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Mobilfunkmesse Handyhersteller setzen auf Spielernaturen

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LG mit erstem 3D-Handy

Und der koreanische Elektronik-Spezialist LG sorgte am ersten Messetag mit seinem Smartphone LG Optimus 3D für Aufsehen. Das besitzt erstmals ein spezielles Display, das der Nutzer auf Wunsch von 2D- auf 3D-Darstellung umschalten lässt und dem Besitzer das Betrachten räumlicher Fotos, Videos und – richtig! – Computerspiele ermöglicht. Und zwar ohne dass dafür eine Spezialbrille nötig wäre.

Der Effekt ist verblüffend und von LG gut gelöst. Wer den 3D-Modus aktiviert und das ebenfalls auf Android basierende Telefon eine knappe Armlänge von sich entfernt hält, sieht die Bilder und Filme tatsächlich mit einem sehr ordentlichen 3D-Effekt. Zumindest für einen Spieler, denn die Reflektionstechnik funktioniert nur für einen Betrachter, der direkt auf das Display schaut. Wer von der Seite blickt, dem bleibt der Effekt verborgen.

Denn um den räumlichen Eindruck zu erzeugen, aktiviert das Telefon eine spezielle, zusätzliche Displayschicht, die ähnlich den alten 3D-Postkarten, die horizontalen Bildspalten so zur Seite reflektiert, dass immer nur ein Teilbild auf die Netzhaut des linken und rechten Auges trifft. Das halbiert zwar die sichtbare Bildauflösung gegenüber einem herkömmlichen 2D-Bild, reicht aber für die Wiedergabe räumlicher Aufnahmen und Computerspiele aus.

Selbst Microsoft setzt auf Spiele

Weniger auf optische Effekte als vielmehr auf schiere Rechenpower beim Gaming setzt der zweite große koreanische Anbieter, Samsung. Die Entwickler des Elektronikkonzerns haben ihrem neue Modell Galaxy S2 nämlich einen selbst entwickelten Dual-Core-Prozessor verpasst, der so Rechenleistung fast schon im Überfluss liefert. Auch fürs Spielen, denn auch Samsungs neues Android-Topmodell, soll – neben einer Vielzahl von Zielgruppen – die mobilen Spieler begeistern.

Wie groß die Zielgruppe tatsächlich ist, darüber herrscht in der Branche noch Uneinigkeit. Doch angesichts der wachsenden Zersplitterung des Marktes rücken nun eben auch spezielle Nutzergruppen in den Fokus der Gerätehersteller – und die Computerspieler sind da eine ebenso zahlungskräftige wie anspruchsvolle Kundschaft.

Eine Erkenntnis, die übrigens auch Microsoft gewonnen hat. Wie am Rande der Messe verlautete, gehört bei Smartphones mit Microsofts Betriebssystem Windows Phone 7 das Programmmodul mit den Spieleangeboten laut Nutzerbefragungen zu den beliebtesten Anwendungen der neuen Windows-Handys.

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