle: dapd
1. Platz: AppleTrotz des Konkurrenzkampfes ist Apple weiterhin unangefochtener Platzhirsch auf dem Tablet-Markt. Laut eigenen Angaben hat Apple in den ersten neun Monaten rund 25 Millionen iPads verkauft - die Hälfte davon in den USA. Alle Konkurrenten brachten es dort zusammen gerade einmal auf 1,2 Millionen - also gerade einmal ein Zehntel der iPad-Verkäufe. Quelle: dpa

Einstieg ohne neue Geräte

Den zweiten Hinweis gab jemand der New York Times, der Apple nahe steht, aber ungenannt bleiben wollte. Der Zeitung verriet er, dass es am Donnerstag um Apples Einstieg in den Schulbuchmarkt gehen werde, ohne dass dabei neue Geräte vorgestellt würden. Ähnliche Informationen will auch das Blog AllThingsD bekommen haben.

Der dritte Hinweis: Eddy Cue wird bei der Veranstaltung dabei sein. Cue ist Apple Vizepräsident für Internet-Software und -Dienste, also auch für iTunes und den iBook-Store. Das wären die Plattformen, auf denen Schulbücher vertrieben werden würden.

Der iTunes-Ableger iTunes U (für University), in dem Hunderttausende Lehrmaterialien aus Bildungseinrichtungen in aller Welt zur Verfügung stehen, gehört ebenfalls zu Cues Bereich.

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