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Nach Wikileaks-Enthüllungen Bundesregierung will Spionageattacken abwehren

Die Bundesregierung reagiert auf die Enthüllungen der Internetplattform Wikileaks.

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Thomas de Maizière Quelle: dpa

Das Bundesinnenministerium will ein neues Cyberabwehrzentrum aufbauen, das die zunehmenden Spionageattacken aus dem Internet abblocken soll. Einen entsprechenden Plan will Bundesinnenminister Thomas de Maizière mit den anderen Ressorts in der Bundesregierung in den kommenden Tagen abstimmen. Das kündigte Staatsekretär Klaus-Dieter Fritsche auf dem Sicherheitsforum der Arbeitsgemeinschaft Sicherheit in der Wirtschaft (ASW) in Berlin an.

„Es gibt solche Überlegungen“, bestätigte Fritsche gegenüber wiwo.de. Staat und Wirtschaft müssten künftig noch enger Zusammenarbeiten. Die Ankündigung von Wikileaks, künftig auch Interna aus Banken und Unternehmen zu veröffentlichen, zeige, wie wichtig Informationsschutz heute ist.

Im Zuge der Enthüllungen von Wikileaks war deutlich geworden, dass Deutschland auf Attacken aus dem Internet fast überhaupt nicht vorberreitet ist.

Gefahr aus China

Es gebe noch viel „Verbesserungsbedarf“, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen. Auch deutsche Forschungseinrichtungen gehen noch „naiv“ mit den neuen Gefahren um. Fritsche kritisierte insbesondere die Entscheidung des deutschen Forschungsnetzes, wichtige Komponenten des zwischen allen Forschungseinrichtungen geknüpften Verbundnetzes mit Techniken des chinesischen Anbieters Huawei auszurüsten. Sicherheitsbehörden sehen die Gefahr, dass chinesische Geheimdienste über versteckte Hintertüren deutsches Forschungsknowhow auf diesem Weg ausspionieren.

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