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Mega-Deal in 72 Stunden Vor zehn Jahren übernahm Google YouTube

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Verschärfte Marktsituation

Zehn Jahre nach der Übernahme durch Google hat YouTube heute mehr als eine Milliarde Nutzer. Der Dienst steht in 76 Sprachen zur Verfügung. Minütlich werden weltweit mehr als 400 Stunden Material hochgeladen.

Allerdings, so gigantisch die Zahlen sind - ob und wieviel Geld Google letztendlich mit YouTube verdient, ist unbekannt. Die Marktforschungsfirma eMarketer schätzt, dass 2014 etwa 1,13 Milliarden Dollar Umsatz mit Werbung gemacht wurde. YouTube selbst erklärte 2015, dass die Partnerumsätze im Werbebereich im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent gestiegen seien, „bereits das dritte Jahr in Folge in dieser Höhe“.

Doch YouTube steht dennoch vor Problemen: Prominente Künstler wie Lady Gaga, Coldplay oder Ed Sheeran beschwerten sich erst im Sommer bei der EU-Kommission, dass der Dienst durch seine Gratisangebote die Musik entwerte. Die Branche kritisiert, dass YouTube gemessen an seiner Größe viel zu wenig Geld abgebe.

Die Unternehmen mit den meisten Views auf Youtube

„Es muss endlich klargestellt werden, dass auch Online-Plattformen wie YouTube Lizenzen für ihre Inhalte zahlen müssen - so, wie es Spotify, Apple Music oder Deezer tun“, fordert etwa Florian Drücke vom Bundesverband Musikindustrie (BVMI).

YouTube verweist auf sein „Content-ID“-System, eine Art digitaler Fingerabdruck zur Piraterie-Bekämpfung. Darüber werden Rechteinhaber benachrichtig, wenn ihre Inhalte auf YouTube auftauchen. Sie können dann entscheiden, ob das Material gesperrt wird - oder sie an den Umsätzen, die aus dem Werbeumfeld generiert werden, beteiligt werden.

Ein weiterer Vorwurf, der YouTube - aber auch Facebook und Twitter - gemacht wird, ist, nicht effizient genug gegen problematische Inhalte wie etwa islamistische Propaganda oder Hasskommentare vorzugehen.

Nach Angaben der Google-Tochter löschte der Konzern 2014 weltweit 14 Millionen Inhalte, 2015 waren es bereits 92 Millionen. Allerdings wächst ach die Menge des hochgeladenen Materials rasant und hat sich von 2014 bis heute vervierfacht. Und: Von den 92 Millionen gelöschten Inhalten stand demnach nur ein Bruchteil (1 Prozent) im Zusammenhang mit Hasskommentaren oder terroristischen Inhalten. Größtenteils handelte es sich etwa um Spam, pornografisches oder sonstiges Material, das gegen die YouTube-Richtlinien verstieß.

Doch die wahrscheinlich größte Herausforderung für YouTube ist die verschärfte Marktsituation. Googles großer Konkurrent Facebook mit seinen 1,6 Milliarden Mitgliedern setzt inzwischen massiv auf Video und konnte sich dort zuletzt besonders im Bereich Live-Streaming positionieren. Und auch andere Netzwerke wie Snapchat, Twitter und Instagram haben Videos längst in ihr Angebot integriert.

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