iRadio und Rundumdisplay Apple sucht nach Innovationen

Zwar hat Apple mit seinem iPhone die Smartphonewelle ins Rollen gebracht, doch längst fehlt es dem Unternehmen an wirklich innovativen Ideen. Doch offenbar hatte Steve Jobs vorgesorgt.

Geht Apple die Innovationskraft aus? Quelle: REUTERS

 

Apple will künftig offensichtlich Smartphones mit Rund-Um-Display bauen. Zumindest hat das Unternehmen in den USA einen Patentantrag gestellt, der ein iPhone beschreibt, dessen Touchscreen einmal um das Gerät herum verläuft. Es scheint als wolle Apple damit auf die letzten wenigen echten Knöpfe am Erfolgs-Smartphone verzichten und auf neue Formen der Gadget-Steuerung setzen.

Größte Herausforderung bei diesem Unterfangen ist der Bau eines gebogenen Displays. Laut Patentantrag will Apple dafür mit einer OLED-Kunststofffolie arbeiten, die sich erwärmt, eingerollt in das Gehäuse stecken lässt. Kühlt das Material aus, nimmt es seine ursprüngliche Form wieder an und schmiegt sich an das Gehäuse an. Mit einer ganz ähnlichen Technik hat Sony bereits im Mai 2010 ein 4,1 Zoll großes Handy vorgestellt, das sich aufrollen lässt, berichtet die IT-Nachrichtenseite Golem.

Steve Jobs hat vorgesorgt

Die PR-freundliche und kostengünstige Gerüchte-Küche des Unternehmens hat in den vergangenen Wochen bereits etliche bisher nicht bestätigte Details über das neue Telefon verraten. Einer Spekulation zufolge wird der Home-Button in der unteren Mitte des Gerätes künftig komplett wegfallen. Insgesamt will Apple verstärkt auf die Bedienung per Gesten setzen, was für den Einsatz des Rund-Um-Displays spricht.

Ob Apple am Ende sein Patent für den Nachfolger des iPhone 5 schon oder überhaupt irgendwann einmal nutzt, ist bisher nur schwer zu beurteilen. Nicht jedes Patent, das sich das Unternehmen sichert, kommt auch zum Einsatz. Fakt ist jedoch, dass das Patent für den Rund-Um-Display schon Ende September 2011 eingereicht wurde, nur wenige Wochen vor dem Tod von Apple-Gründer Steve Jobs, der bis heute als das innovative Herz des Unternehmens gilt.

