Netzausbau „Kursbuch“ für den Ausbau des schnellen Internets

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt will bis Herbst ein sogenanntes Kursbuch für den Ausbau des schnellen Internets in Deutschlands vorlegen.

So schön sieht WLAN aus
Zu Hause, im Büro und an öffentlichen Plätzen: WLAN ist überall. Aber wie sehen die Wifi-Strahlen eigentlich aus, haben sich der Tech-Blogger Nickolay Lamm und die Astrobiologin M. Browning Vogel Ph.D von der Nasa gefragt. Also griffen sie sich Bilder der Gegend um die Washingtoner National Mall und legten darüber Muster, wie das drahtlose Internet aussehen könnte. Wifi-Wellen haben eine gewisse Höhe und einen bestimmten Abstand zueinander. Er ist kürzer als bei Radiowellen und länger als bei Mikrowellen, sodass eine einzigartige Übertragung entsteht, die nicht durch andere Signale unterbrochen werden kann. Verschiedene Sub-Kanäle werden hier in verschiedenen Farben dargestellt. Quelle: gigaom.com
Die entstandenen Bilder zeigen eindrucksvoll, wie sich die unterschiedlichen Frequenzen der WLAN-Strahlen in der Öffentlichkeit verhalten. Hier werden die Impulse als bunte Kugeln visualisiert. Die Quelle ist rechts im Bild zu sehen. Jede Farbe steht für einen eigenen Ausschnitt aus dem elektromagnetischen Feld. Wifi-Felder sind meist sphärisch (wie hier) oder ellipsenförmig und erstrecken sich an öffentlichen Orten bis zu 300 Meter. Quelle: gigaom.com
Dieses Bild soll zeigen, dass die Impulse etwa sechs Zoll voneinander entfernt sind. Es wird auch deutlich, warum ein öffentlicher Platz nicht immer gleich gut mit Netz abgedeckt ist. Quelle: gigaom.com
Wifi-Antennen können an Bäumen, Laternenmasten oder auf Gebäuden befestigt werden. Mehrere Antennen können das komplette Gebiet um die National Mall abdecken. Das Internet legt sich hier wie eine Decke auf den Platz. Quelle: gigaom.com
Internetwellen sind überall - das machen uns die Bilder eindrucksvoll klar. Aber allen Berichten über schädliche Wirkungen zum Trotz: Sie sind einfach wunderschön. Quelle: gigaom.com

In Dobrindts Kursbuch soll auch ein konkreter Zeitplan für den Netzausbau festgeschrieben werden. Es geht dabei vor allem um den Ausbau des schnellen Internets mit 50 Mbit bis 2018, wie die "Bild-Zeitung" berichtet. Für den Herbst sei darüber hinaus ein zweites Treffen der wichtigsten Internet-Firmen geplant bei dem auch "verbindliche Ziele" für Verkabelung und Drahtlos-Netze festgelegt werden sollen.

Deutschland steht zwar bei der Anbindung von Breitbandzugängen wie DSL, UMTS, LTE oder Kabel recht gut da. Allerdings vor allem der Ausbau des noch schnelleren Internet-Zugangs. Weniger als ein Prozent der Haushalte sind in Deutschland via Glasfaser verbunden – damit schafft es die Bundesrepublik nicht einmal in Rankings zum Thema Glasfaseraufbau. 80 Milliarden Euro wären nötig für eine flächendeckende Versorgung. Doch der Preiskampf um Internet-Kunden macht die Finanzierung für die Unternehmen wenig lukrativ - an politischen Initiativen mangelt es. Hier wird das Tandem Dobrindt/Bär gemessen werden.

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Erst vor einigen Wochen hatte Dobrindt von der Deutschen Bahn gefordert ihr Internet-Angebot in den Bahnhöfen und Zügen deutlich ausweiten. „Erst rund 120 von etwa 5600 Bahnhöfen bieten einen Internet-Hotspot an“, sagte der CSU-Politiker dem Magazin „Focus“. Sein Hauptgrund: Die Nutzung der Bahn werde für viele Kunden immer mehr zur Arbeitszeit - daher müsse der bundeseigene Konzern eine digitale Spitzenversorgung liefern.

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