Microsoft Die Masse macht’s

Was das neue Windows 10 für die Kunden bedeutet.

So sieht das neue Windows 10 aus
Microsoft Quelle: dpa Picture-Alliance
Windows 10 Quelle: dpa Picture-Alliance
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Windows 10 Quelle: REUTERS
Windows 10 Quelle: dpa Picture-Alliance
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Windows 10 Quelle: Presse

Geschäftsmodell

Microsofts enormer Erfolg ist direkt an den des Personal Computers gekoppelt. Wann immer Privat- oder Firmenkunden Windows-PCs oder -Server gekauft haben, zahlten sie Lizenzgebühr fürs Betriebssystem. In Zeiten, in denen die Nutzer immer mehr Angebote aus dem Internet abrufen, muss der Softwareriese dies Geschäft durch Softwareabos ersetzen. Unternehmen sollen künftig über den Cloud-Service Azure etwa Rechenleistung mieten; Endkunden Speicherplatz im Web buchen, werbefreie E-Mails oder unbegrenzten Musikgenuss aus dem Netz.

Hard- und Software

Selbst Computer oder Smartphones zu verkaufen und in direkte Konkurrenz zu den eigenen Hardwarepartnern zu treten war für Microsoft lange tabu. Mit dem Tablet-PC Surface und der 2014 von Nokia übernommenen Handysparte hat der Konzern damit gebrochen. Geboren aus der Not, dass es Microsoft nicht gelungen ist, ein schlüssiges, geräteübergreifendes Paket aus Hard- und Software zu schaffen, wie es Apple mit seinen iPhones, iPads, Mac-Computern und den Apps etabliert hat.

Hassobjekt, Marktbeherrscher, Nachahmer
Die Belegschaft von Microsoft im Jahr 1978 Quelle: AP
Im Jahr 1981 posieren Bill Gates (rechts) und Paul Allen. Bill Gates hat sich mittlerweile auf eine Beraterrolle im Unternehmen zurückgezogen und ist als Philanthrop tätig. Paul Allen hat ebenfalls Milliarden mit Microsoft gemacht, spendet einen Teil seines Vermögens. Er investiert aber auch etwa in Sport-Mannschaften. Ihm gehören die Seattle Seahawks (American Football) und die Portland Trail Blazers (Basketball). Quelle: dpa/picture-alliance
Bill Gates stellt Microsoft XP vor Quelle: AP
Die Packung der ersten Version des Betriebssystems Microsoft Windows. Das damals als Erweiterung zu MS-DOS veröffentlichte Programm kam erstmals 1985 auf den Markt. In den Folgejahren sollte Windows das Fundament für ein Milliardenimperium werden. Es war allerdings nicht das erste Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche – IBM und Apple hatten bereits vorher die Idee umgesetzt. (Foto: Szilveszter Farkas) Quelle: Creative Commons
Ein undatiertes Foto zeigt den jungen Bill Gates in seinem Arbeitszimmer. Zum Start von Windows 1.0 gab es weltweit lediglich sechs Millionen Personal Computer. Erst rund fünf Jahre später, im Jahr 1990, gelang dem Software-Entwickler aus Redmond ein durchschlagender Erfolg mit Windows 3.0. Quelle: picture-Alliance/dpa
Bill Gates stellt die Version 95 des Betriebssystems vor. Quelle: dpa
 Ein Finger zeigt auf die Office Apps von Microsoft: Exel (l-r), Powerpoint und Word, die auf einem iPad Air zu sehen sind. Quelle: dpa

Microsoft-Chef Sadya Nadella will das nachholen, darf dabei aber nicht die wichtigen externen PC-, Tablet- und Telefonproduzenten vergrätzen.

Stärken

So abgeschlagen Microsoft in der Smartphonewelt ist, so dominant ist es bei PCs – auch künftig die wichtigsten Arbeitstiere der IT-Welt. Das deutlich überarbeitete Design von Windows 10 orientiert sich wieder an traditionellen Bedienkonzepten und soll vom Vorgänger 8 enttäuschte Nutzer versöhnen. Und so die Dominanz sichern. Dazu beitragen soll auch der neue schlanke und schnelle Browser namens Spartan, der das zentrale Tor ins Internet zu all den neuen Web-Diensten ist.

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Eine der wichtigsten strategischen Entscheidungen von Nadella war, Kernprodukte wie die Bürosoftware Office auch für iPhones und iPads sowie die Android-Welt freizugeben. Microsoft schafft so zum einen Reichweite in der mobilen Welt. Zum anderen erzeugt die Verknüpfung der Internet-Angebote einen starken Netzwerkeffekt. Textdokumente legt der Kunde im Onedrive-Speicher ab und kann den Link dazu über den Outlook-Service im Netz verschicken. So kommen andere Nutzer immer mit den potenziell kostenpflichtigen Diensten in Kontakt.

Schwächen

Microsoft ist weder der erste Anbieter von Cloud-Diensten, noch besitzt der Windows-Riese einzigartige Angebote, die speziell Privatkunden nicht auch in der Apple- oder Google-Welt finden.

Dazu kommt, dass viele Angebote im Netz weiter verbreitet sind – der Kurznachrichtendienst WhatsApp etwa hat Microsofts Skype-Dienst längst abgehängt. Dass die Skype-Integration in Windows 10 daran etwas ändert, ist kaum anzunehmen.

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