Künstliche Intelligenz Zehn deutsche Pioniere, die Sie kennen sollten

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Nachbauten des menschlichen Gehirns

Twenty Billion Neurons

Unter Mühen haben Programmierer Bilderkennungsprogrammen zum Beispiel beigebracht, eine Flasche zu identifizieren. „Doch sie haben keine Ahnung, was passiert, wenn sie auf den Boden fällt“, ätzt Twenty Billion Neurons Mitgründer Christian Thurau. Diese Dummheit wollen er und seine Mitstreiter des Start-ups aus Berlin-Kreuzberg, darunter mit Roland Memisevic einer der führenden Deep-Learning-Forscher weltweit, den Systemen austreiben.
Als Erste. Ihre neuronalen Netze, eine Art Nachbau des menschlichen Gehirns im Computer, sollen Maschinen befähigen, die Welt so wahrzunehmen und darauf zu reagieren wie der Mensch. Bevor Computer das nicht beherrschten, betont Thurau, sei es unverantwortlich, ihnen das Lenkrad eines Autos zu überlassen. Ausgestattet mit 2,5 Millionen Euro Startkapital arbeiten die Innovatoren hart daran, noch dieses Jahr erste Prototypen zu testen.

Treffen mit den Digital Champions
Digital transformiert: Die Moderatoren Franziska Bluhm und Maximilian Nowroth begrüßen WiWo-Digital Scout Léa Steinacker, die per Roboter auf die Veranstaltung kommt. Quelle: Jörn Wolter
Microsoft-Deutschlandchefin Sabine Bendiek betonte: „Jedes Unternehmen ist ein digitales Unternehmen.“ Quelle: Jörn Wolter
Marcus Franke, Director Business Transformation bei Coca Cola: „Menschen haben Schwierigkeiten, exponentiell zu denken.“ Quelle: Jörn Wolter
Der Ex-Profifußballer Stefan Reinartz erklärt, wie er mit seinem Start-up den Vereinen bessere Daten bereitstellt. Quelle: Jörn Wolter
Torsten Wingenter, Head of Digital Innovations bei der Lufthansa zeigt, wie eine Fluggesellschaft die Kunden mit Virtual Reality-Brillen abheben lässt. Quelle: Jörn Wolter
Pause, Kraft tanken, Netzwerken: Mehr als 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich beim Digital Transformation Summit aus. Quelle: Jörn Wolter
Zeit für den Start-up-Slam: Lee Greene (MyHealthBuddy), Juliane Zielonka (Startupbootcamp) und Peter Ohnemus (dacadoo) stellen ihre Unternehmen in drei Minuten vor. Quelle: Jörn Wolter
So machen Sie es bei dem Brillen-Onlinehändler Mr. Spex: Personalchefin Eva Nöll erzählt, wie man sich die Kultur eines jungen agilen Unternehmens bewahrt. Quelle: Jörn Wolter
Daniel Hartert, Chief Information Officer bei dem Pharmakonzern Bayer, blickt in die Zukunft der Gesundheitsbranche. Quelle: Jörn Wolter
„Lastwagen alleine reichen nicht mehr als Geschäftsmodell“: Joachim Drees, Vorstandsvorsitzender des Lkw-Herstellers MAN, über die Zukunft seines 250 Jahre alten Konzerns. Quelle: Jörn Wolter
Das Publikum engagierte sich bei jeder Diskussion: Katja Hartert, Partnerin bei der Personalberatung Oders Berndtson, fragt nach, wie die besten digitalen Köpfe in traditionelle Unternehmen kommen. Quelle: Jörn Wolter
Wo bitte geht’s hier zur digitalen Transformation? Michael Römer, Partner bei der Unternehmensberatung AT Kearney, zeigt einen ganz praktischen Weg. Quelle: Jörn Wolter
Direkt aus dem Silicon Valley: WiWo-Korrespondent Matthias Hohensee (l.) im Gespräch mit Florian Leibert, Gründer des Cloud-Anbieters Mesosphere. Quelle: Jörn Wolter
Live-Hacking auf der Bühne: Sebastian Schreiber, Gründer der IT-Sicherheitsfirma SySS, zeigt einem Teilnehmer, wie einfach der Zugriff auf ein Smartphone-Spiel ist. Quelle: Jörn Wolter

Valuescope

Schriften auszulegen hat Siegfried Lautenbacher schon während seines Studiums der katholischen Theologie bei den Jesuiten gelernt. Heute bringt der Geschäftsführer der Beck et al. Services, einem international agierenden IT-Service-Unternehmen, einer KI-getriebenen Software bei, Abertausende elektronisch gespeicherte Akten, Schriftstücke und Informationen für zuverlässige Vorhersagen zu durchforsten. Dafür hat er in München Valuescope gegründet, in der derzeit zehn Spezialisten über die besten Lösungen grübeln.
„Wir nehmen uns die schwierigsten Brocken vor“, sagt Lautenbacher ganz unbescheiden. Mit dem Kölner Versicherer VOV lotet er zum Beispiel anhand zurückliegender Fälle aus, ob sich Verfahren zur Managerhaftung, die sich zumeist wegen ihrer Komplexität über Jahre hinziehen, nicht schneller abwickeln lassen – zum Vorteil aller Beteiligten. Ist das System erst einmal ausgereift, kann sich Lautenbacher viele Anwendungen vorstellen: Banken könnten beispielsweise nachforschen, ob jemand Schwarzgeld bei ihnen einzuzahlen versucht, Assekuranzen könnten Betrügern auf die Spur kommen. Etwa wenn jemand auf Ebay wertvolle Uhren zum Kauf anbietet und zugleich seiner Versicherung den Verlust von Uhren meldet.

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