Microsoft Windows 10 Upgrade-Ärger So vermeiden Sie Probleme beim Umstieg

Das neue Windows 10 bekommen Millionen von Microsoft-Kunden geschenkt, doch nicht immer läuft das Update reibungslos. Wenn der Rechner streikt, hilft nur der geordnete Rückzug. Und da zählt am Ende jeder Tag.

Windows-10-Startmenü Quelle: dpa

Gut drei Monate nach dem Start liegt der Marktanteil von Microsofts Windows 10 bereits bei rund acht Prozent. Damit macht sich die jüngste Windows-Version weiterhin schneller auf den PCs und Laptops breit, als sein ebenso beliebter wie erfolgreicher Vorvorgänger Windows 7.

Wichtigster Treiber ist natürlich Microsofts Gratisstrategie, die allen Nutzern der Windows-Versionen 7, 8 und 8.1 den kostenlosen Umstieg ermöglicht. Doch der hat mitunter Tücken, wie Tests der WirtschaftsWoche sowie zahlreiche Berichte im Netz belegen.

Eigentlich sollte die für das Upgrade erforderliche Software, die Microsoft seit Ende Juli im Rahmen der regulären Updates auf die Rechner der Nutzer älterer Windows-Versionen aufspielt, vermeiden, dass der Umstieg überhaupt zu Problemen führt. Denn wer das Angebot zum Wechsel auf Windows 10 annehmen möchte, der muss seinen Rechner erst einmal auf Kompatibilität mit der neuen Software checken lassen.

Dabei prüft der Upgrade-Assistent sowohl die Hardware des PCs als auch die installierten Programme. Nur, wenn der Check keine – bekannten – Unverträglichkeiten mit Grafiktreibern, USB-Chips oder Altsoftware ergibt, läuft die Kernsanierung von Windows an.

Was tun, wenn das Update steckenbleibt

Die Tücke aber liegt im Detail. Denn angesichts von Abermillionen an denkbaren Kombinationen aus Hardware- und Software-Komponenten konnte Microsoft im Vorfeld der Windows-10-Einführung weder alle denkbaren Konfigurationen testen, noch alle möglichen Unverträglichkeiten verhindern. Die Folge ist, dass entweder das Upgrade selbst mitten im Umstieg streikt, wie auf zwei älteren Rechnern im WirtschaftsWoche-Test geschehen.

Wie Windows wurde, was es ist

Im günstigsten Fall macht die Upgrade-Software dann alle zwischenzeitlichen Änderungen wieder rückgängig. Wer Pech hat, bei dem bleibt der Rechner schlicht hängen. In dem Fall helfen dann nur ein Neustart und der Versuch der Systemwiederherstellung.

Ein Vorgang, der allerdings erfordert, dass der Nutzer vorab eine Sicherung des Systems angelegt hat, etwa auf einer zweiten Festplatte oder beispielsweise auf einer DVD. Leider wird den meisten PC-Anwender die Notwendigkeit einer entsprechend Sicherung immer erst dann bewusst, wenn sie sie benötigen … aber nicht angelegt haben. Insofern gilt natürlich auch für den Wechsel auf Windows 10 der dringende Rat, mit dem Umstieg – auch bei grünem Licht vom Softwareassistenten – erst zu starten, wenn das BackUp gesichert ist.

Ärger mit Treibern und Altprogrammen

Doch selbst wenn das Upgrade ohne zu mucken durch läuft, kann es noch zu Problemen kommen. Denn einen Teil der Hardware-Treiber, die im PC das Zusammenspiel von Rechnerkomponenten beziehungsweise externem Zubehör und Betriebssystem ermöglichen, wird erst nach dem Umstieg geladen. Speziell bei älteren Druckern, Scannern, Festplatten, Grafikkarten, Touchpads, etc. tauchen da immer wieder Schwierigkeiten auf.

Gleiches gilt für manche älteren Programme, die für frühere Windows-Varianten geschrieben und an Version 10 (noch oder gar) nicht angepasst sind. Das gilt speziell für Anwendungen, die tief ins System eingreifen, wie etwa Firewalls, Virenschutz oder auch Bildverarbeitungsprogramme, die sich mitunter nicht einmal dann mehr ans Laufen bringen lassen, wenn der Nutzer sie im sogenannten Kompatibilitätsmodus starten.

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