Keith Alexander Ehemaliger NSA-Chef wird Sicherheitsberater

Der Ex-NSA Keith Alexander macht sein Wissen zu Geld - und nimmt von Kunden bis zu einer Million Dollar. Pro Monat.

Keith Alexander - hier noch in seiner Rolle als NSA-Chef, will sein fundiertes Sicherheitswissen jetzt zu Geld machen. Quelle: REUTERS

Der ehemalige Chef der National Security Agency, Keith Alexander, schlägt die Regierungsinstitution bald mit ihren eigenen Waffen: Seit März arbeitet er bei einer privaten Sicherheitsfirma namens IronNet Cybersecurity, die Unternehmen bei der Absicherung ihrer Netzwerke unterstützt. IronNet spezialisiert sich auf sogenannte „Advanced persistant threats“ (Fortgeschrittene, dauerhafte Bedrohungen), bei denen Sicherheitssysteme über einen langen Zeitraum hinweg durchbrochen werden.

Seine Dienste lässt sich Alexander einiges kosten. Laut Bloomberg zahlen Kunden, darunter Banken und andere Finanzdienstleister, bis zu einer Million Dollar pro Monat, um sich vor Angriffen schützen zu lassen. Laut Foreign Policy will sich Alexander Patente für einige Technologien sichern, die er während seiner Zeit als NSA-Mitarbeiter entwickelt hat. Wenn ihm nicht nachgewiesen werden kann, dass die betreffenden Technologien während seiner Arbeitszeit entstanden sind, ist das rechtens.

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Alexander beruft sich darauf, dass die patentierten Ideen weit genug von der Arbeit entfernt seien, die er als Chef der NSA verrichtet hat. Zudem sei ein Teil der Ideen von einem seiner Geschäftspartner beigesteuert worden – der allerdings nicht namentlich genannt wird. Angeblich soll es bereits drei Kunden geben, voraussichtlich ab Oktober soll die Arbeit beginnen.

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Laut Alexander ist seine Herangehensweise anders als die bisherigen Modelle. Ihm geht es bei der Analyse von Cyberattacken um Verhaltensmodelle. Diese sollen helfen vorherzusagen, was ein Hacker mit dem betreffenden System vorhat. Aktuelle Technologien zielen vor allem auf die Analyse bereits vorhandener Schadsoftware ab. Es ist allerdings fraglich, wie erfolgreich Alexander mit seinem neuen Ansatz ist: Ein Sicherheitsexperte ließ Foreign Policy wissen, dass das Verhaltensmodell sehr spekulativ und bisher noch nie erfolgreich gewesen sei.

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