Das können die aktuellen Smartphones
LG G4LG Electronics hat am 28. April sein neues Flaggschiff G4 vorgestellt. Punkten wollen die Koreaner etwa mit einer innovativen Kamera, die 80 Prozent mehr Licht auf den Bildsensor leitet als beim Vorgänger-Modell. 16 Megapixel Auflösung und ein weiterentwickelter Bildstabilisator sollen für hochwertige Fotos sorgen. Für gute Selfies ist eine acht MP Frontkamera verbaut. Damit dafür auch genügend Speicherplatz zur Verfügung steht, kommt das LG 4 mit 32 GB internem Speicher daher, der durch eine MicroSD-Karte auf bis zu zwei Terabyte erweitert werden kann. Der Bildschirm ist 5,5 Zoll groß und soll deutlich heller und kontraststärker sein, als das Vorgängermodell, zudem bietet er laut LG eine bessere Farbtreue und Berührungsempfindlichkeit. Pluspunkt: Der Akku ist austauschbar, er bringt 3000 mAh Leistung. Als Prozessor ist ein 808 Snapdragon an Bord. Das Gerät wird in verschiedenen Materialien erhältlich sein: Es gibt eine Leder-Variante und eine Ceramic-Version (hier im Bild) jeweils in mehreren Farben. Ein Preis wurde noch nicht bekannt gegeben. Quelle: Presse
Sony Xperia Z4 Quelle: REUTERS
Huawei P8Ein neues Design und eine leistungsstarke Kamera - mit diesen Features kann das neue P8 von Huawei die Kritiker überzeigen. Es ist billiger als die Konkurrenz von Apple und verspricht in etwa die gleiche Leistung. Das Smartphone gibt es in Grau, Champagner, Weiß und Gold. Jedes zweite Smartphone in Deutschland ist aktuell ein Samsung-Gerät. Nur jedes vierte Smartphone in Deutschland ist derzeit ein iPhone. Geräte der Hersteller Sony, Nokia, HTC, LG und Huawei hingegen spielen unter deutschen Smartphone-Nutzern kaum eine Rolle. Quelle: Presse
Xiaomi Mi Notes Der chinesische Smartphonehersteller Xiaomi hat am 15. Januar die Oberklasse-Smartphones Mi Note und Mi Note Pro vorgestellt, die dem iPhone 6 in den USA Konkurrenz machen sollen. Das Display des Mi Note schlägt das iPhone 6 mit 5,7 Zoll zu 5,5 Zoll, der Bildschirm hat eine Pixeldichte von 386 ppi und ein LCD-Panel für einen höheren Kontrast. Die Kamera an der Rückseite verfügt über 13 Megapixel, die an der Vorderseite über vier Megapixel. Der interne Speicher fasst 16 GByte und lässt sich nicht per microSD-Karte erweitern. Der Preis liegt bei umgerechnet rund 319 Euro. o Das Mi Note Pro kostet 458 Euro, ist aber auch noch etwas besser ausgestattet: Die Pixeldichte beträgt 515 ppi, das Speichervolumen 64-GByte. Quelle: REUTERS
Samsung Galaxy A7Samsung hat mit dem A7 ein superflaches und nur 141 Gramm schweres Smartphone in Alu-Gehäuse vorgestellt. Mit 6,3 Millimetern ist es noch dünner als das aktuelle iPhone 6 mit 6,9 Millimetern. Es sei eines der flachsten Samsung-Smartphones aller Zeiten, teilte der Hersteller in seinem Blog mit. Das Handy hat ein 5,5 Zoll großes Super Amoled Display. Als Betriebssystem ist Android KitKat (4.4) an Bord. Samsung verspricht mit acht leistungsstarken Prozessoren flüssiges Surfen und Nutzen von Apps, vor allem für den Austausch in den Sozialen Medien. Eine 5-Megapixel-Frontkamera sorgt für Selfies in ordentlicher Qualität, deutlich stärker ist die Kamera an der Rückseite mit 13 Megapixeln. Für bessere Selfies ist der "Auto Selfie"-Modus da, mit dem per Sprachbefehl oder einem Wink mit der Hand die Kamera ausgelöst werden kann. Ein 2600 mAh starker Akku soll für Ausdauer sorgen. Wie bei Samsung üblich, wurde sich über Preis und Marktstart noch ausgeschwiegen. Händler und IT-Portale vermuten, dass das Smartphone gegen Ende des ersten Quartals für um die 500 Euro in die Läden kommen wird. Quelle: Samsung
Samsung Galaxy Note 4 LTE-A Quelle: AP
Samsung Galaxy A5 und A3Samsung hat die neue A-Serie vorgestellt. Die Smartphones haben ein Metallgehäuse; beide sind mit einer 5-Megapixel-Frontkamera ausgerüstet, um gute Selfies machen zu können. Passend dazu ist die neueste Kamera-Software an Bord, die mit dem Galaxy Note 4 eingeführt wurde und verschiedene spezielle Selfie-Einstellungen ermöglicht. Das A5 (im Bild) ist das größere, es kommt einem 5-Zoll-Display, 2 GB Arbeitsspeicher, einer 13-Megapixel-Kamera an der Rückseite und einem 2300 mAh starken Akku in den Handel. Der kleine Bruder A3 ist die abgespeckte Version mit einem 4,5-Zoll-Display, 1 GB Arbeitsspeicher, 6-Megapixel-Rückkamera und einem nur 1900 mAh starken Akku. Beide Smartphones laufen auf Android KitKat (4.4) und bringen NFC und LTE mit. Preis: noch unbekannt. Ab November sollen die Smartphones in Weiß, Schwarz, Silber, Pink und Blau verfügbar sein. Quelle: Samsung

Angeblich sollen die kommenden beiden iPhones ebenfalls aus seiner Feder stammen und ohne kreatives Zutun von Apple-Chef Tim Cook bereits beschlossene Sache sein. Dass zumindest meldet das IT-Web-Magazin Mashable mit Bezug auf Staatsanwalt George Gascon, der die Informationen von Apples Regierungskontakt Michael Foulkes bekommen haben will.  

Bei einem Treffen der Beiden war es eigentlich um einen Vorschlag Gascons gegangen, eine sogenannte “Kill-switch”-Technik in iPhones und iPads einzubauen. Die Technik soll die Geräte mit einem Klick nutzlos machen. Dadurch wären Diebe von vornherein abgeschreckter und würden die Geräte weniger häufig stehlen. Alleine in San Francisco wurde im vergangenen Jahr in mehr als der Hälfte der Raubüberfälle auch ein iPhone gestohlen. Während des Treffen wurde Gascon mitgeteilt, dass die kommenden beiden technischen Versionen des Apple-Flaggschiffs bereits feststünden. An die Diebstahl-Sicherung sei aktuell nicht zu denken.

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