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IT-Sicherheit Die Gefahr sitzt vor dem Rechner

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Unternehmen gehen fahrlässig mit Sicherheitsfragen um

High-Tech-Gadgets für den Datenschutz
Auto-Transporter Quelle: Presse
DataLocker-Festplatte Quelle: Presse
MyIDkey Quelle: Presse
Blackberry Quelle: Presse
Sprachverschlüsselungssystem Topsec Mobile
Laptop Quelle: Presse
E-Mails Screenshot Quelle: Screenshot

Obwohl diese Risiken kalkulierbar sind, gehen Unternehmen sehr naiv mit dem Thema Sicherheit um. Das zeigt eine aktuelle Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY): Demnach halten es 86 Prozent der Manager von 400 befragten deutschen Unternehmen für unwahrscheinlich, dass ihr Unternehmen ausspioniert werden könnte. Acht von zehn Unternehmen gehen davon aus, dass die eigenen Sicherheitsvorkehrungen ausreichen, um unerwünschten Informationsabfluss zu verhindern. Tatsächlich handelt es sich bei diesen Sicherheitsmaßnahmen aber meist um Standardmaßnahmen wie Firewalls (85 Prozent) oder bestimmte Komplexitätsanforderungen für Passwörter (84 Prozent) – für geübte Hacker kein ernsthaftes Hindernis.

Zudem wandeln sich Technik und Infrastruktur derzeit mit einer unglaublichen Geschwindigkeit, die auch an die Sicherheit neue Anforderungen setzen. „Man denke zum Beispiel an die ganze Industrie 4.0“, sagt Marc Fliehe vom Bitkom. Das so genannte Internet der Dinge, bei dem zum Beispiel ganze Roboter-Produktionsstätten nur noch von einer Tastatur bedient werden, stellt neue Herausforderungen an die IT. „Für ein Unternehmen ist es fatal, wenn durch einen Anwenderfehler ganze Produktionsabläufe in Verzug geraten“, sagt Fliehe. Je dichter die digitale Vernetzung ist, desto leichter wird sie künftig auch angreifbar sein. Durch menschliches Versagen und Lücken in der IT-Sicherheit – oder durch beides.

Gefahren birgt auch der Trend, private USB-Sticks, Computer, Tablets, Smartphones und Kameras zu Unternehmenszwecken einzusetzen. 71 Prozent der Erwerbstätigen nutzen privat angeschaffte Handys und Computer auch beruflich, fand der Bitkom-Verband heraus. Richtlinien zum Datenschutz in diesem Kontext haben gerade einmal 41 Prozent der deutschen Unternehmen entwickelt. Vor allem das unbedachte Herunterladen von Apps, wird für Unternehmen immer riskanter. Der Grund: Oft werden bei der Nutzung dieser Applikationen Zugriffe freigegeben, die im Unternehmensnetzwerk per Firewall ausgesperrt blieben.

Der unachtsame Umgang mit privaten Geräten im beruflichen Kontext ist das eine. Ein Anderes ist die Schulung der Mitarbeiter auf die Programme, die im beruflichen Alltag essentiell sind. Beispiel: Ein Mitarbeiter eines Onlinemagazins war für die Publikationen von Artikeln auf mehreren Webseiten verantwortlich. Plötzlich waren zwei Seiten nicht mehr zu erreichen und konnten auch erst nach mehr als einer Stunde wieder ans Netz gehen. Tausende Klicks gingen dem Unternehmen in dieser Zeit verloren, vom Imageschaden ganz zu schweigen.

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