IT-Sicherheit Hackerangriff auf die Reisebranche

Die Plattform Traveltainment wurde im April von Kriminellen gehackt, um Kreditkarteninformationen zu ergattern. Das Unternehmen bietet seine Dienstleistungen für etliche große Player im Geschäft an.

Die größten Hacker-Angriffe aller Zeiten
Telekom-Router gehackt Quelle: REUTERS
Yahoos Hackerangriff Quelle: dpa
Ashley Madison Quelle: AP
Ebay Quelle: AP
Mega-Hackerangriff auf JPMorganDie US-Großbank JPMorgan meldete im Oktober 2014, sie sei Opfer eines massiven Hackerangriffs geworden. Rund 76 Millionen Haushalte und sieben Millionen Unternehmen seien betroffen, teilte das Geldhaus mit. Demnach wurden Kundendaten wie Namen, Adressen, Telefonnummern und Email-Adressen von den Servern des Kreditinstituts entwendet. Doch gebe es keine Hinweise auf einen Diebstahl von Kontonummern, Geburtsdaten, Passwörtern oder Sozialversicherungsnummern. Zudem liege im Zusammenhang mit dem Leck kein ungewöhnlicher Kundenbetrug vor. In Zusammenarbeit mit der Polizei gehe die Bank dem Fall nach. Ins Visier wurden laut dem Finanzinstitut nur Nutzer der Webseiten Chase.com und JPMorganOnline sowie der Anwendungen ChaseMobile und JPMorgan Mobile genommen. Entdeckt wurde die Cyberattacke Mitte August, sagte die Sprecherin von JPMorgan, Patricia Wexler. Dabei stellte sich heraus, dass die Sicherheitslücken schon seit Juni bestünden. Inzwischen seien die Zugriffswege jedoch identifiziert und geschlossen worden. Gefährdete Konten seien zudem deaktiviert und die Passwörter aller IT-Techniker geändert worden, versicherte Wexler. Ob JPMorgan weiß, wer hinter dem Hackerangriff steckt, wollte sie nicht sagen. Quelle: REUTERS
Angriff auf Apple und Facebook Quelle: dapd
 Twitter Quelle: dpa
Abhörskandal Quelle: dpa
iOS-Kundendaten geklaut Quelle: dpa
Hacker mit Staatsauftrag Quelle: dpa
Hacker Quelle: dpa
Der Sony-Hack Quelle: dpa
Mastercard und Visa Quelle: dpa
Estlands Computer außer Gefecht Quelle: dpa
ILOVEYOU-Virus Quelle: REUTERS
Der berühmteste Hacker des 20. Jahrhunderts Quelle: dpa

Unbekannte Täter sind in ein Datenzentrum für Online-Buchungen mehrerer Reiseveranstalter eingebrochen. Eine Sprecherin für den Reise-Dienstleister Traveltainment teilte am Montag mit, mehrere betroffene Geschäftspartner seien informiert worden, „dass es zu einem Zugriff durch unberechtigte Dritte auf Kreditkartendaten eines relativ kleinen Kundenkreises gekommen ist“.
Mehrere Reiseveranstalter wie Opodo und DER Touristik wandten sich daraufhin an Kunden, die kürzlich eine Reise gebucht hatten. Kunden wurde empfohlen, ihre Kreditkarte „gegebenenfalls sperren zu lassen“.

Von dem Angriff sind nicht nur die Daten betroffen, die Kunden freiwillig über eine Homepage angegeben haben. Insgesamt könnten etwa 11.000 touristische Reisebüros in Deutschland betroffen sein. So viele Büros nutzen das Portal von Traveltainment für ihre Buchungen. Nach eigenen Angaben tätigt und verwaltet das Unternehmen täglich bis zu 15 Milliarden Reiseangebote. Das Unternehmen stellt eine Online-Vertriebsplattform für Pauschal- und Lastminutereisen, auf welcher Reiseveranstalter ihre Reiseprodukte einstellen können, um diese über angeschlossene Reservierungssysteme den Reiseportalen zur Verfügung zu stellen.

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„Wir haben diese Lücke sofort geschlossen“, sagte die Sprecherin. Der Einbruch sei bereits am 11. April entdeckt worden. Daraufhin seien sofort die Firmenkunden, Kreditkartenunternehmen sowie das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen informiert worden. Betroffen seien „partielle Kreditkartendaten einer relativ kleinen Zahl von Kunden“, hieß es in einer schriftlichen Mitteilung von Traveltainment. Angeblich hätten die Angreifer nur Kreditkarteninformationen ergattern können, die am 10. und 11. April eingelesen wurden.

Laut Touristik Aktuell kann das Unternehmen jedoch noch keine Entwarnung geben. Zwar sei es bisher nicht zu Missbrauchsfällen gekommen, doch habe man die Täter bisher auch noch nicht identifizieren können.

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