WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Netzwirtschaft Die 100 wichtigsten Internet-Köpfe in Deutschland

Seite 5/10

Platz 6 und 7

Jens Beegemann Quelle: Pressebild

6: Jens Begemann (Wooga)

Wie der Erfolg sozialer Netzwerke auch die Computerspielewelt verändert, zeigt Social-Games-Marktführer Zynga: Der König der Facebook-Spiele ist mehr als eine Milliarde Euro wert und für 15 Prozent der Umsätze des Netzwerks verantwortlich.

Einer von Zyngas größten Konkurrenten kommt aus Berlin. In nur drei Jahren hat Jens Begemann Wooga aufgebaut und sich als einer der drei wichtigsten Entwickler von Facebook-Spielen etabliert. Anfangs ließ der 35-Jährige noch Tafeln an die Wand seines Büros in der Berliner Backfabrik schrauben und zeichnete dort das Wachstum der Spielerzahlen ein. Doch die Kurve stieg so steil an, dass seine Mitarbeiter zwei Mal neue Tafeln anbringen mussten – bis keine Luft nach oben mehr blieb. Nun blinken auf Digitalanzeigen die jüngsten Werte: 45 Millionen Fans spielten im vergangenen Monat Begemanns Facebook-Spiele.

Der Erfolg weckt Begehrlichkeiten: Denn etablierte Spielefirmen kaufen junge Wettbewerber auf, um den Anschluss nicht zu verlieren. Auch Begemann hat schon lukrative Angebote erhalten und abgelehnt. „Wir stehen erst am Anfang einer langen Reise“, sagt er. So optimiert und entwickelt das 180 Mann starke Team immer mehr ihrer Spiele auch für Smartphones und Tablets. Doch Woogas Weg ist noch weit. Immerhin hat Begemann das Ziel ausgegeben, bis 2020 auch außerhalb der Social-Games-Welt zu einer der größten Spielefirmen weltweit zu werden.

7: Florian Heinemann (Project A)

Eine der spannendsten deutschen Startup-Baustellen liegt am Berliner Nordbahnhof. Seit Jahresbeginn ist hier Project A Ventures aktiv. Seitdem diskutiert die Szene kaum ein Vorhaben so intensiv wie den Inkubator, der Startups im Online-Handel finanzieren und unterstützen will.

Schließlich sind hier Florian Heinemann und fast zwei Dutzend Ex-Mitarbeiter von Oliver Samwers Startup-Brutkasten Rocket Internet engagiert. Dabei waren Heinemann und Samwer befreundet, seit sie Ende der Neunzigerjahre an der Hochschule WHU in Vallendar studiert hatten. Zuletzt war Heinemann Geschäftsführer bei Rocket Internet und am Aufbau von Zalando und eDarling beteiligt. Doch nun sind die einst Vertrauten Konkurrenten. Rocket Internet sei zu groß geworden, sagt der 36-Jährige. Zu möglichen Unstimmigkeiten über Samwers ruppigen Führungsstil schweigt er.

Ein finanzstarker Partner ist der Versandhändler Otto, der den Start mit einer hohen zweistelligen Millionensumme unterstützt. Zu den ersten Projekten des selbst ernannten „A-Teams“ zählen der Shoppingclub Wine in Black, der Maßhemdendienst Amerano und Nu3 – ein Online-Laden für Gesundheitspillen. Noch handelt es sich dabei um Engagements in Nischen, kritteln Beobachter, die einen größeren Wurf erwartet hatten. Doch Heinemann und seine Leute haben erst angefangen.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%