Messenger Alternativen zum unsicheren Whatsapp

Eine Sicherheitslücke beim Kurznachrichtendienst Whatsapp hat viele Anwender verunsichert. Der Entwickler schweigt und die Schwachstelle besteht weiter. Zum Glück gibt es Alternativen.

Alternativen zum unsicheren WhatsApp Quelle: Presse

Whatsapp ist derzeit der beliebteste Messenger auf den mobilen Geräten. Nach Angaben des Unternehmens wurden im August 2012 rund 10 Milliarden Nachrichten pro Tag über den Dienst verschickt. Im Jahr davor war es noch 1 Milliarde Nachrichten. Dass Whatsapp so erfolgreich ist, liegt auch an der einfachen Bedienung. Nach der Installation muss der Nutzer sich nur per SMS verifizieren. Eine E-Mail-Adresse braucht er beispielsweise nicht.

Deutschlands beliebteste Apps und Websites
Platz 10: Ebay und Wetter.deWelche Dienste nutzen die Deutschen im mobilen Web? Bei den Apps auf Smartphones liegt laut Comscore die Online-Auktionsseite Ebay auf Platz 10. Bei den per Browser genutzten Diensten schafft es die Wetter-Auskunft Wetter.de auf den zehnten Platz. Laut den Daten der Internet-Marktforschungsfirma nutzen 3,3 Prozent der deutschen Handy-Besitzer die Ebay-App, 4,5 Prozent besuchen die Website von Wetter.de. Befragt wurden Handybesitzer ab 13 Jahren. Quelle: dpa
Mann hält ein Nokia Lumia vor die Kamera Quelle: rtr
Platz 8: Wetter.com und YahooAuf dem achten Platz folgen die Web-Dienste von Yahoo (4,8 Prozent) und die App von Wetter.com. 4,3 Prozent der deutschen Handybesitzer informieren sich laut Comscore per Wetter.com-App über die Wetteraussichten. Quelle: dapd
Platz 7: GMX und Bild.deAuf dem siebten Platz bei den Apps landet der deutsche Mail-Dienst GMX mit 4,5 Prozent der Handybesitzer. 5,2 Prozent nutzen die mobile Website der Bild-Zeitung. Quelle: Screenshot
Platz 6: Amazon und Microsoft-DiensteDer Online-Händler Amazon schafft es bei den deutschen Handy-Nutzern auf Platz sechs. 5,8 Prozent der Handybesitzer ab 13 Jahren nutzen die mobile Website. Bei den Apps landen die Microsoft-Dienste MSN, Windows Live und Bing auf Platz sechs. 4,6 Prozent der deutschen Handybesitzer nutzen die Microsoft-Apps. Quelle: dpa
Startseite der Internetplattform youtube Quelle: AP
Platz 4: Ebay und YahooWieder Ebay: Die mobile Website des Online-Auktionshauses ist noch populärer als die App. 7,4 Prozent der deutschen Handybenutzer surfen die Website an, das reicht für den vierten Platz. Bei den Apps landen die Dienste von Yahoo auf Platz vier, die 6,4 Prozent der deutschen Handybesitzer nutzen. Quelle: dpa

Seit Monaten macht das Unternehmen negative Schlagzeilen: Es reichen wenige, leicht zu beschaffende Informationen, und schon kann jeder im Namen eines anderen Nachrichten abschicken. Mit einem sogenannten Sniffer konnten bis vor ein paar Monaten sogar Nachrichten im Klartext mitgelesen werden, die im selben WLAN verschickt wurden. Erst danach bauten die Whatsapp-Entwickler eine Verschlüsselung ein. Die iPhone-Variante kann das beispielsweise erst seit Version 2.8.3 vom August 2012. Aber auch diese Version soll anfällig sein und sich mit etwas Aufwand abhören lassen. Statt die Sicherheitslücken zu beseitigen, schickte Whatsapp Anwälte los, um die Informationen zu unterdrücken.

Wie kann sich der Nutzer schützen? Ganz einfach: Er sollte Whatsapp nicht mehr benutzen. Denn Alternativen gibt es genügend. Und manche können sogar viel mehr.

Touch (ehemals Pingchat)

WhatsApp Alternative: touch Quelle: Screenshot

IPhone- und iPod-Touch-Nutzer der ersten Stunde werden sich an Pingchat erinnern. Der Dienst war im Oktober 2009 einer der ersten Instant Messenger im App Store von Apple und sollte eine Alternative zum Blackberry-Messenger sein. Später wurde der Dienst auch für Android- und Blackberry-Smartphones entwickelt. Nutzer aller drei Systeme konnten sich plattformunabhängig austauschen.

Mit Version 3.0 wurde Pingchat in Touch umbenannt. Mittlerweile können außer Textnachrichten genau wie bei Whatsapp auch Audio- und Videodateien verschickt werden. Trotz dieser Neuerung scheinen die Nutzerzahlen im Vergleich zu 2009 stark zurückgegangen zu sein.

Golem.de teilten die Entwickler mit, dass Touch für die Kommunikationen zwischen Client und Server eine 128-Bit-AES-Verschlüsselung verwendet. Die gilt als sehr sicher. Außerdem muss der Nutzer ein Passwort vergeben und kann bestimmen, welche Smartphone-eigenen Dienste auf das Touch-API zugreifen können.

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